Des Eierpunks eierigste Idioten haben jetzt ihr Langspieldebüt am Start, welches größtenteils aus Neuaufnahmen bereits von bisherigen EPs bekannter Songs besteht, mit dem Vorzug gerinfgügig verbesserter Produktionswerte und entsprechend ordentlich mehr Wumms unter'm Arsch, was das hier soweit zur definitiven Daseinsform dieser Tracks macht und mit Sicherheit auch zur infektiösesten Attacke des hirnamputierten Spaßes für die nächsten dreißig Minuten oder so... Wie gehabt, geiler Scheiß!
Noch eine überzeugende Ladung des stark Eggpunk-verwandten Garage- und Synthpunk-Lärms erreicht uns in der Form dieser knusprigen Split-Kassette zweier Bands aus Providence, Rhode Island. Jimsobbins sind ein Duo bestehend aus Adam und Lucy. Ist das der gleiche Adam, der auch bei Balloon Thief mitmischt? Plausibel aber unbestätigt. Stößt hingegen noch die Vokalistin Ella dazu, dann mutieren sie zum Trio Cindy7. Jimsobbins sind dabei die stärker nach typischer Eggpunk-Kost klingende Band und erinnert an so Zeug wie Daughter Bat and the Lip Stings, Gee Gee, Billiam and Toe Ring... plus ein scheppernder Hauch von Neo Neos in Leopard. Letztere Tendenz zieht sich auch durch die Seite von Cindy7 und bringt sogar noch mehr von diesem rumpeligen DIY-Charme mit, wobei im Opener Gonna Break durchaus auch ein bisschen oldschool No Wave-Energie ihr Werk tut, wohingegen die zwei abschließenden Songs mit einem zunehmenden Maß an chaotischem Hardcorepunk gewürzt sind.
Eine affengeile Debüt-EP hat diese New Yorker Band da abgeliefert. Der Opener No Recourse beschwört einen starken Mittachtziger bis früh-'90er Dischord vibe herauf á la Rites Of Spring, Nation Of Ulysses, Gray Matter... plus eine Spur von Drive Like Jehu oder von jüngeren Bands wie Wymyns Prysyn, Beast Fiend und Launcher. Mit Fixate ändert sich die allgemeine Marschrichtung dann doch stark und erinnert vor allem an alte australische Punk- und Garage-Legenden wie X, Saints oder God. Scraping Away wendet sich dann wieder der klassischen Postcore-Ästhetik zu und klingt dabei etwas wie eine Fusion aus dem Proto-Postcore der frühen Saccharine Trust mit dem Proto-Noise Rock von Flipper.
Selbst in einer vollen Woche wie dieser (ihr wisst schon, Bandcamp Friday und so...) komme ich nicht daran vorbei, diese digitale Single der Synth-/Eggpunk-Band aus Tel Aviv zu erwähnen, denn wenn diese zwei Songs nicht unverschämt Ärsche treten, wüsste ich nicht mehr was sonst. Hier meistern die den schwierigen Trick, das Tempo empfindlich zu drosseln ohne dabei zu langweilen, denn jegliche potenzielle Stille zwischen den Bumps und Beeps weiß man hier mit einer ganz neuen Fülle an durchweg spannendem Gequietsche, Gekeife und Kawummblahs zu füllen, was selbst so eine tote Kartoffel wie mich aus der Leichenstarre aufweckt und zu rhythmischen Zuckungen animiert.