Steve Adamyk Band - Paradise

Ste­ve Ada­myk und Kum­pa­nen las­sen auch auf ih­rem min­des­tens sechs­ten Lang­spie­ler nichts an­bren­nen, wol­len und brau­chen sich auch gar nicht neu er­fin­den. Wie ge­habt kommt straigh­ter Ga­ra­ge­punk zu Ge­hör, der kon­stant zwi­schen dem sim­pel-ef­fek­ti­ven Arsch­tritt á la Sick Thoughts und Power­pop-Me­lo­dien der Ra­dio­ac­ti­vi­ty- oder Bad Sports-Ge­schmacks­rich­tung mi­nus de­ren Me­lan­cho­lie os­zil­liert, da­bei ge­ra­de eben so Pop ist wie Punk sein darf, oh­ne in mir Wür­ge­re­fle­xe aus­zu­lö­sen.

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V.A. - American Idylls

Das Sze­ne­boll­werk Sor­ry Sta­te Re­cords aus Ral­eigh, North Ca­ro­li­na macht ei­nen auf Flex Your Head und haut ei­ne am­bi­tio­nier­te Com­pi­la­ti­on in Form ei­ner Dop­pel-LP raus, die in sat­ten 49 Songs von 19 Bands als Mo­ment­auf­nah­me der ört­li­chen Punk­sze­ne ver­stan­den wer­den will. Wenn auch ten­den­zi­ell das räu­dig old­schoo­li­ge Hard­co­re­ge­döns in mal mehr, mal we­ni­ger ori­gi­nel­ler Da­seins­form do­mi­niert, kann man sich kaum über man­geln­de Viel­falt be­kla­gen - Ame­ri­can Idylls klingt wie ein Rund­um­schlag von so ziem­lich vie­lem, was auch die­ses Blog an­treibt, und das auf über­wie­gend sehr star­kem bis gran­dio­sem Ni­veau. Ei­ni­ge Bands, die hier schon mal vor­ge­kom­men sind und an­de­re, die ich bes­ser mal im Au­ge be­hal­te. Kei­ne Zweit­ver­wer­tung, son­dern zu 100% ex­klu­si­ves Ma­te­ri­al wur­de hier ver­bra­ten. Viel­leicht die es­sen­zi­el­le Punk­com­pi­la­ti­on in die­sem Jahr.

Ditches - The Taste

Me­lo­disch-me­lan­cho­li­sches Punk­ge­döns aus Stock­holm, das stark in ei­ne alt­be­kann­te, von Bands wie Mark­ed Men, Ra­dio­ac­ti­vi­ty und Red Dons eta­blier­te Ker­be schlägt, sei­ne Sa­che da­bei aber auch mit ta­del­lo­ser Kom­pe­tenz durch­zieht.

Man-Eaters - Man-Eaters

Kaum zu über­hö­ren, dass bei die­ser Band drei Vier­tel von Ta­ran­tü­la am Werk sind, denn die klang­li­chen Un­ter­schie­de zu de­nen sind eher mar­gi­nal. Viel­leicht tritt der Post Punk-Fak­tor et­was in den Hin­ter­grund, der Hang zu prä­his­to­ri­schem Me­tal-Rif­fing wird ein biss­chen scham­lo­ser aus­ge­lebt. An­sons­ten gilt: Was nicht ka­putt ist, muss auch nicht ge­fixt wer­den. Nach wie vor ein Hei­den­spaß.

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Red Gaze - Cuts

Bei die­ser Band aus Graz ha­ben Leu­te von Ca­tho­lic Guilt und Im­po­si­ti­on Man ih­re Fin­ger im Spiel. Im di­rek­ten Ver­gleich mit letzt­ge­nann­ten ge­hen Red Ga­ze aber et­was kon­ven­tio­nel­ler und old­schoo­li­ger, je­doch kein biss­chen we­ni­ger ge­konnt zur Sa­che, be­we­gen sich ir­gend­wo auf der Schwel­le von Post­punk und -co­re. Das schlägt in et­wa den Bo­gen von ak­tu­el­len Bands wie Di­ät, In­sti­tu­te, Pret­ty Hurts oder frü­hen Sie­ve­head hin zu den Grenz­ge­bie­ten des mid-80s Punk und Hard­core; un­ter an­de­rem mei­ne ich ein paar un­ter­schwel­li­ge Echos von The Pro­le­ta­ri­at, An­gry Red Pla­net oder spä­te­ren Ef­fi­gies zu ver­neh­men.

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Launcher & Freakees - Split 7"

No Front Tee­th Re­cords trifft mal wie­der voll ins Schwar­ze mit die­ser Split­sin­gle zwei­er Bands aus Los An­ge­les. Laun­cher ha­ben mit vor nicht all­zu lan­ger Zeit schon mal mit ei­nem De­mo­tape be­geis­tert und lie­fern auch hier wie­der himm­lisch ka­put­ten KBD-Style Punk­rock ab, der mich im spe­zi­el­len an The Men­tal­ly Ill er­in­nert.

Da­hin­ter müs­sen sich aber die Frea­k­ees kei­nes­wegs ver­ste­cken, son­dern kon­tern er­folg­reich mit ei­ner sat­ten Fuzz- und Ga­ra­gen-At­ta­cke die von mei­ner Sei­te va­ge Ver­glei­che mit Hank Wood & The Ham­mer­heads pro­vo­ziert oder mit ei­ner Va­ri­an­te von S.B.F. mit ei­nem Drum­mer aus Fleisch und Blut.

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Missing Pages - Long Way Down

Miss­ing Pa­ges sind ei­ne ak­tu­el­le Band um Ste­phen Sva­ci­na, der den meis­ten von euch ja si­cher schon mal als Teil von Jon­ly Bon­ly und Mind Spi­ders un­ter­ge­kom­men ist. Nach letzt­ge­nann­ter Band klingt ihr kräf­ti­ger Mix aus me­lo­di­schem Punk­ge­döns, klas­si­schem In­die Rock und Power Pop dann auch ein biss­chen, na­tür­lich aber auch nach den an­de­ren zwei Tei­len der te­xa­ni­schen Ga­ra­gen-/Power­pop-Drei­ei­nig­keit, Ra­dio­ac­ti­vi­ty und Mark­ed Men. Au­ßer­dem et­was nach Mil­ked, Xe­tas und Bad Sports. Geht klar!

Svart Katt - Allt blir nog bra

Sv­art Katt aus Stock­holm und ihr leicht ga­ra­gig an­ge­hauch­ter, me­lan­cho­li­scher Punk­rock mach­ten in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit ja schon mit ei­ner EP und ei­nem Al­bum auf sich auf­merk­sam, die bei­de schon mehr als nur be­acht­lich wa­ren. Mit ih­rem neu­es­ten Kurz­spie­ler hat die Band mei­nes Er­ach­tens aber ihr bis­he­ri­ges Glanz­stück ge­schaf­fen. Könn­te man das bis­he­ri­ge Song­ma­te­ri­al be­son­ders auf Al­bum­län­ge noch als et­was ein­tö­nig und sim­pel ge­strickt be­zeich­nen, ma­chen die neu­en Songs ei­nen ge­reif­ten, sorg­fäl­tig aus­ba­lan­cier­ten Ein­druck und be­stä­ti­gen mein Bild von ih­nen als ei­ne Art schwe­di­sche Ra­dio­ac­ti­vi­ty, zu de­nen sie auch qua­li­ta­tiv zu­neh­mend auf­schlie­ßen.

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Dumb Vision - Modern Things

Ganz präch­ti­ger Lärm aus Madi­son, Wis­con­sin. Der spannt ge­konnt ei­nen Bo­gen vom 80er West­küs­ten­punk zu den Ga­ra­gen­sounds von heu­te und lässt bei­des dann in ei­nem war­men Bad aus Fuzz Punk und Noi­se­pop á la Ma­le Bon­ding ein­wei­chen.

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The Suburban Homes - E.P 3

In phy­si­scher Form ziem­lich schnell ab­ver­kauft und da­her end­lich auch di­gi­tal zu be­kom­men: Die ak­tu­el­le EP der Punks aus dem bri­ti­schen Craw­ley. Da weiß man, was ei­nen er­war­tet - näm­lich zeit­lo­sen, ein­fach ge­strick­ten DIY-Schram­mel­punk mit sym­pa­thisch kan­ti­ger At­ti­tü­de, wie in der­zeit nie­mand bes­ser hin­be­kommt.

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