Dollhouse - Demo

En­er­gi­schen und or­dent­lich schrä­gen Punk­rock, teil­wei­se auch mit old­schoo­li­ger, leicht ka­li­for­nisch rie­chen­der Hard­core­kan­te, setzt es auf dem De­mo der New Yor­ker Doll­house. Der geht di­rekt ins Blut und löst da selt­sa­me Re­ak­tio­nen aus. Ein biss­chen hat das was von 'ner Sym­bio­se aus Piss Test und Laun­cher.

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Felchers - Felchers

Ei­ne aus­ge­zeich­net stin­ken­de Lärm­of­fen­si­ve von ei­ner Band aus Lex­ing­ton, Ken­tu­cky hat das lo­ka­le Fanzine/​Label Ge­ne­ral Speech da auf die Rei­se ge­schickt. Das Ding ope­riert ir­gend­wo im Span­nungs­feld von zeit­lo­sem KBD-/Ga­ra­gen­lärm und al­tem West­küs­ten­punk; ak­tu­el­len Kra­wall­ma­chern wie Cri­sis Man, Ad­vlts oder Piss Test, ei­nem ge­le­gent­li­chen An­gry Sa­mo­ans-Vi­be und dem hirn­ge­fick­ten Wahn­sinn von Men­tal­ly Ill.

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The Pornography Glows - The Pornography Glows

Der wun­der­bar un­ge­schlif­fe­ne Ga­ra­ge Punk, den die Por­no­gra­phy Glows aus Chi­ca­go auf ih­rem De­büt-Zwölf­zöl­ler vom Sta­pel las­sen hat so ei­nen ganz spe­zi­el­len KBD-Vi­be, der ab und an mal fast so klingt als trä­fen frü­he Gun Club auf al­ten West­küs­ten-Punk aus un­ge­fähr der glei­chen Ära.

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Neutrals - Kebab Disco

Nach zwei wahn­sin­nig star­ken EPs hät­te es mich doch sehr ver­wun­dert, wenn das ers­te Al­bum der Band aus Oak­land - erst­mals beim Qua­li­täts­la­bel Emo­tio­nal Re­spon­se er­schie­nen - kein ver­damm­ter Ge­win­ner wird. Und jau, die Plat­te hält mit links das Ver­spre­chen der EPs. Ver­spul­ten Schram­mel­punk gibt es zu ge­nie­ßen, der am Mor­gen wohl viel Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties im Müs­li hat­te und nicht nur je­de Men­ge ver­schro­be­nen Charme son­dern auch aus­nams­los sau­mä­ßig gu­te Songs mit­bringt.

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Reality Instructors - Ritual Ignorant

Ag­gro Jang­le ist zwar ei­ne wirk­lich köst­li­che Gen­re­bezeich­nung und es wird in der Tat or­dent­lich ge­schram­melt hier, aber ei­gent­lich wür­de ich das, was die­se Band aus Mel­bourne auf ih­rem De­büt­al­bum fa­bri­ziert eher im me­lo­di­schen Grenz­be­reich des Post Punk, auf der Schnitt­stel­le zu straigh­tem Punk- und In­die Rock ein­ord­nen. Und da­mit in di­rek­ter Nach­bar­schaft zu Bands wie The Es­tran­ged, Ra­dar Eyes, Day­light Rob­be­ry oder Red Dons, auch wenn Rea­li­ty In­s­truc­tor an­ders als die ge­nann­ten Acts ger­ne mal das Tem­po und den Knarz­fak­tor et­was ent­spann­ter durch­hän­gen las­sen.

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Mala Vista - Mala Vista

Die De­büt-EP die­ser New Yor­ker Band lie­fert voll­kom­men un­am­bi­tio­nier­ten aber da­für um­so ef­fek­ti­ve­ren Spaẞ aus old­schoo­lig straigh­tem, schnör­kel­lo­sem Punk der zu glei­chen Tei­len Ga­ra­ge- und '77-ge­präg­ten Mach­art. Songs, Sound und En­er­gie sind hier ein­fach per­fekt stim­mig.

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Microdoser - First Dose

Drei Spa­cken aus San­ta Fe, New Me­xi­co zün­den auf ih­rer De­büt-EP ei­ne voll ge­la­de­ne Song­ka­no­ne aus Schram­mel­folk­power­pop­punk. Auf ly­ri­scher Ebe­ne hat das mehr Scha­den als auf ein Dach passt und mu­sik­mä­ßig könn­te man mit bes­tem Ge­wis­sen Ver­glei­che zu Bands wie TV Per­so­na­li­ties, Dead Milkmen, The Pooh Sticks oder spä­te­ren Me­kons be­mü­hen.

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Fleshies - Introducing the Fleshies

Schön zu er­fah­ren, dass es die Punks aus Oak­land noch gibt. Oder dass es sie wie­der gibt? Im­mer­hin sind selt dem letz­ten Lang­spie­ler nur schlap­pe zehn Jah­re ver­gan­gen. Auf der neu­en Plat­te prä­sen­tie­ren sie sich je­den­falls in Best­form mit ei­nem Sound von höchs­tem Brenn­wert, der ei­ne op­ti­ma­le Ba­lan­ce zwi­schen Knarz und Me­lo­dien hält und mit Song­wri­ting-Qua­li­tä­ten, die wie gu­ter Wein ge­reift sind. Deut­lich Er­wach­se­ner, ten­den­zi­ell et­was me­lan­cho­li­scher und durch­weg Me­lo­di­scher als in ih­ren Al­ter­na­ti­ve Ten­ta­cles-Jah­ren, mit ei­ner hun­dert­pro­zen­ti­gen Song-Tref­fer­quo­te. Da­mit ist auch Dirt Cult Re­cords ei­ne sau­gu­te Wahl als ih­re ak­tu­el­le La­bel­hei­mat.

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Amyl and the Sniffers - Amyl and the Sniffers

Nach­dem der Mi­cro-Hype um die Punk­ka­pel­le aus Mel­bourne reich­lich Zeit ge­habt hat um Fahrt auf­zu­neh­men, ist jetzt auch mal der ers­te Lang­spie­ler der Band auf­ge­taucht. Auch wenn die­se eher kon­ser­va­tiv riff­ende Art des '77er Flash­backs nicht un­be­dingt zu mei­nen be­vor­zug­ten Sub­gen­res ge­hört - ge­ra­de wenn die Riffs ab und an ge­fähr­lich nah am an­ge­staub­ten Hard­rock-Kli­schee vor­bei schram­men - muss ich ih­nen doch zu­ge­ste­hen, dass so et­was kaum bes­ser wer­den kann als Amyl and the Snif­fers es ze­le­brie­ren. Ih­re Songs ha­ben die nö­ti­ge Zug­kraft um das Spkta­kel glaub­haft zu ver­kau­fen und die un­be­irr­te Kon­se­quenz mit der sie die­ses Ding durch­zie­hen muss man ein­fach an­er­ken­nen. Kann ich durch­aus Spaß mit ha­ben. Soll­ten jetzt aber wei­te­re Bands auf die­sen Zug auf­sprin­gen, wä­re mein In­ter­es­se dar­an auch schnell wie­der auf­ge­braucht.

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Ufosekte - Ufosekte

Die Frank­fur­ter Band be­ein­druck­te schon vor zwei Jah­ren mit ei­nem 2-Song De­mo und auch ih­re ers­te EP via To­ma­ten­plat­ten ist ein Post­punk-Arsch­tritt mit viel Schma­ckes, der et­was von der ak­tu­el­len Ber­li­ner Schu­le á la Pret­ty Hurts hat, von US-Bands wie Red Dons, Cri­mi­nal Code und The Es­tran­ged. Ganz be­son­ders fin­de ich aber star­ke Par­al­le­len zum der­zei­ti­gen Punk­ge­sche­hen in Frank­reich, zu Bands wie Te­le­cult, Youth Avo­iders und Night Wat­chers.

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