Fluid To Gas – …On Air

Fluid To Gas aus Bonn haben ihren Postcore schon gespielt zu einer Zeit, da wusste meine dumme, kleine Teenagerseele noch gar nicht was Postcore ist. Oder Hardcore überhaupt. Punk? War ein Begriff, aber ich noch nicht auf den Geschmack gekommen.

Das letzte Album der Band war von 2006. Hätte ich eigentlich mitkriegen können. Dummerweise war ich da mit ganz anderen Problemen beschäftigt, hatte gerade meine Plattensammlung verkauft, erholte mich langsam von einem sowohl Psychischen als auch materiellen Zusammenbruch, übernachtete auf ‘ner Isomatte in einem Büro und fragte mich, wie zum Henker ich jetzt wieder ein festes Dach über’m Kopf organisiert bekomme. Keine Kapazitäten frei um eine wenig bekannte Band aus der ehemaligen Hauptstadt für mich zu entdecken.

Schlechtes Timing zum dritten: Zehn Jahre später veröffentlichen Fluid To Gas eine neue EP, zu einer Zeit, in der sich das Zielpublikum für klassischen Postcore praktisch in Luft aufgelöst hat. Oder auch gutes Timing: Ich bin noch da und höre jetzt zum ersten mal zu. Und mit dem, was ich da höre kann ich mich durchaus anfreunden. Postcore, der alten Männern Spaß macht und auch ein bisschen so klingt als wäre die Zeit irgendwann in den Neunzigern stehen geblieben. Zum Beispiel hat das so einiges von Shudder To Think, von Jawbox, Smart Went Crazy oder Q And Not U, plus vereinzelte Einsprengsel vom Emocore der ersten und zweiten Welle. Geht klar, das. Und in zehn Jahren gerne wieder!


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Subliminal Control – Times Like This

Melodischer, oldschooliger Hardcore/Ur-Emocore aus Broward County, Florida. Das wär im Washington der mittleren bis späten Achtziger auch nicht weiter aufgefallen. Man darf sich durchaus an Embrace oder Dag Nasty, vereinzelt auch mal sin Swiz erinnert fühlen.

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Kaiju Bombers – Is This F##king Edgy Enough

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Erfrischend, das Debütalbum von Kaiju Bombers aus Vancouver. Und zwar deshalb, weil es ein vom Aussterben bedrohtes Gewächs repräsentiert: Emocore von der ungeschliffenen Sorte mit folkigem Unterton und überwiegend ohne den ganzen Bullshit, der das Genre in späteren Jahren so zur Lachnummer gemacht hat. Die rohe Energie von Rites Of Spring trifft auf den melodischeren Mittneunziger-Style und etwas alte Saddle Creek-Schule.



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Spit-Take – Frog Rock

spit-take

Schön oldschooliges Indierock-Gedöns aus New Haven, Connecticut mit einem deutlichen Emocore-Einschlag.



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Chestnut Road – LP2

chestnut road

Melodischer Punkrock aus Tolouse mit Post- und Emocore-Einflüssen. Laut der Bandcamp-Seite fühlen sie sich under anderem von Hüsker Dü, Jawbox und Leatherface beeinflusst. Kommt alles auch irgendwie hin.


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Yeesh – Confirmation Bias

yeesh

Unverschämt starke Platte, der zweite Langspieler von Yeesh aus Chicago. Das pendelt irgendwo zwischen zwischen gleichzeitig angefressenem und euphorischem Indierock und melodischem Noiserock, angereichert um leichte Post- und Emocore-Einflüsse. Erinnert mich unter anderem an Pile und Ovlov oder deren Nachfolgeband Stove, die Hitdichte hier ist erstaunlich hoch.



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Soul Structure – True Love

Soul Structure

Hübscher Post-/Emocore aus Nottingham, der zwar das Rad nicht neu erfindet aber mit grundsolidem Songmaterial überzeugt und glücklicherweise die typischen Genrefettnäpfchen meidet.


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Trials Of Early Man – Attachments

trials of early man

Rundum gelungenes Debüt der londoner Band. Das weckt Erinnerungen an den emofizierten Postcore der späten Neunziger, hat aber auch etwas Noise- und Mathrock in der DNA.


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Camp Koala – Demo

Camp Koala

Indierock/Emocore mit einer ausgeprägten fuzzigen Qualität auf diesem hübschen Demo einer Band aus Budapest.


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Unfun – Waterboarding

unfun

Wer bei dem Bandnamen zuerst an ein Jawbreaker-Album denkt liegt schon mal gar nicht so falsch. Unfun aus Vancouver spielen oldschooligen, emofizierten Punkrock, der seinen poppigen Kern in einen umso dreckigeren, wuchtigen Sound aus Noise-Gitarrenwänden verpackt.


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