Assistert Sjølmord – Assistert Sjølmord

Hardcore Punk aus Oslo, Norwegen, der aus der Masse heraussticht mit einer rohen Garagenkante in ihren einerseits simplen und geradlinigen aber zweifellos auch eleganten und gut ausbalancierten Punk-Attacken, sowie einer ungebremsten Wucht des gerechten Zorns, den hier eine ordentlich koffeinierte Frontfrau rausbläst. Alles in allem hat das etwas von einer reduzierteren, schnell-und-lose spielenden Variante der Schweden Vidro, verschweißt mit einer großzügigen Dosis von Judy and the Jerks obendrein.

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Smooth Brain – Demoted

Wow, das kam jetzt mal unerwartet. Diese Band aus Cleveland, Ohio, die sich Mitglieder unter anderem mit Cruelster, Knowso und Perverts Again teilt, hatte ihre letzte EP bereits im August 2013 veröffentlicht, nur eine Handvoll Monate bevor dieses Blog hier seinen Lauf nahm. Hier ist also plötzlich ihre dritte 7" bisher und nimmt die Fäden ziemlich genau da wieder auf, wo sie vor über zehn Jahren liegen geblieben sind, serviert uns fünf neue Paradebeispiele von ultra-straighten, eingängigen Garage Punk-Explosionen die, von den zuvor genannten Bands, wohl am ehesten den schnörkellosen Punkattacken von Cruelster ähnelt.

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Shament – Shament

'Ne spielend artschtretende Debüt-EP kommt von dieser Band aus Oslo, die hier ein Spektrum abdeckt vom sägenden Hardcore Punk des Openers Ritalinbjørner hin zum fuzz-beladenen, halsbrecherischen Garage Punk von Laserkrieg, durch den eine ähnliche Energie fließt zu so Bands wie The Gobs, Kid Chrome und S.B.F.. Stygg Bebi tritt dann einen leicht Dungeon-mäßigen Eggpunk-meets-Deathrock-Vibe vom Stapel, der mich z.B. an Powerplant, Kerozine und die ebenfalls aus Norwegen kommenden Molbo erinnert. Letztere Tendenz findet dann ihren Höhepunkt im abschließenden Track Shament, einer griffigen Hymne aus purer Goth-angehauchter Post Punk-Zuckerwatte mit einem gewissen Black Metal-Anstrich im Finale. Fickt mich, ist das mal starkes Zeug!

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Criminal – Duke Of Oi!

Ohne Zweifel, das ist mal absolut ernstgemeinter Oi!-Scheiß hier, könnte aber gleichzeitig kaum weiter von den etablierten Konventionen des besagten Genres entfernt sein und bedeutet auch für die Band eine scharfe Abkehr von ihrem (meines Erachtens wenig bemerkenswerten) früheren Output. Vielmehr tut sich diese Platte für mich als eine willkommene Ergänzung im noch sehr jungen und diffusen Dungeon Punk-Kanon hervor, ein bisschen so wie eine simplifizierte Inkarnation von Poison Ruïn klingen könnte, die den Post Punk-Faktor links liegen lässt und stattdessen mit Schmackes die Oi!-Kanone betätigt. Dazu kommt dann noch ein Sänger, der so eine Art True Metal Frankie Stubbs-Klon aus einer alternativen Realitätsebene zu channeln scheint und fertig ist ein neues Bündel an beherzten Kampfhymnen über das zerschlagen erdrückender Ungerechtigkeiten aus gerechtem Zorn und mit primitiven, stumpfen Waffen.

Seagate – Tapes Volume II

Die zweite EP dieser Band aus Atlantic Beach, Florida bezaubert mit einem schmackhaften Gebräu aus kompakter und eingängiger Garage- und Fuzz Punk-Vorzugsware und einer ausgesprochen abwechslungsreichen Sammlung von Vibes, die unter anderem ähnliche Qualitäten beinhalten zu so Bands wie etwa Satanic Togas, New Berlin, Buck Biloxi, Set-Top Box, Spits, Die TV oder Penance Hall.

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Pablo X Broadcasting Services – Running Wild / Hunted

Nach der durchweg berauschenden Debüt-LP vom letzten Sommer liefert der französische Psychedelic-Zauberer Remy Pablo auf dieser neuen Single mehr von der gleichen überwältigenden Klangware, die ganz stur ihr eigenes Ding durchzieht aus pulsierenden Loops und abgehangenen Drones in den entrückten Sphären, an denen sich Psych- und Space Rock, Post-, Art-. Proto- und Garage Punk überschneiden mit mehr als nur leichen Anklängen etwa an MX-80, Chrome und Métal Urbain.

.cum – .cum

Eine glorreiche Debütsingle hat da eine nebulöse Band aus nirgendwo in die endlose Leere des Internets gefeuert, bestehend aus zwei unbestreitbar leckeren Synth Punk-Ohrwürmern die einerseits etwas klingen wie ein Throwback in die 2000er Indie Rock Ära (erinnert ihr euch noch, als Pitchfork mal Relevanz hatte?), andererseits aber auch an jüngere Garage Punk-Phänomene erinnert wie Cherry Cheeks, Ope oder Smirk, mit einer abschließenden Glasur aus der Digital Leather-Grabbelkiste. Was gibt's daran nicht zu mögen?

Jëg Hüsker – My Dawn Promo

Die zweite EP dieser Band aus Karlsruhe dient gleichzeitig auch als ein erster Vorgeschmack auf eine kommende LP. Wie schon auf dem starken Demotape vom letzten Jahr werden auch hier die dreckigen Garage- und Dungeon-Vibes, die Jëg Hüsker ganz offensichtlich von Thee Khai Aehm geerbt haben (aus deren Mitgliedern diese Band zur Hälfte besteht), mit jeder Menge primitiver Protopunk-Action verschmolzen, wie auch mit einer Spur von Space Rock-Exzess á la späte Destruction Unit, einem Hauch von Hardcore-Energie in Tear It Up und auch reichlich Melodie in My Dawn, während der Rausschmeißer Inte Mer Hem nicht weniger ist als hochdosierte Dungeon Punk-Perfektion.

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D.A.R.Y.L. – Rock n Roll High School

Das Debütalbum von diesem Typ aus Austin, Texas hat für uns zehn exquisite Knallkörper des simplizistischen Garage Punk-Spektakels auf Lager - ja, genau, der gleiche alte Scheiß aber das in so richtig gut, etwa als würden hier die Tugenden von Buck Biloxi, Giorgio Murderer, Bart and the Brats, The Achtungs, The Dirts und frühen Sick Thoughts miteinander verschmolzen und bewunderer jener Bands sollten eigentlich schon allesamt vor dem Kerl niederknien und darum betteln, dass er ihr Geld nehmen möge.

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Mr. Pescado – Dusty Perils

Das zweite Tape dieser Band aus New York, an unser Ufer gespült vom lokalen Spezialisten Fuzzy Warbles Cassettes, ist eine irrsinnig ansprechende Mischung, die irgendwo zwischen den Eckpunkten von relaxtem Garage Punk und gleichermaßen abgehangenem Indie Rock-Geschrammel pendelt. Ein bisschen hat das was von einer stärker nach Indierock tendierenden Inkarnation von Vaguess, kombiniert mit etwas frühen Woolen Men, Bed Wettin' Bad Boys, aktuellen Datenight oder vielleicht auch einer weniger gedrängten Version der jüngsten Monda LP.

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