Verspannungskassette #65 (C-90)

R.M.F.C. Human State
Alien Nosejob Split Personality
Violent Change Fabio's Playhaus
Dadgad Hire Me
Max Mucus Time is Scary
White Knuckle Split Tongue Slip
Nylon PC Violence
Adhesive Hyperlink
Plumbob Plumbing Song For Gel to Sing
Pack Rat Parasite City
Rifle Marked Man
Lovebite Bumming
Top Dollar No Exit
Necron 9 8 Ball

Yobs Fortune Teller
The Bad Plug I Know My Chickens
The X’d Go Away
Rudix Ni Pensar
Waldo Faldo Año 2033
Combat Tribes Undertaker
Ghost Beef Moleman Invasion
Why Bother? What's Wrong With Me?
Les Aranyes Llefiscositat
Power Pants New World
The Wind Ups Nothing But Time
Death Party Dead To Me
Citric Dummies Drugs in the Snow
Erik Nervous Alligator Facing East

Blues Lawyer Have Nots
Glas Nost Narcissist
Anytime Cowboy Counting Feathers
Private Life Keep It Movin'
Genre Rewired
Luggage Nowhere
Arse Kaputt.
Daydream Patron Saint

Pedigree Runaway
Pyrex Struck Down
TV Cult Empty Quarter
Gyrate Collision
Drunk Meat Pic à glace
Home Front Nation
The Serfs The Dice Man Will Become
The Vacant Lots Scars

Ismatic Guru – Mind Fever

III erscheint am 16. November auf Swimming Faith Records.

Buice – ADHD

One Day You​’​ll See The Sun erscheint am 1. Dezember auf Familiar Face Records.

TV Cult – Empty Quarter

Colony erscheint am 24. November auf Flight 13 Records.

USA Nails – Feel Worse

Feel Worse erscheint am 22. März auf One Little Independent Records.

Secretors – Comparing Missile Size

Comparing Missile Size Vol. 1 erscheint am 17. November auf Roach Leg Records.

Wet Dip – Rollercoaster

Smell Of Money erscheint am 10. November auf Feel It Records.

Arse – Kaputt

Glas Nost – Narcissist

The Wind Ups – Happy Like This

Die zweite LP dieser Band aus Chico, Kalifornien um Jake Sprecher - auch als Teil etwa von Smokeskreens, Beehive und Terry Malts bekannt - nimmt die Fäden genau da wieder auf, wo ihr späktakuläres 2021er Debütalbum Try Not To Thinkaufgehört hat. Will sagen: Mehr von dieser unwiderstehlichen Mischung aus Noise- und Power Pop, Garage- und Fuzz Punk und erneut ein einziges neonfarbenes Bubblegum Pop-Feuerwerk, dessen unfehlbare Songwriting-Qualitäten hier nicht ein einziges mal ins Straucheln kommen.

Album-Stream →

Anytime Cowboy – Demons Obey

Über die vergangenen Jahre hat sich das in Portland ansässige Label Spared Flesh Records zu einer wahren Festung des unkonventionellen Post-, Garage- und Art Punks gemausert und diese neue LP von Reuben Sawyer aka Anytime Cowboy ist auch wieder so ein erstaunlicher Rohdiamant. Sein bluesiger, minimalistischer Cowpunk-Sound kommt hier in etwa rüber wie eine kleinlaute Inkarnation von The Gun Club, die Angst davor hat die Nachbarn zu wecken… aber auch schon mal wie eine super-gedämpfte Version von Parquet Courts oder Tyvek und in manchen Momenten erscheint mir auch die diesjährige LP von Peace de Résistance als Vergleich nicht allzu weit hergeholt. Eine Klangästhetik, die einen langsam in den Schaf lullen könnte, wäre da nicht diese konstante Ahnung von den schrecklichen Abgründen, die hier hinter jeder Ecke zu lauern scheinen, was nur weiter potenziert wird von Sawyer's tiefer, ruhiger Stimme mit einer gleichermaßen beruhigenden wie unheimlichen Qualität.

Album-Stream →

Alien Nosejob – The Derivative Sounds of​.​.​. Or​.​.​. A Dog Always Returns to its Vomit

Soll der Titel eine 13th Floor Elevators-Referenz darstellen? Wenn ja, dann liegt das zumindest nicht komplett fern (aber auch jede Menge Kinks steckt da drin, würde ich sagen), denn näher ist das eklektizistische Projekt von Jake Robertson (Ausmuteants, Smarts, Drug Sweat, etc…) dem klassischen 60er Garage Rock noch nie gekomen als auf dieser LP - eine Angelegenheit, die sich in den Händen weniger fähiger Musiker ausgesprochen häufig als eine Rezeptur für reine Langeweile herausstellt aber… verdammt, dieser Typ weiß einfach wie man einen hartnäckigen Ohrwurm konstruiert und präsentiert. Ebenfalls dabei ist dann noch tonnenweise altertümlicher Power Pop von der traurigsten Art und das Ergebnis wird sicher etwas schwerverdaulich sein für einige Fans, macht aber durchaus Sinn für jene, die mit der vollen Breite vergangener Alien Nosejob-Releases vertraut sind, hatte der gute Mann doch schon mit ähnlichen Sounds hantiert auf Alben wie Various Fads and Technological Achievements (2018) und Suddenly Everything Is Twice As Loud (2020), wenngleich er sich noch nie zuvor derart kompromisslos und kopfüber in eine alles Licht verschluckende Wolke aus tiefer Melancholie gestürzt hat.

Album-Stream →

Pedigree – Run Away

Pedigree aus Tournai, Belgien lassen nach ihrer exzellenten 2020er Mini-LP einen weiteren Batzen ausgesprochen kräftiger Songs vom Stapel, die den Trend der letzten Platte fortsetzen, weg vom ursprünglich sehr garagigen Sound hin zu einer stärker im Post Punk verankerten Ästhetik, wobei hier neuerdings aber auch Spuren von '90er Postcore mit dabei sind in Songs wie Trapped, S.A.D. and Bread, die mir unter anderem Klassiker von Jawbox, Drive Like Jehu, Polvo oder Hot Snakes ins Gedächtnis rufen. Disgraced hat hingegen ein Gespür für Melodie unter der Haube, das auch im Reportoire etwa von Vaguess, Bad Sports oder Motorbike nicht weiter auffallen würde. Mein früherer Vergleich zu französischen Bands wie Telecult oder Nightwatchers trifft auch weiterhin halbwegs zu, sowie auch ein Bündel internationaler Acts wie Sauna Youth, Teenanger, Video, oder Clamm.

Album-Stream →

Adhesive – October 2023

Nach einer bereits verdammt netten ersten EP im Frühling dieses Jahres kommt dieses (vermutlich) Duo aus Hollywood, Florida jetzt schon mit einer noch viel schrägeren, exzentrischen und eklektizistischen Kassette als Nachfolger daher, dessen Töne erneut an den Tellerrändern von Post-, Garage-, Egg- und Art Punk rumschweben. Gleich zu Beginn fällt mir eine gewisse Ähnlichkeit zu den kruden Proto-meets-Post Punk-Skizzen der ersten Peace de Résistance EP ins Auge, kombiniert mit den Acid-/Space Rock-Tendenzen des jüngsten Scooter Jay Tapes. Digging My Grave überrascht und entzückt dann mit einem angenehm schief liegenden Cowpunk-Feeling während der allgemeine Vibe und ausgesprochene "anything goes"-Ansatz mich besonders an Acts wie Print Head, Electric Prawns 2 erinnern. Auch die brandneue Anytime Cowboy-Platte stellt sicher keinen üblen Vergleich dar. Andere Momente rufen darüber hinaus Assoziationen etwa zu Snooper, Metdog, Checkpoint, Silicone Prairie hervor… sogar eine Spur von frühen Woolen Men hat das ganze!

Album-Stream →