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Neuer Scheiß von den Lo-Fi Punks aus Olympia, Washington. Ihr wisst was auf euch zukommt: Mehr von dem vertrauten, auf die Spitze getriebenen Irrsinn der Garage-, Electro- und Fuzz Punk-Demenz für moderat desensibilisierte Menschen, der es darauf anlegt diene Lautsprecher zu zersägen, deine Seele zu verderben, dein Bier zu verschütten und zum Abschied auf den Teppich zu kotzen. Ganz schlechter Einfluss die Kinder, haltet euch besser fern.
Jake Robertson's Alien Nosejob ist ja immer für die eine oder andere Überraschung gut und auch die wie üblich via Anti Fade Records erschienene neue 7" macht da keine Ausnahme! The Executioner erstaunt dabei mit einem von ihm bisher noch nicht so gehörten, stark Richtung Post Punk tendierenden Sound in dem kühle elektrische Beats mit einem nicht weniger rigiden Konstrukt aus repetitiven Riffs zu einem fast schon etwas industrial-mäßigen Vibe verschweißt werden. West Side Story klingt dann nach einer deutlich vertrautereren Alien Nosejob-Formel - ein einfach gestrickter und doch sehr eleganter Garage Punk-Klopper basierend auf einem einzigen, exquisiten Riff, das so bis in alle Ewigkeit weiterspielen könnte aber praktischer Weise ausgeblendet wird, bevor es bleibende (Hör-)Schäden anrichten kann.
Nach der deutlich roheren, hardcore-lastigen International Hertthrob EP im letzten Jahr bewegt die irgendwo in Indiana ansässige Band ihren Sound in eine melodischere, leicht egg-infizierte Richtung, bleibt dabei aber wunderbar abgefuckt und unvorhersehbar. In diversen Momenten erinnert mich das an ein so vielfältiges Bündel von Bands wie, sagen wir mal, Trauma Harness, Print Head, Exwhite, The Gobs, Snooper, Rolex, Witch Piss oder Slimex.
Oh schau an, da ist doch mal wieder jene mysteriöse Figur am Werk, die auch unter so Namen wie Zhoop, Djinn, Nightman, Feed, Brundle bekannt ist und noch weiteren Decknamen, an die ich mich gerde nicht erinnere. Wie üblich macht der Typ genau eine Sache und macht sie ausgesprochen gut - fünf gewohnt exzellente, schnörkellose Detonationen an der Schnitstelle von Garage-, Hardcore- und Fuzz Punk.
Die zweite LP der Garage Punk-Supergroup aus Melbourne zeigt eine erneute Verfeinerung ihrer unverwechselbaren Formel, die genau den richtigen Ballast aus Jahrzehnten uralter wie auch jüngerer, speziell australischer Punk-Geschichte mitschleppt, präsentiert mit aufrichtiger Dringlichkeit und einem persistenten Hang zur Melancholie, der dieser Band ganz zu eigen ist, einer Gabe für Songwriting das sich gleichermaßen elegant und einfach zum maximalen Effekt entfaltet und die Band praktisch von Anfang an aus der Masse herausstechen ließ, wärend die unnachgiebige Wucht ihrer Performance tiefe Krater hinterlässt. Ein einziges Spektakel, die Platte!