Criminal Code – No Device

Criminal Code - No Device
Wäh­rend Freunde des trei­ben­den und düs­te­ren Post­punk noch sehn­lich auf den ers­ten Lang­spie­ler von Lower war­ten, kommt ganz uner­war­tet so ’ne Band aus Tacoma, Washing­ton daher, die diese Lücke nicht nur aus­zu­fül­len ver­mag, son­dern mühe­los in der Welt­liga mit­spielt. Erin­nert durch­aus an erwähnte Lower und ihre Kopen­ha­ge­ner Kol­le­gen Iceage oder an White Lung. Wenn man etwas wei­ter in der Musik­ge­schichte zurück­spult fal­len einem dann auch die eigen­wil­li­gen Gitar­ren­li­nien der Wipers ein und das melo­di­sche Geschred­der von Hüs­ker Dü steckt da auch mit drin. Aber ehr­lich, ein so ganz pas­sen­der Ver­gleich fällt mir dann doch nicht ein. Cri­mi­nal Code sind ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel, wie man aus durch­aus bekann­ten und erprob­ten Genre-Ver­satz­stü­cken sein ganz eige­nes, unver­wech­sel­ba­res Süpp­chen kochen kann. Die Ent­wick­lun­gen des letz­ten Jah­res las­sen auf ein gutes Jahr 2014 für trei­ben­den, inno­va­ti­ven und kom­pro­miss­lo­sen Hard­core und Punk hof­fen. No Device ist nicht nur ein guter Vor­ge­schmack dar­auf, son­dern ein abso­lu­tes High­light des noch jun­gen Jah­res.

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Drahla – Third Arti­cle Auch auf dem Kurz­spie­ler Num­mer drei der For­ma­tion aus Leeds kommt ihre Mischung aus Post Punk, Noise und Indie­rock aus­ge­spro­chen sou­ve­rän und tritt­si­cher rüber. Mehr als auf den Vor­gän­gern kom­men hier sehr deut­li­che Anklänge an 80er Sonic Youth zum Vor­schein. Third Arti­cle EP by Drahla Thir...
Ursula – Demo Melo­di­scher aber auch schön dre­cki­ger (Post)Punk aus Mont­real. Erin­nert mich durch­aus an Bands wie etwa Nega­tive Scan­ner oder Vexx. demo by URSULA demo by URSULA demo by URSULA
B-Boys – No Worry No Mind Erst­klas­si­ger Post­punk aus New York, des­sen Wire-Ein­fluss man eine Meile gegen den Wind rie­chen kann. Wie am Titel die­ses Blogs unschwer zu erken­nen ist liebe ich Wire, geht also mal so was von klar. No Worry No Mind EP by B Boys No Worry No Mind EP by B Boys No Worry No Mind EP by B Boys

Childbirth – It’s a Girl!

Childbirth - It's a Girl!
Die drei Musi­ke­rin­nen die­ser Super­group (was für’n Scheiß­wort!) aus Seat­tle haben sich bis­her in Bands wie Taco­cat, Chas­tity Belt und Pony Time die Fin­ger blu­tig gespielt. Wer bei jenen Bands schon mal rein­ge­hört hat, dürfte schon eine vage Vor­stel­lung davon haben, was ihn auf dem Debüt-Tape (*grm­pfh*) der Band erwar­tet. Trei­ben­der Gara­gen­punk mit einer gewal­ti­gen Por­tion Humor, so eini­gen selt­sa­men Ver­schro­ben­hei­ten und aus­ge­präg­ten femi­nis­ti­schen Unter­tö­nen in den Lyrics, frei von jeg­li­cher Holz­ham­mer-Rhe­to­rik.

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LUAU – Wake Up Drea­ming Schöne Debüt-EP einer Band aus dem bri­ti­schen Basing­s­toke. Die weiß mit unver­schämt rocken­dem Gara­ge­punk und einem klei­nen Sprit­zer Post­core zu gefal­len, der in den bes­ten Momen­ten den Geist von Obits und Hot Snakes her­auf­be­schwört. Wake Up Drea­ming by LUAU Wake Up Drea­ming by LUAU Wake U...
Kalei­do­scope – Vol. 2 No. 1 7″ Eine explo­sive wie auch uner­war­tete Mischung lie­fert diese new yor­ker Band auf einer exzel­len­ten 7" ab. Um drei Ecken gedach­ter Hard­cor­punk, in psy­che­de­li­schen Nebel ver­hüllt und um Ele­mente aus Gara­ge­punk und Noise ange­rei­chert. Vol. 2 No. 1 7" by Kalei­do­scope
Tro­pi­cal Trash – UFO Rot Noi­se­trio aus Louis­ville. Spie­len eine Rake­ten­ge­trie­bene Fusion aus Noi­se­rock und dre­cki­gem Gara­gen­punk. Die erste Hälfte geht mit Voll­gas gera­de­aus, den Rest neh­men zwei lange, eher expe­ri­men­telle und leicht Post­pun­kige Noise-Orgien für sich in Anspruch. Wun­der­ba­rer Lärm, wie gemacht für die­ses...

Happy Noose – Haunted

Happy Noose - Haunted
Die letz­tes Jahr erschie­nene EP Ama­gosa ließ mich schon ein wenig inter­es­siert auf­hor­chen, stand aber noch auf etwas wacke­li­gen Füßen was das Song­wri­ting anging. Der neue Kurz­spie­ler der Band aus Olym­pia, Washing­ton ist in der Hin­sicht ein gewal­ti­ger Sprung nach vorne und das ganze klingt etwa wie eine Ver­schmel­zung von Joy Divi­si­ons düs­te­ren Post­punk­wel­ten mit der Melo­diö­si­tät und trei­ben­den Ener­gie von Hüs­ker Dü oder Dino­saur Jr, viel­leicht auch etwas spät­ach­zi­ger-Sonic Youth. Viel­ver­spre­chend.

*edit*
Ich lese gerade, dass diese Songs der glei­chen Ses­sion ent­stam­men wie die Ama­gosa EP, mein Gefa­sel wegen Wei­ter­ent­wick­lung und so stellt sich damit als Quatsch raus. Komisch, denn ich finde nach wie vor dass
Haun­ted eine viel stär­kere, rei­fere Platte als ihr Vor­gän­ger ist.

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War In Youth – War In Youth Das sehr inter­es­sante bri­ti­sche Label Vanity Pill Tapes hat hier mal wie­der ein tol­les Tape raus­ge­hauen, von einer Band aus dem Schwe­di­schen Malmö. Räu­di­ger Post­punk, der im bes­ten Sinne an die frü­hen Sachen der kopen­ha­ge­ner Sze­ne­über­flie­ger Iceage und Lower erin­nert. "War In Youth"...
For­net – For­net Ein sehr schö­nes Debüt-Tape hat die Band aus dem bel­gi­schen Städt­chen Breee da raus­ge­hauen. Wand­lungs­fä­hi­ger Krach, der sich ganz schön selbst­be­wusst irgendwo zwi­schen den Eck­punk­ten von kräf­tig zubei­ßen­dem Post Punk und Noise Rock, kan­ti­gem Indie­rock und einem gele­gent­li­chem Hauch von Psy­che­del...
Kom­mis­sars – Kom­mis­sars Das erste Tape der Kom­mis­sars aus Sud­bury, Kanada macht mit durch­weg kom­pe­ten­tem Post Punk schon mal ordent­lich gespannt auf die zukünf­tige Ent­wick­lung der Band. Über den Gitar­ren schwebt hier öfter mal ein sub­ti­ler Sonic Youth-Vibe, ansons­ten erin­nern mich die fünf abwechs­lungs­rei­chen Songs ste...

Wimps – Party At The Wrong Time

Wimps - Party At The Wrong Time
Wimps aus Seat­tle mel­den sich auch mal wie­der zurück mit einer zwar wenig über­ra­schen­den aber nach wie vor Spa­ßi­gen EP. Wei­ter­ent­wick­lung: Fehl­an­zeige. Muss aber auch nicht sein, statt­des­sen freue man sich ein­fach über die­sen klei­nen Nach­schlag an wun­der­bar zurück­ge­blie­be­nem Gara­gen­punk ihrer ganz und gar eigen­wil­li­gen Mach­art.

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Mys­tic Inane – Eggs Onna Plate Mys­tic Inane aus New Orleans konn­ten mich schon mit ihrer letz­ten EP Deep Creep über­zeu­gen. Auf ihrem neu­es­ten Kurz­spie­ler ist das meiste beim alten geblie­ben und sie plün­dern wie gehabt ganz scham­los in alten Punk- Noise- und Gara­gen-Tra­di­tio­nen. Von so Zeug kann's ein­fach nicht genug geben. ...
Neo Neos – Neo Neo Neo Neo Neo Neo Neos Diese Krach­ka­pelle aus Min­nea­po­lis rotzt bis zum zer­rei­ßen über­spann­ten, unheil­bar abge­fuck­ten Gara­ge­punk der pri­mi­tivs­ten Sorte raus. NEO NEO NEO NEO NEO NEO NEOS by Neo Neos
Per­son­nel – Gimme Holi­day Krat­zi­ger aber zugäng­li­cher Gara­gen­punk aus Rea­ding. Man stelle sich z.B. Par­quet Courts, Useless Eaters oder Yup­pies mit deut­li­che­rem Post­punk-Ein­schlag und gemä­ßig­tem Tempo vor, das käme schon so etwa hin. gimme holi­day by PERSONNEL gimme holi­day by PERSONNEL

Bodyfather – Bodyfather

Bodyfather - Bodyfather
Noch so ein Noi­se­rock-/Post­core-Gedöns, dies­mal von einer Band aus Atlanta, Geor­gia. Hört sich an wie eine Ver­schmel­zung von Fugazi und Shel­lac, mit Ver­wei­sen auf noch andere 90er-Bands, etwa Fudge Tun­nel oder alte Amphet­amine Rep­tile Plat­ten. Bin durch­aus ange­tan davon, was sich in die­sem Gen­re­pool gerade so tut, der von eini­gen Jah­ren noch ziem­lich abge­früh­stückt aus­sah.

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Stella – Plan­ned Obso­le­scence Stella aus Colum­bus, Ohio fie­len schon mit ihrem 2014er Album Big Table No People äußerst posi­tiv auf. Die neue Platte der Noi­sero­cker fällt dann noch­mal eine Spur chao­ti­scher und hyper­ak­ti­ver aus, gleich­zei­tig aber auch ein gan­zes Stück aus­ge­feil­ter. Eri­nenrt mich stel­len­weise an The Pop Group-...
Par­do­ner – Uncon­troll­able Sal­va­tion Meine Fresse, was ist denn diese Woche los? Mit dem Debüt­al­bum von Par­do­ner aus San Fran­cisco ist auch schon wie­der die nächste Ham­mer­platte am Start. Den eigen­wil­li­gen Lärm, der einem dar­auf ent­ge­genn springt, könnte man als eine Ver­schmel­zung vom Indie Rock und Post­core der alten 90er Schule, ...
Worm Crown – Narcan Worm Crown aus Mel­bourne haben sich letz­tes Jahr auf­ge­löst. Zum Abschied gibt es jetzt noch die letz­ten Record­ings der Band auf einer neuen EP. Die gibt sich etwas zugäng­li­cher als das doch sehr anstren­gende letzte Album Trauma. Schon etwas trau­rig, dass die Band in ihrer kur­zen Lebens­spanne nic...

Kaviar Special – Kaviar Special

Kaviar Special - Kaviar Special
Kaviar Spe­cial aus Ren­nes, Frank­reich, spie­len spa­ßi­gen Gara­gen­punk der pri­mi­ti­ven, kon­ser­va­ti­ven Sorte. Sie schaf­fen es hier drei­zehn mal mit Erfolg, einem diese uralten Riffs mit einer der­ar­ti­gen Über­zeu­gung um die Ohren zu hauen, dass man sofort ver­gisst, wie oft man jedes davon schon gehört hat. Dazu kommt ein gutes Händ­chen für ein­gän­gige Retro-Pop­me­lo­dien, die immer wie­der mal ein­ge­streut wer­den. Per­fekt um mal für ’ne halbe Stunde alles beschis­sene zu ver­ges­sen.

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Fin­der­s­kee­pers – Pack Your Bags Sehr schöne EP eines Punktrios aus Ottawa, das es sich irgendwo zwi­schen Gara­gen- und 77er Punk gemüt­lich macht. Das erin­nert abwech­selnd auch mal an Dead Moon, Wipers oder sogar Hüs­ker Dü. Pack Your Bags by fin­der­s­kee­pers Pack Your Bags by fin­der­s­kee­pers Thank you, Fas­ter and Lou­der!
Chena – Spend The Night With… Nach zwei viel­ver­spre­chen­den EPs ist jetzt das Debüt­al­bum der blue­si­gen, Sou­thern-beein­fluss­ten Gara­ge­ro­cker Cheena aus New York auf Sac­red Bones erschie­nen. Wie zu erwar­ten war, eine spa­ßige Ange­le­gen­heit. Etwa so wie eine Mischung aus Feed­time, Gun Club und Mudho­ney. Rockt ganz vor­züg­lich. ...
Datenight & Spodee Boy – Split 7″ Das in Port­land ansäs­sige Label Drop Medium hat eine sehr nette Split-7" raus­ge­hauen mit zwei Gara­ge­punk-Band­s/­Pro­jek­ten aus Nash­ville. Datenight spie­len davon eine etwas tra­di­tio­nel­lere Vari­ente mit die­sem gewis­sen 77er-Touch. Das Solo­pro­jekt Spodee Boy hin­ge­gen kommt hier noch mal eine Spur un...

Ruined Families – Blank Language

Ruined Families - Blank Language
Rui­ned Fami­lies sind eine nicht mehr ganz uner­fah­rene Hard­core­band aus Athen und wer sich mal ein Bild von der aktu­el­len Stim­mung dort machen möchte, dem sei diese Platte als Illus­tra­tion ans Herz gelegt. Sti­lis­tisch würd‘ ich das ganze mal als moder­nen, düs­te­ren Post­core mit Crust-Ein­schlag beschrei­ben. Dabei geben sie sich in der Wahl ihrer Ein­flüsse und in ihren Song­struk­tu­ren durch­aus ori­gi­nell, immer wie­der blit­zen alte Emo­an­lei­hen, Black Metal und Chaos­core-Ein­flüsse auf und man kann nie ahnen was für unheim­li­che Dinge jetzt schon wie­der hin­ter der nächs­ten Kurve lau­ern. Die größte Leis­tung die­ses Albums, die Eigen­schaft, die ledig­lich eigen­stän­dige und ambi­tio­nierte Hard­core­plat­ten von wirk­lich her­aus­ra­gen­den Genre-Wer­ken unter­schei­det, ist aber ihre mit­rei­ßende Emo­tio­na­li­tät, die hier glaub­haft und nicht kon­stru­iert erscheint, son­dern den Hörer wirk­lich zu berüh­ren weiß.

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Chain Gang Grave – Bury Them And Keep Quiet Diese New Yor­ker Band schleu­dert einen metall­ver­stärk­ten Bas­tard aus Hard­core­punk, Noi­se­rock und Post­core. Könnte man als eine tod­ernste, Metal-infi­zierte Vari­ante von Dawn Of Humans beschrei­ben. Bury Them and Keep Quiet by Chain Gang Grave Bury Them and Keep Quiet by Chain Gang Grave Bur...
Humi­lia­tion – Laug­hing Wall 7″ Eine derbe aber kei­nes­wegs stumpfe Lär­m­at­ta­cke lie­fern Humi­lia­tion aus Phoe­nix auf ihrem zwei­ten Kurz­spie­ler ab. Das bewegt sich irgendwo im Umfeld von Hard-/Post­core und Noise, erin­nert mich dabei ein wenig an den dre­cki­gen, druck­vol­len Post­core von Bad Bree­ding oder an aktu­elle Bol­ler­bands á l...
Cigüeña – Nep­tuno Melo­di­scher und doch räu­di­ger Indie­krach von einem Duo aus Valen­cia, Spa­nien. Man stelle sich vor, die melo­di­sche­ren Ten­den­zen von Mis­sion of Burma und Sonic Youth wären ver­se­hent­lich in den 90er Post- und Emo­core-Bot­tich gefal­len. Die Platte gibt's für lau bei Band­camp. Nep­tuno by cigüeña N...

Smug Brothers – Strictly Triggers

Smug Brothers - Strictly Triggers
Das der­zeit vor sich gehende 90er Revi­val hab ich ja schon ein paar mal ange­spro­chen. Hier ist eine Band, die schon ’ne Weile die­ses Metier bear­bei­tet, aber bis­her geöß­ten­teils über­se­hen wurde. Ihr Sound ist ein­deu­tig von den LoFi-Meis­ter­wer­ken geprägt, die Gui­ded By Voices in den frü­hen Neun­zi­gern in Serie raus­ge­hauen haben. Und warum auch nicht, in der aktu­el­len Indie-Land­schaft ist noch eine menge Platz für gekonn­ten Power­Pop die­ser Mach­art und die Tref­fer­quote ist hier höher als auf vie­len Plat­ten ihrer Vor­bil­der.

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Fist City – Ever­y­thing Is A Mess Melo­di­scher Post­punk mit melan­cho­lisch ver­träum­ten C86-Power­pop/­Proto Shoegaze-Ele­men­ten und ein biss­chen Surf-Vibe aus dem Städt­chen Leth­bridge in der kana­di­schen Pro­vinz Alberta. Die letzte Platte von denen fand ich noch ziem­lich unaus­ge­reift, hier sind sie aber mit stär­ke­rem Song­ma­te­rial und ...
Senile Cro­co­dile – Senile Cro­co­dile Per email flat­terte mir neu­lich die­ses schrul­lige Indie­rock-Kleinod ent­ge­gen. Wer die Dreis­tig­keit besitzt irgend­wel­che Blog­ger anzu­schrei­ben (machen alle, ich weiß...), sollte bes­ser rich­tig gut sein. Und Über­ra­schung, Senile Cro­co­dile aus dem bri­ti­schen Kings­ton Upon Hull hal­ten der stren­gen 12X...
Tape/​​Off – Chip­per Dass lang­jäh­rige Musik­blog­ger ihre eige­nen Labels star­ten ist ja kein neues Phä­no­men und gehört inzwi­schen wohl eher schon zum guten Ton. Aber wenige schei­nen das so ernst zu mei­nen wie Onkel Masala (nicht sein ech­ter Name) von der aus­tra­li­schen Blog­in­sti­tu­tion (naja, in einer gerech­te­ren Welt...) S...

Karcher – Aero Lima

Karcher - Aero Lima

Kar­cher aus Saar­brü­cken waren mal. Die Band war mir bis­her nie ein Begriff, trotz­dem oder gerade des­halb etwas trau­rig zur Kennt­nis zu neh­men, dass das hier ihr Abschied­sal­bum ist. Gebo­ten wird mit­rei­ßen­der Noi­se­rock, der genau so von US-Klas­si­kern wie Quick­sand, Shel­lac, The Jesus Liz­ard inspi­riert scheint wie auch von deut­schen Noi­se­bands der 90er und Nul­ler-Jahre, etwa von Ulme, Harm­ful oder Les Hom­mes Qui Wear Espan­dril­los. Irgend­was muss mal pas­sie­ren unter deutsch­spra­chi­gen Musik­blog­gern, damit ich so tolle Bands nicht immer erst mit­be­komme, wenn sich sich schon auf­ge­löst haben. Oder erst wenn irgend­wel­che Eng­lisch­spra­chi­gen Blogs drü­ber schrei­ben (zur Ehren­ret­tung der deutsch­spra­chi­gen Blogs muss ich aber hin­zu­fü­gen, dies­mal­mal durch ein sol­ches auf Kar­cher gesto­ßen wor­den zu sein). Die hie­sige Musik­presse kann man bezüg­lich Krach ja eh in die Tonne hauen.

*edit*
Wie rock­s­por­tro­cke­rUwe rich­ti­ger­weise anmerkt, gibt’s das Album sowie sei­nen Vor­gän­ger bei Band­camp für umsonst. Oder zum Preis eurer Wahl, wenn ihr doch etwas Kohle rüber­wach­sen las­sen wollt.

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Tou­pee – Leg Tou­cher Noi­se­rock aus Chi­cago mit post­pun­ki­gen Ten­den­zen. Eine erstaun­lich melo­di­sche Basis aus aus­ge­feil­ten Spng­struk­tu­ren ver­birgt sich unter einer sat­ten Schicht aus Dreck. Ich fühle mich ein wenig an Pile erin­nert. Tou­pee - Leg Tou­cher by Moni­ker Records Tou­pee - Leg Tou­cher by Moni­ker Records ...
Fal­ling Stacks – No Wives Wie­der mal eine Platte, die hier­zu­lande schwer digi­tal zu bekom­men ist; wer das Zeug haben will muss also auf's Vinyl oder einen US-iTu­nes-Account (mal selbst nach Anlei­tun­gen googeln) zurück­grei­fen. Jeden­falls kom­men Fal­ling Stacks aus Bris­tol und spie­len aus­ge­zeich­ne­ten Noiserock/​Postcore á la...
XETAS – The Rede­emer Wo 12XU drauf­steht ist meis­tens Qua­li­täts­krach drin. Logi­scher­weise haben 12XU Records und die Xetas aus Aus­tin schon wie­der eine Qua­li­täts­krach­platte raus­ge­hauen. Die ist eine leichte Abkehr vom ein­fa­chen aber gekonn­ten Gara­gen­punk der ers­ten 7". Hier haben sie sich ein etwas der­be­res Äuße­res i...

Clearance – Greensleeve 7″

Clearance - Greensleeve 7"
Clearance , eine noch ganz tau­fri­sche Band aus Chi­cago, haben sich schein­bar nur mit der Mis­sion gegrün­det, den Sound und Spi­rit alter Pave­ment-Plat­ten noch mal auf­le­ben zu las­sen. Und wer kann’s ihnen auch ver­übeln, denn in den letz­ten 15 Jah­ren gab’s wenig der­glei­chen. Und das hier klingt ein­fach nach einer sehr guten Pave­ment-Platte.

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Wares – Mis­sed The Point /​​ Beach Date 7″ Äußerst viel­ver­spre­chen­der Kurz­spie­ler der Band aus Alberta, Kanada. Die A-Seite ist ein abso­lut erst­klas­si­ger, eupho­ri­scher Noise-/Power­pop-Ohr­wurm, wäh­rend einen die B-Seite mit sanf­ten Klän­gen in den Schlaf wiegt. Mis­sed the Point b/​w Beach Date by Wares
Surf Fri­ends – Dreams Are Real Neue EP der Neu­see­län­der, wie­der auf dem legen­dä­ren Label Fly­ing Nun Records erschie­nen. Ver­träum­ter, melo­di­scher Indie­rock und Jan­gle­Pop mit Psy­che­de­lic- und Shoegaze-Ein­flüs­sen.
Vague – In The Mean­time Hui, diese Platte hat mich jetzt mal eis­kalt erwischt. Schläf­ri­ges Dream­pop-Geschwur­bel ist sonst eher nicht so meins, nicht zuletzt weil bei der aktu­el­len Gene­ra­tion sol­cher Bands die nebe­lige Ver­träum­theit meis­tens mit extre­mer Seich­tig­keit und tris­ter Lan­ge­weile ein­her geht. Ganz anders das ...
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