WLMRT - WLMRT Forever

Die letz­te EP der Band aus To­ron­to ver­sprach ja schon ei­ni­ges, ihr kürz­lich er­schie­ne­ner ers­ter Lang­spie­ler weiß mich aber noch deut­lich bes­ser zu über­zeu­gen mit ei­nem wun­der­bar chao­ti­schen Lärm aus Post­co­re und -punk mit ge­schmack­vol­lem Syn­th-Zu­satz, der nicht all­zu ernst ge­nom­men wer­den will und den man ganz gut als ei­ne Ver­schmel­zung aus ak­tu­el­len Acts wie et­wa Spot­ting mit auf 45 ge­dreh­ten Man Si­zed Ac­tion be­zeich­nen könn­te.

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Dee Bee Rich - Mad Crocodile

In Ber­lin, an ei­ner im 12­XU-re­le­van­ten Um­feld ge­ra­de ziem­lich ge­läu­fi­gen Al­lee, ist mal wie­der ein neu­es Tape von den Bäu­men ge­fal­len. Kru­der Syn­th-/Elek­tro­punk ist es dies­mal ge­wor­den, der zwi­schen Gen­re-Haus­num­mern wie Mark Co­ne, Won­der Bread, Clar­ko, ISIS oder Skull Cult ei­ne äs­the­tisch an­spre­chen­de Fi­gur her­gibt.

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T.L.B.M. - Vol. 5

Wie­der mal eins die­ser Ein-Mann Ho­me­re­cor­ding-Pro­jek­te die in letz­ter Zeit ja ver­mehrt kru­den Lärm in den Äther schi­cken. Ein ganz präch­ti­ges Ex­em­plar da­von aus Los An­ge­les ist dies­mal am Start. Auf des­sen ak­tu­el­len Tape gibt's an­ste­cken­den Lo­Fi-Sound zwi­schen Ga­ra­ge-, Elek­tro- und Weir­do Punk zu schlu­cken, der Freun­den von Won­der Bread, Skull Cult, Set-Top Box, Gi­or­gio Mur­de­rer oder Clar­ko si­cher gut ins äs­the­ti­sche Emp­fin­den passt.

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Ausmuteants - Ausmuteants Present: The World In Handcuffs

Die wohl am meis­ten den Sound der aus­tra­li­schen Sze­ne de­fi­nie­ren­de Ga­ra­ge- und Syn­th­punk­band der Ge­gen­wart mel­det sich seit län­ge­rer Zeit mal wie­der mit ei­nem Mi­ni­al­bum zu­rück. Ach was, mit ei­nem "am­bi­tio­nier­ten" Kon­zept­al­bum über, äh… Bul­len! An­sons­ten gibt es we­nig neu­es zu ver­mel­den, au­ßer halt, dass auch die neu­en Songs dem Ruf der Band ge­recht wer­den und kei­ner­lei Wün­sche in Sa­chen Hirn­ge­fickt­heit of­fen las­sen.

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Set-Top-Box - DVD_DATA​*​COLLECTOR_IM A T​.​V​.​

Die letz­te EP der aus­tra­li­schen Elek­tro-/Syn­th­punks war ja schon je­de men­ge schrä­ger Spaß, ließ aber kei­nes­wegs er­ah­nen, zu was für ei­nem schrul­li­gen Mons­ter ihr Sound auf der ak­tu­el­len di­gi­ta­len Sin­gle mu­tie­ren wür­de, auf der sie ih­re Songs schein­bar mit'm Game­boy auf­ge­nom­men, durch 'nen Chor de­fek­ter Fur­bys ge­fil­tert, mit der Tür­sprech­an­la­ge ge­mischt und auf Mut­tis Vi­deo­re­kor­der ge­mas­tert ha­ben. Oder an­ders aus­ge­drückt: Klingt gut!

Isotope Soap - Monitored By Zu Tse

Kei­ne Ah­nung, war­um ich Iso­to­pe Soap bis­her noch nicht hier drin hat­te. Jetzt bie­tet sich je­den­falls wie­der ei­ne Ge­le­gen­heit, denn via Emo­tio­nal Re­spon­se ist neu­lich ei­ne Com­pi­la­ti­on ih­rer bis­he­ri­gen EPs ershie­nen. Hin­ter dem gan­zen ver­birgt sich ein Pro­jekt des schwe­di­schen Punk­ve­te­ra­nen Pe­ter Swe­den­hammar (!!!), der vor lan­ger Zeit mal bei Raped Teen­agers (mei­ne Fres­se, wür­den die heu­te auf die sel­bi­ge be­kom­men mit dem Na­men…) und Pus­rad ak­tiv war, in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aber vor al­lem mit sei­nem Blog Kil­led By De­ath Re­cords ei­ne An­lauf­stel­le von star­kem his­to­ri­schen Wert ge­schaf­fen hat. Mit den na­mens­ge­ben­den Boot­leg-Com­pis hat der gu­te nach mei­nem Wis­sen aber nix zu tun, ob­wohl auch die ja zu­erst in Schwe­den ih­ren Lauf nah­men.
Okay, vie­le Wor­te zu dem Ty­pen. Die Mu­sik von Iso­to­pe Soap ist hin­ge­gen sehr leicht zu um­schrei­ben. Syn­th- und Ga­ra­ge Punk, der an De­vo von ges­tern (die al­ten Leu­te fin­den die jetzt wie­der cool, hab ich ge­hört…), an Aus­mu­tean­ts und An­dy Hu­man & The Rep­to­ids von heu­te er­in­nert. So ein­fach wie gut.

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Gym Tonic - Good Job

Ein ast­rei­nes Lang­spiel­de­büt hat hier ei­ne Ber­li­ner Band hin­ge­legt. Hoch­in­fek­ziö­sen Ga­ra­ge­punk mit Syn­th-Zu­satz gibt's dar­auf zu hö­ren, der in et­wa nach ei­ner Schnitt­men­ge aus Spot­ting, Aus­mu­tean­ts und Puff! - mit de­nen sie sich auch schon ei­ne Split­sin­gle ge­teilt ha­ben - klingt; au­ßer­dem er­in­nern mich ins­be­son­de­re das Schlag­zeug­spiel und ver­ein­zel­te Schlen­ker in Rich­tung Post Punk (Hi­ro­shi­ma ist ein­fach ein Ham­mer­song) öf­ter mal an den sehr spe­zi­el­len Dri­ve von Nots.

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Le Prince Harry - Be Your Own Enemy

Un­ge­wohnt flott nach dem Vor­gän­ger vor zwei Jah­ren ist der drit­te Lang­spie­ler des Lüt­ti­cher Du­os auf dem zu­ver­läs­si­gen Spe­zia­lis­ten­la­bel Teenage Me­no­pau­se er­schie­nen und trumpft mit ih­rem bis­lang wohl stärks­ten Bün­del an ge­ball­ter Song­power auf. Sound­mä­ßig hat man sich aber nicht groß um­ori­en­tiert, das ist auch gut so. Er­neut gibt es köst­lich rein­knal­len­den Syn­th-/Elek­tro­punk zu ge­nie­ßen, des­sen Herz aber ein­deu­tig in der Ga­ra­ge zu­hau­se ist. Et­wa wie ein Mix aus S.B.F. und den en­er­gi­sche­ren Mo­men­ten von Di­gi­tal Lea­ther.

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Freak Genes - III

Ich dach­te ei­gent­lich, dass ich das letz­te Al­bum Quack Quack des ul­tra­sym­pa­thi­schen Du­os hier ir­gend­wann schon ge­pos­tet hät­te. Aber nein, das muss ich sei­ner­zeit mal wie­der ver­peilt ha­ben. Dann hol ich's halt an­läss­lich ih­rer neu­en LP nach. Darf ich vor­stel­len: Freak Ge­nes, ein bri­ti­sches Duo be­stehend aus An­drew An­der­son, der auch bei den Hipshakes und den fa­mo­sen Pro­to Idi­ot mit­mischt und Char­lie Mur­phy, den man viel­leicht von den eben­falls sehr ge­schätz­ten Red Chords kennt. Was die zu­sam­men fa­bri­zie­ren klingt aber nach kei­ner die­ser Bands. Da­für setzt es ei­ne hoch­gra­dig ver­schro­be­ne Mi­schung aus ver­schram­mel­tem Fuzz-/Ga­ra­ge­pop und ver­spul­tem Elek­tro-/Syn­th­punk. Seit der letz­ten Plat­te hat sich der Fo­kus klar zu­guns­ten der elek­tri­schen Sounds ver­scho­ben. Da ha­ben ei­ner­seits si­cher ur­alte be­kann­te wie De­spe­ra­te Bicy­cles, Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties oder die der­zeit schein­bar mal wie­der als sehr schick gel­ten­den De­vo als In­spi­ra­ti­on ge­dient. Manch­mal drängt sich mir der Be­griff Bubble­gum Sui­ci­de ge­ra­de­zu auf. Und ak­tu­ell könn­te man da Par­al­le­len zu Won­der Bread, ISS, Buck Goo­ter oder Wha­te­ver Brains drin er­ken­nen.

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V.A. - American Idylls

Das Sze­ne­boll­werk Sor­ry Sta­te Re­cords aus Ral­eigh, North Ca­ro­li­na macht ei­nen auf Flex Your Head und haut ei­ne am­bi­tio­nier­te Com­pi­la­ti­on in Form ei­ner Dop­pel-LP raus, die in sat­ten 49 Songs von 19 Bands als Mo­ment­auf­nah­me der ört­li­chen Punk­sze­ne ver­stan­den wer­den will. Wenn auch ten­den­zi­ell das räu­dig old­schoo­li­ge Hard­co­re­ge­döns in mal mehr, mal we­ni­ger ori­gi­nel­ler Da­seins­form do­mi­niert, kann man sich kaum über man­geln­de Viel­falt be­kla­gen - Ame­ri­can Idylls klingt wie ein Rund­um­schlag von so ziem­lich vie­lem, was auch die­ses Blog an­treibt, und das auf über­wie­gend sehr star­kem bis gran­dio­sem Ni­veau. Ei­ni­ge Bands, die hier schon mal vor­ge­kom­men sind und an­de­re, die ich bes­ser mal im Au­ge be­hal­te. Kei­ne Zweit­ver­wer­tung, son­dern zu 100% ex­klu­si­ves Ma­te­ri­al wur­de hier ver­bra­ten. Viel­leicht die es­sen­zi­el­le Punk­com­pi­la­ti­on in die­sem Jahr.