Noch'n Kanal…

Noch'n Kanal...

Nach­dem die 12XU-Play­list bei Spo­tify vor lan­ger Zeit schon ein­ge­schla­fen ist, starte ich hier mal einen etwas erns­te­ren Ver­such, grob ein­ge­teilt in Neu­hei­ten, Archiv, Clas­sics. Auch weil der Kata­log sich lang­sam ver­bes­sert -immer­hin für etwas mehr als die hälfte der Songs gab's 'nen Tref­fer bei Spo­tify - ergibt das Unter­fan­gen auch ein biss­chen mehr Sinn.

Für den Anfang han­delt es sich um einen maschi­nel­len Import auf Basis mei­ner Radio-Play­lis­ten, den ich ver­sucht hab mög­lichst gründ­lich um fal­sche Tref­fer zu berei­ni­gen. Also bitte nicht wun­dern, wenn da noch die eine oder andere Dublette bei ist oder sonst irgend­was schreck­li­ches, das mir beim manu­el­len Check durch die Lap­pen gegan­gen ist.

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Es gibt ein paar kleine Neuerungen im Hause 12XU

Es gibt ein paar kleine Neuerungen im Hause 12XU

Vor 'nem guten Jahr hatte ich 'nen Schluss­strich bei Face­book gezo­gen und auch die meis­ten Akti­vi­tä­ten in ande­ren sozia­len Netz­wer­ken ein­ge­stellt. Ganz ehr­lich, Face­book als Platt­form ver­misse ich auch nicht wirk­lich. Aber den­noch hat sich da ein Vakuum auf­ge­tan, ins­be­son­dere ver­misse ich den beque­men Feed­back-Kanal für das Blog. Ande­rer­seits möchte ich meine Kom­mu­ni­ka­tion doch auch gerne ein wenig kon­so­li­diert wis­sen und nicht auf tau­send Platt­for­men gleich­zei­tig meine Zeit ver­schwen­den.

Ich hab mich jeden­falls ent­schie­den, dem Sozia­len Web eine zweite und ins­be­son­dere dem dezen­tra­len Indie­Web eine erste Chance zu geben. Vier kleine Neue­run­gen gibt es jetzt auf 12XU:

Wei­ter­le­sen

12XU Radio (die Show) kommt unter die Axt.

12XU Radio (die Show) kommt unter die Axt.

Jopp. 12XU Radio wird zumin­dest vor­über­ge­hend auf Eis gelegt. Weil es ein­fach zu viel wird. Aber jetzt mal von Anfang an:

Nor­mal ver­su­che ich, mein Pri­vat­le­ben aus dem Blog raus zu hal­ten. Jetzt mache ich da mal eine Aus­nahme um die Lage zu erklä­ren. Ich hab schon seit län­ge­rer Zeit mit einer psy­chi­schen Erkran­kung zu schaf­fen. Ich will jetzt kein Mit­leid dafür, es ist ein­fach nur wie es ist. Das hat unter ande­rem zur Folge, dass ich ein­fach weni­ger belast­bar bin als andere Men­schen, extra-viel Schlaf brau­che um zu funk­tio­nie­ren, schnell erschöpft bin. An man­chen Tagen will mein kaput­tes Gehirn auch ein­fach gar nicht funk­tio­nie­ren, ich kann mich kaum auf etwas fokus­sie­ren und brau­che gar nicht erst ver­su­chen, irgend­was auf die Reihe zu bekom­men. Einen gewöhn­li­chen Job als Brot­er­werb kann man gerade auch kni­cken - ich arbeite der­zeit in einer Behin­der­ten­werk­statt für Men­schen mit See­li­schen Erkran­kun­gen. Da kann ich ohne Leis­tungs­druck arbei­ten, bin nach Fei­er­abend aber den­noch voll­kom­men aus­ge­powert.

Eine Zeit lang ging das noch ganz gut, mich neben­bei um's Blog zu küm­mern und die monat­li­che Radio­show an den Start zu brin­gen. Mit der Zeit stellte es sich für mich aber als immer schwie­ri­ger da, bei­des zu schaf­fen. Die Show zu pro­du­zie­ren ver­schlingt immer ein gan­zes Wochen­ende. Zeit, die mir dann für das Blog fehlt und einen Rück­stand erzeugt, den ich erst­mal wie­der auf­ho­len muss. Abge­se­hen davon dass manch­mal, wie gesagt, mein Denkap­pa­rat nicht mit­spielt und ich dann viel weni­ger geschafft bekomme als ich mir vor­ge­nom­men hab.

Die Radio­show fühlt sich inzwi­schen mehr nach Arbeit an als nach Spaß. Die letz­ten paar Sen­dun­gen hab ich nur noch mit gro­ßer Mühe und etwas Ver­spä­tung fer­tig bekom­men. Eigent­lich wäre jetzt wie­der Pro­duk­tion ange­sagt, aber mir wurde ges­tern klar, dass das nicht so wei­ter geht; dass ich mich damit nur kaput­ter mache als ich es eh schon bin. Daher meine Ent­schei­dung, die Show auf­zu­ge­ben. Statt­des­sen hab ich mich auf die Couch gesetzt und nach län­ge­rer Zeit mal wie­der 'nen Film geschaut, wozu ich heute viel zu sel­ten komme. Hat sich sehr gut ange­fühlt, ein­fach mal nichts zu tun.

Daher will ich das auch gar nicht so nega­tiv sehen, son­dern freue mich viel mehr auf die gewon­nene Zeit, in der ich mal wie­der für mich selbst da sein kann. Dar­auf, dass ich das Blog wie­der zuver­läs­si­ger und mit weni­ger Stress machen kann. Ich bedanke mich bei allen die zuge­hört haben, bei den Sen­dern die 12XU Radio aus­ge­strahlt haben und den bei­den Syn­di­ca­tion-Platt­for­men Starzz.de und Radiosendungen.com für ihren Ein­satz, ein Syn­di­ca­tion-Netz­werk für kleine und große (Web-)Radios auf­zu­bauen.

Die Laut.fm-Station wird natür­lich wei­ter­hin von mir betreut und wenn's mich doch noch mal in den Fin­gern juckt, lade ich viel­leicht mal das eine oder andere Mix­tape hoch. Und wer weiß, viel­leicht werde ich auch die Show zur pas­sen­den Zeit wie­der reak­ti­vie­ren. Aber erst­mal brau­che ich jetzt etwas Luft zum Atmen.

What is this shit called Scheiße?

Keine Ahnung, aber ab nächste Woche gibt's auch was davon im Trust. Da wird dann auch in Zukunft noch der eine oder andere Gedan­ken­furz von mir zu lesen sein. Also sup­port your local Bahn­hofs­buch­han­del. Oder bes­ser Plat­ten­la­den, wenn es in eurer Gegend einen ver­nünf­ti­gen davon gibt.

What is this shit called Scheiße?

Hausputz!

Eigent­lich wollte ich heute noch so ein, zwei Posts klar­ma­chen aber statt­des­sen hab ich auf einer ande­ren Bau­stelle rum­pro­kras­ti­niert. Am Ende kam da trotz­dem was sinn­vol­les bei raus, denn das Blog sollte jetzt für die meis­ten von euch deut­lich schmerz­freier zu navi­gie­ren sein.

Den größ­ten Unter­schied wer­det ihr wohl mer­ken wenn ihr ein Schlaufon benutzt, denn da sieht jetzt alles radi­kal anders, weil halt viel mobil-freund­li­cher aus.
Schluss mit dem leid­lich respon­si­ven Desk­top-Theme und zu vie­len Embeds, die euch erst mal den Brow­ser lahm­le­gen. Statt­des­sen gibt es jetzt Infi­nite Scroll und eine Touch-gerechte Ober­flä­che, die außer­dem um eini­ges flot­ter zur Sache geht.
Wer trotz­dem lie­ber das alte Aus­se­hen haben will hat immer noch die Mög­lich­keit, auf die Desk­top-Ansicht umzu­schal­ten. Aber wer will das denn ernst­haft?

Für den Desk­top (und vor­erst auch auf Tablets) bleibt es größ­ten­teils beim alten. Aber jetzt wo dicke Fin­ger und ein Touch­screen da keine Rolle mehr spie­len, hab ich mal auf eine etwas kom­for­ta­blere Sei­ten­na­vi­ga­tion umge­sat­telt. Euch ist sicher schon die neue Jump­box neben den Sei­ten­num­mern auf­ge­fal­len. Somit ist jetzt Schluss mit dem end­lo­sen Kli­cken durch die Navi­ga­ti­ons­hölle, nur um mal die älte­ren Bei­träge zu errei­chen. Statt­des­sen: Ein­fach die Sei­ten­zahl eige­ben, mit der Ein­ga­be­taste bestä­ti­gen und ihr lan­det in der gewünsch­ten Ver­gan­gen­heit.

So, und jetzt muss ich mal was schla­fen.

Hausputz!
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Ein kleines Statusupdate

Ein kleines Statusupdate

Aus der Tat­sa­che, dass ich die­sen Post ver­fasse könnt ihr ja schon erah­nen, dass ich mich jetzt nicht wie geplant im Kran­ken­haus befinde. Daher erst­mal die gute Nach­richt, dass es hier in ein paar Tagen wie­der wei­ter geht.

Die schlech­tere Nach­richt ist, dass die OP nur ver­scho­ben ist. Und dass sie vor­aus­sicht­lich ein ganz schö­nes Mas­sa­ker wird, so dass ich anschlie­ßend erst­mal 1-2 Tage auf der Inten­siv­sta­tion ver­wei­len werde. Geht also mal davon aus, dass es im spä­ten Februar zu einer etwas län­ge­ren Aus­zeit kom­men wird.

Das alte Scheißjahr

Ja, ich weiß. Das kommt jetzt mal ordent­lich spät. Und eigent­lich wollte ich schon län­ger mal ein aus­führ­li­ches Update zum Stand der Dinge in Sachen 12XU vom Sta­pel las­sen, aber ehr­lich gesagt fehlt mir der­zeit sowohl die Zeit als auch die Geduld dazu. Des­halb werde ich hier ein­fach mal im Schnell­durch­lauf ein paar Ein­drü­cke, Infos, Bits and Pie­ces los.

First things first:

Das Musikjahr 2017.

Ich musste mir zum Jah­res­ende viel Geheule anhö­ren über ein sehr schwa­ches Jahr 2017. In der Tat hat letz­tes Jahr nie­mand eine musi­ka­li­sche Revo­lu­tion im Rock'n'Roll aus­ge­löst, aber mal ehr­lich: Wann ist das denn zum letz­ten mal pas­siert? Punk und Noise und Wha­te­ver-Core bewe­gen sich im gemäch­li­chen Tempo wei­ter, aber sie bewe­gen sich. Über­all auf der Welt sind ten­den­zi­ell eher kleine, aber intakte Musik­sze­nen am Start und ich kann mich nicht über man­gelnde Qua­li­tät beschwe­ren. Über­haupt ist mir - zumin­dest was die Musik angeht - noch kein schlech­tes Jahr begeg­net. Man muss nur die Augen auf­hal­ten und selbst nach dem guten Zeug wüh­len.

Und genau da liegt glaube ich der Hund begra­ben. Die eta­blier­ten Maga­zine inter­es­sie­ren sich halt nicht mehr für Lärm, Punkt. Viele der 12XU-rele­van­ten Blogs haben mit der Zeit dicht gemacht und es ist schon etwas erschre­ckend, wie schnell einst­mals aben­teu­er­lus­tige Maga­zine á la Pitch­fork und Impose den Bach run­ter­ge­gan­gen sind und ihrer ursprüng­li­chen Leser­schaft den Rücken zuge­wandt haben. Klar kann man da den Ein­druck bekom­men, dass in den Kel­lern und Pro­be­räu­men nicht mehr viel geht. Neue Musik zu ent­de­cken fühlt sich auch für mich immer mehr nach Arbeit an, weil nie­mand mehr dabei hilft, die Ver­öf­fent­li­chungs­flut vor­zu­fil­tern. Und jetzt kommt mir nicht mit Fake­book, Shit­ter und ande­ren Kon­zer­nen, die das ganze Web zu ver­schlu­cken dro­hen. Ich hab ehr­lich die Schnauze voll davon und über­lege ernst­haft, im Laufe des Jah­res alle Accounts zu löschen. Das ist zwar irgend­wie auch scheiße, weil mir da ein sehr zen­tra­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal ver­lo­ren geht. Aber irgend­wer muss ja mal den Anfang machen. Ich hab prin­zi­pi­ell ja nix gegen Soziale Netz­werke. Wie wär's, wenn alle ein­fach mal auf Dia­spora umsat­teln? Da muss man sich nicht von ätzen­den Kon­zer­nen ins Bier pis­sen las­sen.

Aber ich komme vom Thema ab: Die Musik.
Ich mach hier jetzt keine Bes­ten­liste, das halte ich eh für Murks. Musik zu ran­ken ist immer wie Äpfel mit Mikro­chips zu ver­glei­chen. Statt­des­sen hab ich ein­fach mal ohne den Anspruch auf Voll­stän­dig­keit ein paar Ver­öf­fent­li­chun­gen raus­ge­pickt, die bei mir einen blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen haben. Kann durch­aus sein, dass irgendwo noch etwas vom Vor­jahr dabei ist. Ich check das jetzt nicht ein­zeln ab, ok? Auch die Kate­go­ri­sie­rung ist grund­sätz­lich ja immer Bull­shit und liegt außer­dem im Auge des Betrach­ters. Viel will ich dazu auch nicht schrei­ben, ihr müsst schon selbst auf die Links kli­cken.

Okay, here goes…

In einer eige­nen Liga spie­len der­zeit die zuneh­mend gott­glei­chen Pro­tomar­tyr, die ein­fach jedes biss­chen Auf­merk­sam­keit ver­dient haben, das ihnen inzwi­schen auch ent­ge­gen gebracht wird. Nuff said.

Post Punk
Wirk­lich aus den Socken gehauen - und das auf ziem­lich unter­schied­li­che Weise - haben mich letz­tes Jahr die Plat­ten von Nega­tive Space, Ita­lia 90 und Beha­vior. Beson­ders letz­tere möchte ich euch noch mal ganz beson­ders ans Herz legen, denn es ist echt kri­mi­nell, wie wenig diese - zuge­ge­ben, recht sper­rige - Platte bis­her beach­tet wurde. Außer­dem gab es unter ande­rem noch unver­schämt starke Alben von Insti­tute, Shit Giver, Sie­ve­head, Death Stuff und Dasher.

Power Pop, Melo­di­scher Indie­rock & Noise Pop
Abso­lute Nach­hol­pflicht besteht für alle, die die neuen Plat­ten von Bed Wet­tin‘ Bad Boys, Michael Beach oder Lost Bal­lons noch nicht begut­ach­tet haben. Außer­dem gab's da noch exzel­len­tes Zeug u.a. von Mons­ter Trea­sure, Land­li­nes, Molly, Mil­ked, Par­do­ner.

Garage Punk
Wirk­lich gut in die Scheiße haben 2017 Jack­son Reid Briggs und seine Hea­ters mit gleich zwei ver­dammt gei­len Alben gehauen (#1, #2). Müsste ich mich für ein Gara­gen-Lieb­lings­al­bum ent­schei­den, dann wür­den wohl die wun­der­bar schrä­gen Wire­heads und ihr bis­lang stärks­tes Album den gol­de­nen Arsch­tritt mit Exo­ten­bo­nus bekom­men. Der uner­müd­li­che Con­nie Vol­taire (Neo Neos, etc.) hat mich auch mal wie­der mit einer gan­zen Reihe von Kurz­spie­lern des­ori­en­tiert. Und dann waren da zum Bei­spiel noch: David Nance, The Cow­boy, Vaguess, Wild Rose, Plax.

Hard­core Punk
Hard­core ist ja gene­rell nicht so meine Kern­kom­pe­tenz, aber Arse und ROHT haben mir ganz ordent­lich in die Klö­ten getre­ten. Außer­dem brach­ten Anxiety und Acry­lics mit Nach­druck meine Zehen­spit­zen zum wip­pen.

Noise Rock /​ Post­core
Star­kes Zeug gab's - neben vie­len ande­ren Bands - von Idles, Meat Wave, Lardo, Pile, Piles, Tunic.

So, und das kratzt noch nicht mal an der Ober­flä­che. 2017 war genau so gut wie jedes andere Jahr. Außer dass halt alles scheiße war, aber das wisst ihr ja selbst.

Das Blog

Hmm, joa. War ein schwie­ri­ges Jahr, in dem sowohl mein Zeit- als auch mein Finanz­bud­get emp­find­lich zusam­men­ge­schrumpft ist und ich mich zwi­schen­zeit­lich schon fra­gen musste, ob ich die Kos­ten für das Betrei­ben eines Blogs mit ange­schlos­se­nem Radio (90% des Gel­des geht dabei für digi­tale Musik­käufe drauf) über­haupt noch wup­pen kann. Es wird sehr eng, aber es geht gerade eben noch. Außer­dem wird die Situa­tion mit­tel­fris­tig wohl auch nicht viel schlech­ter wer­den.

Zwei mal hab ich dem Blog ein neues Aus­se­hen ver­passt, dabei zwei The­mes ver­schlis­sen, nach dem zwei­ten Anlauf war ich zufrie­den. Von Blogs erwar­tet man heut­zu­tage ja schein­bar, dass sie alle knall­bunt und über­la­den aus­se­hen und gene­rell fast unbe­nutz­bar sind. Da wird es inzwi­schen schon schwie­rig, ein tech­nisch zeit­ge­mä­ßes, mini­ma­lis­tisch aus­se­hen­des und den­noch anpas­sungs­fä­hi­ges Theme im klas­si­schen Blog­lay­out zu fin­den. Am Ende hab ich mal etwas Geld für das eigent­lich viel zu kom­plexe Divi Theme aus­ge­ge­ben und sozu­sa­gen die Fliege mit 'nem Amboss erschla­gen. Die Fliege ist jetzt tot. Trotz­dem wird es Zeit, dass ich mir mal ein paar grund­le­gende PHP-Kennt­nisse zulege.

Die Leser­zah­len sta­gnie­ren. Was will man auch erwar­ten in Zei­ten, in denen vom Blogster­ben schon gar nicht mehr gere­det wird, weil Musik­blogs inzwi­schen weit­läu­fig als totes Medium gese­hen wer­den. Ich glaube es sind jetzt ein­fach ein paar Jahre, durch die man sich halt durch­bei­ßen muss und in denen eigent­lich alle Medien von gewal­ti­gen Umbrü­chen geschüt­telt und bedroht sind. Ich mach ein­fach wei­ter. 12XU ist das kleine biss­chen DIY das ich drauf habe und ich hatte eh nie vor, die gro­ßen Mas­sen zu errei­chen.

By the way…
Heute rufe ich den Start Your Own Fuck­ing Music Blog Day aus. Also los, macht. Ich will eure Blogs lesen!

Und das bringt mich zum Thema…

Die Blogs der anderen

Wie gesagt, ziem­li­cher Kahl­schlag. Ich freue mich aber sehr, dass Manie­ren­ver­sa­gen wie­der am Start ist. Ack! Ack! Ack! hat mich regel­mä­ßig zum lachen, nach­den­ken, mit den Augen rol­len und gute Musik hören gebracht. Und die RRR­SoundZ-Crew ist nach wie vor ein hoch­ge­schätz­ter sub­kul­tu­rel­ler Gegen­pol zu mei­ner doch sehr gitar­ren­las­ti­gen Aus­rich­tung.
Inter­na­tio­nal hat sich auch nicht so viel getan, aber immer noch finde ich regel­mä­ßig gutes Zeug z.B. bei Gimme Tin­ni­tus, iamt­he­least­ma­chia­vel­lian, The Mad Macke­rel, Heart­brea­king Bra­very, Dusted & Social.

12XU Radio

Das alte Scheißjahr

Viel­leicht haben es nicht so viele mit­ge­kriegt, aber den 12xu Radio­stream habe ich neu­lich mal ordent­lich gene­ral­über­holt. Vor­aus­ge­setzt es ist gerade kein Strom- oder Inter­net-Aus­fall, wird das Zeug jetzt nicht mehr vom Laut.fm-Server aus­ge­spielt son­dern kommt aus mei­nen eige­nen vier Wän­den. Der ganze Krem­pel läuft auf einem Odroid XU4 (sozu­sa­gen ein Raspberry Pi mit mehr Wumms), die Musik liegt auf einer exter­nen Fest­platte und mög­lich macht's die Skript-basierte, freie Strea­m­au­to­ma­ti­ons-Soft­ware Liquid­soap.

Nicht nur ist das Musik­pro­gramm - der­zeit grob ein­ge­teilt in Neu­hei­ten, Clas­sics und alles andere aus dem 12XU-Archiv - jetzt anders gewich­tet; es gibt auch end­lich ver­nünf­tige Über­gänge. Hat lan­ges Schrau­ben an den Skrip­ten gebraucht bis das nach mei­nen Vor­stel­lun­gen funk­tio­nierte, aber ich finde jetzt kann sich das echt hören las­sen. Es klingt end­lich mehr nach einem Radio als nach einer Play­list. Geblie­ben sind lei­der die ätzen­den Wer­be­blö­cke und da ich mir auch in abseh­ba­rer Zeit keine eigene Gema/GVL-Lizenz leis­ten kann, muss das wohl auch so blei­ben. Sorry.
Des wei­te­ren bin ich gerade dabei, das bis­her etwas küm­mer­li­che Klas­si­ker-Archiv ordent­lich auf­zu­boh­ren und es wird in Zukunft mehr, viel­sei­ti­ge­ren und durch­aus auch obsku­re­ren old shit zu hören geben. Also hört ruhig mal rein!

Die monat­li­che Radio­show zu pro­du­zie­ren macht mir immer noch rich­tig Spaß, ist aber auch jedes mal ein ganz schö­ner Kraft­akt, nach dem ich erst mal einen Tag Ruhe brau­che.

Das Syn­di­ca­tion-Gedöns läuft auch lang­sam aber sicher an. Der­zeit läuft die Show auf vier ande­ren Sta­tio­nen. Zuerst dachte ich den Scheiß will kei­ner haben. Aber nach und nach kom­men die Buchun­gen rein, ver­mut­lich hat die junge Syn­di­ca­tion-Platt­form Radiosendungen.com auch noch nicht so den Bekannt­heits­grad. Das wird aber noch. Die 12XU-Show ist da ja auch ein ziem­li­cher Exot.
Falls noch wer Bock hat den Krem­pel aus­zu­strah­len, möge er sich ein­fach bei mir mel­den.

…und 2018?

Wird vorraus­sicht­lich genau so ein depri­mie­ren­des Drecks­jahr wie das alte. Ziem­lich bald wird mir mal der Hals auf­ge­macht und min­des­tens 3/​4 mei­ner Schild­drüse raus­ge­puhlt. Also nicht wun­dern, wenn hier zwi­schen­zeit­lich mal wie­der etwas Funk­stille ein­kehrt. Mit etwas Glück bin ich danach wie­der etwas bes­ser zu gebrau­chen und krieg auch das Blog leich­ter gewuppt. Irgend­wie krie­gen wir 2018 schon rum.

An alle Radiowichser! Bock auf Syndication?

Die 12XU Radio­show auf dei­nem Sen­der? Kein Pro­blem, das krie­gen wir hin! Und nein, ich ver­lange kein Geld dafür. Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten:

Über das Por­tal Radiosendungen.com kann die vor­pro­du­zierte Sen­dung für einen belie­bi­gen Sen­de­ter­min gebucht wer­den. Es wer­den so ziem­lich alle Codecs und Bitra­ten unter­stützt. Der Ser­ver von Radiosendungen.com ver­bin­det sich zum gewähl­ten Zeit­punkt mit dei­nem Strea­ming­ser­ver (also genau so wie bei einer Live­sen­dung) und dudelt den Krem­pel ab. Das funk­tio­niert sowohl für eigen­stän­dig betrie­bene Radios als auch für Laut.fm-Stationen! Ab der vier­zigs­ten Sen­de­stunde (also im Falle von 12XU, nach zehn Sen­dun­gen) nimmt Radiosendungen.com einen Unkos­ten­bei­trag von 5 Cent pro Sen­de­stunde, um die Ser­ver­kos­ten zu decken. Nie­mand berei­chert sich da dran, ver­spro­chen!

Wenn die­ser Weg für dich nicht in Frage kommt, dann melde dich doch ein­fach bei mir (Kon­takt­for­mu­lar/​Face­book). Wir fin­den bestimmt auch eine andere Lösung, die für dich passt!

Bildungsfernsehen!

Gerade wird mal wie­der ein ganz schö­ner Mar­ke­ting­wir­bel um hoch­auf­lö­sen­des Audio gemacht. Der ganze unwis­sen­schaft­li­che Bull­shit, der da regel­mä­ßig ver­brei­tet wird, bringt mich jedes­mal zum kot­zen. Wie zum Bei­spiel aus dem Hause Pitch­fork, die gerade nicht zum ers­ten mal einen vor­treff­lich unfun­dier­ten Arti­kel zum Thema gebracht haben, der eine aus­ge­wo­gene Bericht­erstat­tung vor­täuscht, aber dann doch kräf­tig die Wer­be­trom­mel zückt. "Du brauchst nur das super teure Equip­ment, dann hörst du den Unter­schied". Von der Bedeu­tung des Bestä­ti­gungs­feh­lers haben die natür­lich nie gehört. Ganz zu schwei­gen davon, warum ein ABX-Test nötig ist, um so etwas fest­zu­stel­len.

Down­load­shops, Strea­ming­dienste und Hard­ware­her­stel­ler möch­ten natür­lich gerne extra für Hi-Res Audio bezahlt wer­den, obwohl die zusätz­li­chen Ver­triebs­kos­ten (ein wenig Band­breite und Spei­cher­platz) mini­mal sind. Und das Sah­ne­häub­chen auf dem gan­zen Scheiß­hau­fen setzt dann die Firma Meri­dian, die ver­sucht ihr (im Gegen­satz zum freien FLAC) pro­prie­tä­res For­mat MQA als Quasi-Stan­dard zu eta­blie­ren. Das funk­tio­niert dann natür­lich nur mit extra lizen­zier­ter Hard- oder Soft­ware. Was, ihr dach­tet mit ein­mal drauf­zah­len kommt ihr davon?

Ich halte es des­halb gerade mal wie­der für not­wen­dig, die­ses kleine Stück Audio-Grund­bil­dung zu pos­ten. Diese zwan­zig Minu­ten kön­nen euch viel­leicht mal eine Menge Geld spa­ren. Denn wer die Grund­la­gen ver­steht, lässt sich nicht so leicht über den Tisch zie­hen.