Hier ist die obligatorische Dosis des melodischen Garage-/Egg-/Synth Punk für diese Woche. Eine Band aus Winchester, Virginia zeichnet diesmal dafür verantwortlich, deren quirlige Sounds insbesondere Freunde der australischen Szene um z.B. Ausmuteants, Research Reactor Corp., R.M.F.C., Set-Top Box, Tee Vee Repairman, Eugh oder Daughter Bat & The Lip Stings erfreuen wird sowie auch von ein paar US-Acts á la Eric Nervous, Sex Mex und Liquids.
Kalle Hygien & The Dog Pound The Detester Class Burning Cash Clickbaiters Lousy Friend Lucy & The Drill Holes Interobang! Spam Descartable Deformative Gotta Get My Fix Jean Mignon Canadian Exit Dross Nightmare World Punter Curfew Eternal Factory City Children Obsessed
Romance Fast Car Day Residue Piss Paradise Rotary Club Planet 67 Perp Walk Susceptible Host Closetalkers Cursed Rat-Nip Schemer Speed Plans Cleveland Spread Positivity and Die The Corner Room Geves/גבס I'm Burning\אנ Wakas! Iseng-Iseng Pembuka
Thee Khai Aehm My Spell Polevaulter Content Powerplant Broodmother Neon Kittens Bob & Terri Salem Trials Last Days of Europa The Drin Walk so Far Soft Shoulder Solid Concrete Ground
Objections Better Luck Next Time Hot Ocean Tugboat Willie Tee Vee Repairmann Bus Stop Ming City Rockers Desperate Sex Drive Work Moving Targets Decadent Side
Punter hatten schon 2020 ein ausgezeichnetes Demo abgeliefert, ihre neue EP auf Drunken Sailor Records manövriert ihren Sound aber nochmal auf ein ganz neues Niveau. Dabei kombiniert die Band die Stärken etwa von so oldschool "Heavy" Metal und Hard Rock-infizierten Garagenacts wie Polute, Cheap Heat, Cement Shoes oder Stiff Richards, dem breitbeinig rockenden Hardcore Punk etwa von Cutters und Cülo und nicht zuletzt der wuchtigen Postcore-Attacke von Dollhouse, Acrylics, Flea Collar mit dem breitwandigen Drama, der Wut und Melancholie von Pist Idiots und Jackson Reid Briggs & The Heaters.
Garage Punk mit einer seltsamen thematischen Fixierung auf Mopeds und Arschlöcher von einem New Yorker Typen, der hier auch stark nach seiner Heimatstadt so ca. '73-'77 klingt, irgendwo im groben Umfeld der Dolls, Modern Lovers und Dead Boys mit zusätzlichen Echos der weiteren frühen US-Szene á la Pagans, Black Randy and the Metrosquad in den relaxteren Momenten und einer klaren Kante der australischen Szene, von The Saints und Radio Birdman, in den wilderen Songs.
Schön dumm geradliniger Garage Punk von einer Londoner Band die, wenn ihr mich fragt, gar nicht so sehr nach London klingt und viel mehr nach jüngeren Erscheinungen der Festland-Szene wie den Italienern Dadar, Shitty Life and The Dirtiest, den Belgiern Mitraille und Itches sowie auch diversen Hausnummern der amerikanischen Szene wie Sore Points, Big Baby, vielleicht einem Hauch von Sick Thoughts oder (frühem) Hank Wood & The Hammerheads.
Nicht lange nach der jüngsten 7" auf Goodbye Boozy Records bekommen wir gleich die erste LP von TV Repairman nachgeliefert, erschienen auf einem weiteren Garage Punk-Bollwerk, Total Punk. Wie erwartet ist das wieder ein saftiges Dingens des ausgesprochen simplen wie auch melodischen Garage Punk und Powerpop geworden, was sicher auf Zustimmung treffen wird bei Freunden von so Zeug wie Bad Sports, Tommy and the Commies und Bed Wettin' Bad Boys… oder auch von den eigenen Projekten des Typen, besonders sei hier eine vage Ähnlichkeit zu den Satanic Togas und aktuellen R.M.F.C. zu erwähnen.
Mehr geiler Scheiß via Painters Tapes von einer Band aus Detroit, die hier mit einem ausgeprägten Proto-Grunge-Vibe aufwartet, welcher unter anderem bei frühen Mudhoney, U-Men, Feedtime, X (den Australiern) oder 80er Scientists nicht fehl am Platz wirken würde. Außerdem hat's ein paar Spuren von amerikanischen Proto-Noise Rock / Hardcore-Acts á la Flipper, Broken Talent und nicht zuletzt auch von aktuelleren Bands grob im Orbit etwa von Vexx und TVO.