Wall – Untitled

Wall - Untitled

Nach einer viel­ver­spre­chen­den EP im letz­ten Jahr ist jetzt das Debüt­al­bum der New Yor­ker auf Wharf Cat Records erschie­nen. Es ist lei­der auch ihr letz­tes, denn die Band hat sich inzwi­schen auf­ge­löst. Hier bekommt man ihren sprö­den Post­punk zum ers­ten mal mit ordent­li­chen Pro­duk­ti­ons­wer­ten zu hören. Der gibt sich hier eini­ger­ma­ßen wand­lungs­fä­hig, oszil­liert zwi­schen kraft­vol­len, mini­ma­lis­ti­schen Groo­ves und tris­ten, schlep­pen­den Momen­ten. Außer­dem las­sen sie gele­gent­lich, wie etwa in Char­med Life, auch Ein­flüsse aus der alten New Yor­ker Pro­to­punk-Tra­di­tion durch­schei­nen.




Das kom­plette Album gibt’s bei DIY Mag zu hören.

The Junto – The Junto

The Junto - The Junto

Die Debüt-EP die­ser Band aus Phil­adel­phia über­zeugt mit ultra-melo­di­schem, retro­las­ti­gem Indie­rock und Post­punk, den man musi­ka­lisch irgendwo zwi­schen den Bands der bri­ti­schen New Wave- und C86-Gene­ra­tio­nen ein­ord­nen kann.


(mehr …)

Buildings – You Are Not One Of Us

Buildings - You Are Not One Of Us

Die Noi­sero­cker aus Min­nea­po­lis haben sich geschla­gene sechs Jahre Zeit gelas­sen seit ihrem letz­ten Lang­spie­ler. Das hört man auch, denn ihr drit­tes Album über­zeugt mit einem von der Band bis­her unge­hör­ten Fein­schliff, einer Ele­ganz, die ich den Typen bis­her so nicht zuge­traut hätte. Das ist ein abso­lut tadel­lo­ses Stück Lärm gewor­den, der sich tritt­si­cher im Rah­men des eige­nen Gen­res bewegt und dabei ein­fach alles rich­tig macht.




Kein Album­stream ver­füg­bar. Sorry, folks. 🙁

Pink Film – Pink Film

Pink Film - Pink Film

Juhu, ein Anlass zum Klug­schei­ßen!
Pink Film (Pinku Eiga) ist ers­tens ein japa­ni­sches Film­genre, das seine Anfänge in den 60er Jah­ren hatte und eine für unser west­li­ches Ver­ständ­nis etwas unwahr­schein­li­che Ver­schmel­zung von Arthouse-Kino und Soft­core-Ero­tik­film dar­stellt. Viele Filme der frü­hen Phase die­ses Gen­res gel­ten heute als klei­nere Klas­si­ker, ganz beson­ders einige Strei­fen vom Genre-Pio­nier Kōji Wak­a­matsu. Der Erfolg die­ser unab­hän­gig pro­du­zier­ten Filme hin­ter­ließ ab den 70ern auch seine Spu­ren in den Pro­duk­tio­nen der gro­ßen Stu­dios, ins­be­son­dere wäre da das Pinky Vio­lence Sub­genre der Toei-Stu­dios zu nen­nen, außer­dem pro­du­zier­ten die Nik­katsu Stu­dios ab 1971 bis tief in die 80er hin­ein aus­schließ­lich soge­nannte Roman Porno Filme. In den letz­ten Jahr­zehn­ten hat das Genre sehr an Bedeu­tung ver­lo­ren, hält sich aber wacker mit immer gerin­ger wer­den­den Pro­duk­ti­ons­bud­gets über Was­ser.

Zwei­tens ist Pink die Farbe, die alle vor ca. 1983 auf Kodak East­man­co­lor und ähn­li­chem Film­ma­te­rial (Fuji­co­lor, Agfa­co­lor, etc.) aus­be­lich­te­ten Film­po­si­tive inzwi­schen ange­nom­men haben. Nicht nur ver­blasst alter East­man­co­lor sehr schnell, son­dern die Blau- und Grün-Anteile der Fil­m­emul­sion ver­blei­chen außer­dem schnel­ler als das rest­li­che Farb­spek­trum. Das Resul­tat ist die röt­li­che bis pinke Fär­bung alter Film­ko­pien. Nega­tive sind ebenso betrof­fen, bekom­men eine stark bläu­li­che Tönung. Das Phä­no­men ist einer der Haupt­gründe (der andere ist vor allem die che­mi­sche Insta­bi­li­tät der Nitrat­filme, die vor den 1950ern zum Ein­satz kamen), warum Film­re­stau­ra­tion in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so ein gro­ßes Thema ist. 1983 führte Kodak den LPP (Low Fade Posi­tive Print) Film ein, daher sind jün­gere Film­ko­pien weni­ger stark betrof­fen.

Drit­tens ist Pink Film der Name einer Band aus Washing­ton. Die haben gerade ihre Debüt-EP raus und gefal­len dar­auf mit ver­schro­be­nem, noisy-schram­me­li­gem Indie­rock und Fuzzpop/​-​punk, dem man einen aus­ge­präg­ten Ohr­wurm­fak­tor beschei­ni­gen muss.



Album-Stream →

Crisis Man – Crisis Man

Crisis Man - Crisis Man

In die­ser kali­for­ni­schen Band fin­den sich Mit­glie­der von Bands zusam­men, von denen so einige in der Ver­gan­gen­heit schon mal auf 12XU auf­ge­taucht sind. Unter ande­rem wären da Acrylics, Public Eye, Vio­lent Change und Cere­mony zu nen­nen. Ihr Debüt-Tape hält, was diese Beset­zung ver­spricht und weiß mit aus­ge­spro­chen gars­ti­gem Gara­ge­punk zu gefal­len.


(mehr …)

Institute – Powerstation


Sub­or­di­na­tion erscheint am 2. Juni auf Sacred Bones Records.

Shady Nasty – Shady Nasty

Shady Nasty - Shady Nasty

Auf ihrer Debüt-EP erzeugt die­ses Trio ziem­lich inter­es­san­ten und unkon­ven­tio­nel­len Alter­na­tive Rock mit einer unge­wohnt Post­pun­ki­gen Düs­ter­nis und einem gewis­sen Post­rock-Ein­fluss. Das braucht hier und da noch etwas Fein­schliff, zeigt aber schon ordent­lich Poten­zial.


Album-Stream →

Anxiety – Wild Life 7″

Anxiety - Wild Life 7"

Auf der ihrer neuen 7″ set­zen die Punks aus Glas­gow naht­los ihre ange­pisste Ver­schmel­zung von dis­so­nan­tem Post- und räu­di­gem Hard­core­punk fort, die schon auf ihrem letzt­jäh­ri­gen Album sehr zu über­zeu­gen wusste.


Album-Stream →

The Vacant Lots – Endless Night

The Vacant Lots - Endless Night

Das letzte Album Divide des New Yor­ker Duos ver­mochte mich nicht so recht zu begeis­tern, das neue dafür umso mehr. Ihre mini­ma­lis­ti­schen Songent­würfe aus erdi­gem Blues, pul­sie­ren­dem Elektro-​/​Synthpop, etwas Psy­che­de­lia und einem offen­sicht­li­chen Bewusst­sein für die New Yor­ker Pro­to­punk- und Art­rock-Ver­gan­gen­heit kom­men auf End­less Night deut­lich grif­fi­ger rüber als auf dem Vor­gän­ger. Wenn dann im Raus­schmei­ßer Sui­cide Note noch Suicide’s Alan Vega das Mikro ergreift und sich ein­drucks­voll durch einen krau­ti­gen Blues Jam growlt, schließt sich der Kreis.



Album-Stream →

Buzz Rodeo – Combine

Buzz Rodeo - Combine

Unter all den ver­wun­der­li­chen Klän­gen, die in den letz­ten Jah­ren aus dem stutt­gar­ter Umfeld an die Öffent­lich­keit drin­gen, sind Buzz Rodeo viel­leicht am schwers­ten zu ratio­na­li­sie­ren mit ihrem Noi­se­rock, der klingt, als wäre er in Chi­cago oder Min­nea­po­lis ver­se­hent­lich den fal­schen Flie­ger gestie­gen. Der neue Lang­spie­ler des Trios über­rascht dann auch gleich ein wei­te­res mal mit einem aus­ge­spro­chen erdi­gen, um eini­ges rohe­ren Sound ver­gli­chen mit ihren bis­he­ri­gen Ton­kon­ser­ven. Das hat frei­lich sei­nen eige­nen Charme, für sowas bin ich immer zu begeis­tern. Und ganz neben­bei ver­birgt sich hin­ter dem Geschep­per wie gewohnt jede Menge ast­rei­nes Song­ma­te­rial, das eben­falls einen sehr unge­fil­ter­ten, direk­ten Ein­druck hin­ter­lässt.



Album-Stream →

Jackson Reid Briggs And The Heaters – When Are You Going To Give Up On Me So I Can Give Up On Myself

Jackson Reid Briggs And The Heaters - When Are You Going To Give Up On Me So I Can Give Up On Myself

Die­ser Mann mit sei­nen Heiz­kör­pern fiel letz­tes Jahr mit einer durch­weg gran­dio­sen EP auf. Jetzt legt er den ers­ten Lang­spie­ler sei­ner Band nach, wie erwar­tet tritt der gewal­tig Arsch. Waren auf der EP noch eine lei­sere Zwi­schen­töne zu ver­neh­men, ist diese Platte von Anfang an eine ein­zige gebün­delte Atta­cke auf das Trom­mel­fell aus strai­gh­tem, gera­dezu per­fek­tem Gara­ge­punk, die sich erst ganz zum Ende in einem einen melan­cho­li­schen und voll­kom­men des­il­lu­sio­nier­ten Aus­klang auf­löst.



Album-Stream →

Golden Pelicans – Disciples Of Blood

Golden Pelicans - Disciples Of Blood

Auch auf ihrem drit­ten Album haben es die Gara­ge­punks aus Orlando nicht ver­lernt eine Spur der Ver­wüs­tung zu hin­ter­las­sen. Noch stär­ker als auf den frü­he­ren Plat­ten spie­len sie hier gekonnt mit klas­si­schen Hard­rock-Riffs. Sowas geht bei den meis­ten Bands ordent­lich nach hin­ten los, aber Gol­den Peli­cans machen vor, wie man sowas rich­tig macht, bewah­ren ihre Atti­tüde und Punk-Ener­gie.



Album-Stream →

Seite 6 von 142« Erste...456789...Letzte »