Pardans – Heaven, Treason, Women

Pardans - Heaven, Treason, Women

Ich muss geste­hen, dass ich diese bereits letz­ten Herbst erschie­nene Platte bis­her gänz­lich über­se­hen habe. Die Kopen­ha­ge­ner Band gehört ganz klar zu den Nach­wir­kun­gen des­sen, was die (über-)lokalen Sze­ne­grö­ßen Lower, Iceage und Mar­ching Church dort hin­ter­las­sen haben und was aktu­ell von Bands wie Hand Of Dust wei­ter­ge­führt wird: Epi­scher Post­punk mit einem Hang zum ganz gro­ßen Drama. Par­d­ans ver­pas­sen dem Gan­zen aber noch einen eige­nen Spin mit Strei­chern und Blä­sern, folk­i­gen Ein­flüs­sen und regel­mä­ßig durch­schei­nen­den Spu­ren von No Wave. Ein kei­nes­wegs per­fek­tes, mit sei­ner gro­ßen Ambi­tion aber den­noch beein­dru­cken­des Debüt einer Band mit jeder Menge Poten­zial.



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UV-TV – Go Away

UV-TV - Go Away

Auf ihrer neu­es­ten EP fin­den die Garage-/Fuzz­pop­per aus Gai­nes­ville ihre Stärke in der Reduk­tion auf einen von jeg­li­chem Bal­last befrei­ten Sound. Einen Hauch von ’77 hat das jetzt und mit einem The Pri­mi­ti­ves-Cover­song zol­len sie einem offen­sicht­li­chem Ein­fluss Tri­but.

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Pleite – Im Gang vor die Hunde

Pleite - Im Gang vor die Hunde

Das ging ja mal schnell! Nach einem ziem­lich guten Demo im Som­mer, das schon mal sehr gespannt dar­auf machte was die Band in Zukunft so trei­ben wird, ist jetzt auch auch schon das erste Album der Ber­li­ner Punks auf­ge­taucht. Das ist noch viel bes­ser gewor­den als ich es mir erhofft habe. Die Songs und Arran­ge­ments sind aus­ge­feil­ter, die Dar­bie­tung tigh­ter und druck­vol­ler gewor­den. Lyrisch dreht sich nach wie vor alles um „Die Gesamt­scheiße“; die uner­träg­li­che Tris­tesse, das Spie­ßer­tum, die Ver­dum­mung der Medien, Hass, Into­le­ranz, die groß­lä­chige Rück­kehr rech­ter Gesin­nun­gen. Man könnte dazu auch sagen: Typi­sches Deutsch­punk-Mate­rial. Aus dem deutsch­spra­chi­gen Punk­sumpf ste­chen sie aber nicht zuletzt durch eine starke Post­core-Kante her­aus, die mich unter ande­rem etwas an Klas­si­ker von Unwound oder die Bands der John Reis Con­nec­tion (Drive Like Jehu, Hot Snakes) erin­nert. Will­kom­men in den Neun­zi­gern, deut­scher Punk­rock.



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Hygiene – Hypocrite

Hygiene - Hypocrite

Die­ses schi­cke zweite Kurz­spiel­tape einer Band aus Van­cou­ver gefällt mit sei­nem simp­lem aber den­noch ange­nehm chao­ti­schem Garage- und Post­punk der rauen, exzen­tri­schen Mach­art.

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Haunted Horses – Come

Haunted Horses - Come

Nach einer län­ge­ren Funk­stille hat das Duo aus Seat­tle mal wie­der eine neue EP am Start. Die trifft ganz schön mei­nen Nerv mit einer Mischung aus Noise Rock und expe­ri­men­tel­lem, düs­te­rem Post Punk, der sich musi­ka­lisch irgendwo im Umfeld von so Bands wie Exhaus­tion, Nar­row Lands, Spray Paint oder Hou­se­wi­ves bewegt; dazu wohnt dem gan­zen noch auch ein Hauch alter Minis­try inne.


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Bench Press – Bench Press

Bench Press - Bench Press

Gleich noch mal ein aus­ge­zeich­ne­tes Debüt, eben­falls von einer Band aus Mel­bourne. Die Aus­tra­lier haben’s eben drauf. Zu hören gibt’s einen Mix aus Post­core und Noise Rock; man darf sich dabei an aktu­elle Bands wie Tunic oder Bat­piss erin­nert füh­len, aber auch einen gele­gent­li­chen Hauch von Fugazi, Drive Like Jehu oder Hot Snakes kann man der Platte nicht abspre­chen.



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The Blinds – The Blinds

The Blinds - The Blinds

Wow. Das ist ein­fach sehr, sehr gei­les Zeig was die Band aus Mel­bourne da auf ihrem Debüt-Tape fabri­ziert. Intel­li­gen­ter und für ein Debüt erstaun­lich aus­ge­reif­ter Lärm aus dem Spek­trum von Garage-, Post- und Proto Punk. Aus der alten Schule tref­fen hier die Wel­ten von Wire, frü­hen The Fall (Prime Example für bei­des: Sepa­ra­tion Street) und etwas Sonic Youth-Dis­so­nanz auf­ein­an­der. Und in der Gegen­wart kann man unter ande­rem Ähn­lich­kei­ten zu The UV Race, frü­hen Wireheads und – gerade wegen der star­ken Wire-Ein­flüsse – den B-Boys sehen.



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Woolen Men – Lucky Box

Woolen Men - Lucky Box

Sind jetzt tat­säch­lich schon zwei Jahre ver­gan­gen seit der letz­ten Ver­öf­fent­li­chung der Power­pop­per aus Port­land? Das ist unge­wöhn­lich lange für die sonst so pro­duk­tive Song­schleu­der. Über­haupt wun­dert es mich, dass Woo­len Men nach über acht Jah­ren immer noch kaum wahr­ge­nom­men wer­den. Denn kaum eine andere Band hat in der Zeit einen so kon­stant guten Out­put fabri­ziert und dabei eine so unver­wech­sel­bare eigene Iden­ti­tät ent­wi­ckelt, mit ihrem in bes­ter DIY-Manier schnell und dre­ckig auf­ge­nom­me­nen Sound aus Power­pop und Garage Rock, der glei­cher­ma­ßen von Gui­ded by Voices in ihrer gol­de­nen Ära wie auch vom Pro­to­punk der Modern Lovers beein­flusst scheint. Neues Mate­rial soll schon unter­wegs sein, in der Zwi­schen­zeit kann man sich an ihrer bereits zwei­ten Com­pi­la­tion erfreuen. Die ent­hält Songs, die ursprüng­lich auf diver­sen Tapes und EPs erschie­nen sind; der über­wie­gende Teil davon ist schon län­ger nicht mehr zu bekom­men.



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Tarantüla – Tarantüla

Tarantüla - Tarantüla

Taran­tüla kom­men aus Chi­cago und es spie­len ehe­ma­lige Mit­glie­der von Cülo mit; die aktu­elle EP der Band ist hier­zu­lande mal wie­der bei ETT zu bekom­men. Dar­auf geht’s ohne über­flüs­sige Schnör­kel sofort zur Sache mit ordent­lich drü­cken­dem, strai­gh­tem Punk­rock und einem klei­nen Hard­core-Anteil, dem man eine gewisse Nähe zu alten Naked Ray­gun nicht abspre­chen kann; in man­chen Momen­ten las­sen sich aber auch Par­al­le­len zu neue­ren Bands wie Cri­mi­nal Code, Advlts, Flowers Of Evil oder Xetas zie­hen.



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