Blogathon 2010: Panic in High School (Koko dai panikku)

IMDB/​OFDB

Japan, 1978

Regie: Sogo Ishii, Yuki­hiro Sawada

Blogathon 2010: Panic in High School (Koko dai panikku)Die Schü­ler der Nakasu High School ste­hen unter einem extre­men Leis­tungs­druck. Als eine der etwas ange­se­he­ne­ren Schu­len kon­zen­triert sich der Unter­richt ver­stärkt auf das bestehen der Auf­nah­me­prü­fun­gen für die Uni und nicht jeder Schü­ler ist dem gewach­sen. Als einer ihrer Mit­schü­ler dem Druck nicht mehr stand­hält und sich vom Dach eines Hoch­hau­ses stürzt, eska­liert die Situa­tion. Dem Schü­ler Jono, der den Mathe­ma­tik­leh­rer Ihara und seine oft demü­ti­gen­den Lehr­me­tho­den für den Selbst­mord ver­ant­wort­lich macht, platzt der Kra­gen. Er besorgt sich ein Gewehr und stürmt das Schul­ge­bäude. Nach­dem er sei­nen ver­hass­ten Leh­rer tötet und eine Mit­schü­le­rin schwer ver­letzt, ver­bar­ri­ka­diert er sich mit eini­gen Gei­seln im Gebäude. (mehr …)

Blogathon 2010: Sechs Filme über Bewegung von Hiroyuki Tanaka a.k.a. Sabu

Blogathon 2010: Sechs Filme über Bewegung von Hiroyuki Tanaka a.k.a. Sabu

Einer der ers­ten Regis­seure, für den ich mich vor eini­gen Jah­ren im Zuge mei­nes  lang­sam erwa­chen­den Inter­es­ses am japa­ni­schen Film begeis­tern konnte, war Hiroyuki Tan­aka, bekann­ter unter sei­nem pseud­onym Sabu. In den letz­ten Jah­ren ist es hier­zu­lande etwas ruhi­ger um ihn gewor­den, nach­dem der hie­sige DVD-Markt eine Zeit lang halb­wegs groß­zü­gig sei­nen Out­put lizen­zierte, ver­mut­lich auf der Suche nach dem nächs­ten gro­ßen Hype aus Japan, und Tan­aka Stamm­gast auf deut­schen Fes­ti­vals war. Seit­dem habe ich sein aktu­el­les Schaf­fen etwas aus den Augen ver­lo­ren, aber seine rela­tiv main­strea­m­i­gen, leicht­fü­ßig-tief­grün­di­gen und unglaub­lich mensch­lich war­men Komö­dien aus der Zeit habe ich sofort ins Herz geschlos­sen.

Zwei Kon­stan­ten finde ich in sei­nen Fil­men. Die eine ist sein Inter­esse an sei­nen Nor­ma­los, ech­ten Average Joe-Figu­ren, die er mit gera­dezu sadis­tisch anmu­ten­der Ent­schlos­sen­heit, aus­ge­löst durch unwahr­schein­li­che Zufälle, in die ver­zwick­tes­ten Situa­tio­nen und auf eine Reise in Rich­tung Selbst­er­kennt­nis schickt. Man­che fin­den ihr Glück, andere gehen unter­wegs ver­schütt, aber alle sind Unter­wegs. Da sind wir auch schon bei der zwei­ten Kon­stante in sei­nem schaf­fen. Der (Fort-)Bewegung. Ob seine Anti­hel­den nun Auto oder Fahr­rad fah­ren, ori­en­tie­rungs­los durch die Stadt strei­fen, rast­los ren­nen oder sturz­be­trun­ken durch das Nacht­le­ben tor­keln, jeder die­ser Filme hat den Cha­rak­ter eines abs­trak­ten Road­mo­vies, ein­ge­schlos­sen im per­sön­li­chen Mikro­kos­mos sei­nes jewei­li­gen Prot­ago­nis­ten. (mehr …)

Blogathon 2010: Trail of Blood (Mushukunin Mikogami no Jôkichi: Kiba wa hikisaita)

Japan, 1972

Regie: Kazuo Ike­hiro

Blogathon 2010: Trail of Blood (Mushukunin Mikogami no Jôkichi: Kiba wa hikisaita)Ok, da müs­sen wir jetzt durch. Also: Gejag­ter und schwer ver­letz­ter Samu­rai mit düs­te­rer Ver­gan­gen­heit fin­det Zuflucht im Haus von gast­freund­li­cher Witwe. Samu­rai ver­liebt sich und lässt Fin­ger bei loka­len Yakuza lie­gen um unbe­hel­ligt hei­ra­ten zu dür­fen. Yakuza kil­len die Frau, Samu­rai übt Rache. Das war’s dann auch schon, so in etwa.

Also mal mit ein­fa­che­ren Wor­ten: wir haben es hier mit einem durch und durch mit­tel­mä­ßi­gen Chan­bara-Ver­trer zu tun. Hand­werk­lich durch­aus solide, aber frei von jeg­li­chen Über­ra­schun­gen.  Was soll man dazu schon gro­ßes erzäh­len, abge­se­hen von der kon­kre­ten Umset­zung? Die ist ganz brauch­bar. Es pas­siert genug in die­sem Film, um nicht total zu lang­wei­len, aber auch wenig, was einen vom Hocker rei­ßen könnte. Die weni­gen Action­sze­nen sind sogar rich­tig gelun­gen und machen Spaß. Von Sei­ten der Dar­stel­ler gibt es so einige Kitsch­dia­loge und den übli­chen „jetzt ist er wütend“-Ausflipper zu ertra­gen.

Es wur­den noch ein paar Sequels pro­du­ziert, viel­leicht nimmt die Reihe da noch an Fahrt auf, aber ange­sichts von soviel lazy wri­ting wie’s der erste Teil einem schon zumu­tet, hab ich nicht viel Lust, dem wei­ter nach­zu­ge­hen. Und auch nicht mal, einen ver­nünf­ti­gen Screen­shot zu erstel­len, wie ihr seht. 🙂

So, das war’s. Ein nicht sehr lan­ges Review für einen nicht sehr erwäh­nens­wer­ten Film. Kann man sich rein­tun, wenn man gerade nichts bes­se­res zur Hand hat.

Wer­tung: 5/​10

Blogathon 2010: The Yakuza Papers (Battles Without Honor and Humanity)

Batt­les Without Honor and Huma­nity (Jingi naki tat­akai) (IMDB/​OFDB)

Deadly Fight in Hiro­shima  (Jingi naki tat­akai: Hiro­shima shito hen)(IMDB/​OFDB)

Proxy War (Jingi naki tat­akai: dairi sensô) (IMDB/​OFDB)

Police Tac­tics (Jingi naki tat­akai: Chojo sakusen) (IMDB/​OFDB)

Final Epi­sode (Jingi naki tat­akai: Kan­ketsu-hen) (IMDB/​OFDB)

Japan, 1973-’74

Regie: Kinji Fukas­aku

Blogathon 2010: The Yakuza Papers (Battles Without Honor and Humanity)2007 erschien „Batt­les Without Honor and Huma­nity“ erst­mals in Deutsch­land auf DVD und ließ mich damals ziem­lich rat­los zurück. Was war das bloß für ein selt­sa­mes Ding von einem Film, der inner­halb der ers­ten Vier­tel­stunde schon so viele Cha­rak­tere ein­führt und zur Schlacht­bank führt, dass es schon für zwei „nor­male“ Filme gereicht hätte? Der schein­bar auf mora­li­sche Werte pfeift, keine Posi­tion zum Gesche­hen bezieht, kei­nen kla­ren Hel­den oder so was wie eine Haupt­fi­gur erken­nen lässt und zum Schluss ein unbe­frie­di­gen­des offe­nes Ende ser­viert, als wolle er einem sagen, dass die ver­gan­ge­nen andert­halb Stun­den eh voll­kom­men sinn­los waren?

Ein paar Jahre spä­ter bin ich etwas schlauer, ein wenig bes­ser mit dem Werk des Regis­seurs (der hier­zu­lande meist nur mit sei­nem umstrit­te­nen Spät­werk „Battle Royale“ in Ver­bin­dung gebracht wird) und dem Yakuza-Genre im all­ge­mei­nen ver­traut und weiß jetzt vor allem auch, dass es sich bei dem Film um den Auf­takt einer fünf­tei­li­gen Reihe han­delt, auf die dann auch noch ein drei­tei­li­ges Sequel fol­gen sollte. Keine Ahnung was sich die deut­schen Publisher dabei gedacht hat­ten, den Film so außer­halb sei­nes Kon­tex­tes zu ver­öf­fent­li­chen, aber jetzt habe ich mir end­lich mal die Zeit genom­men, die­ses unge­wöhn­li­che Epos in vol­ler Länge zu begut­ach­ten. (mehr …)

Blogathon 2010: Question for all the Ninja-Experts out there /​ Für alle Ninja-Experten

Blogathon 2010: Question for all the Ninja-Experts out there / Für alle Ninja-ExpertenI’m star­ting this off with a rather sel­fish request for ever­yone who’s more into this type of movies than me.

Recently i’ve been loo­king for great ninja-movies. I am some­what fami­liar with all this trashy 80’s style stuff and some par­odies, but i’m asking mys­elf if there also are some real trea­su­res out there aside from those cli­ched Action flicks, because to me, the ninja-rela­ted set­ting sounds just like the kind of stuff that great sto­ries are made of and it seems far too inte­res­ting to be was­ted only on a num­ber of more or less amu­sing trash flicks.

So what do you say, ninja-experts? What films (anime is rele­vant, too…) would you recom­mend me that are incredi­bly smart, thril­ling and action-packed, or at least one of these things?

So far i’ve seen the „Shadow War­ri­ors“ TV-series with Sonny Chiba (which i really liked as soon as i accep­ted this old TV-style of filmma­king) and „Owl’s Castle“, which i thau­ght was rather boring. I’m loo­king for­ward to your thoughts and recom­men­da­ti­ons 🙂


Ich starte mal nicht ganz unei­gen­nüt­zig, mit einem Auf­ruf an alle, die mehr Ahnung davon haben als ich.

Ich bin schön län­ger auf der Suche nach genia­len Ninja-Fil­men. Ich bin durch­aus ver­traut mit unmen­gen tra­shi­ger Action­kost aus den 80er Jah­ren und der einen oder ande­ren Satire, frage mich aber schon län­ger, ob da nicht noch etwas mehr gehen muss, denn das Set­ting rund um die Schat­ten­krie­ger ist ein­fach zu inter­es­sant, um ledig­lich für ein paar mehr oder weni­ger amü­sante Trash­gra­na­ten her­zu­hal­ten.

Also Nin­ja­ex­per­ten auf­ge­passt: Was für Filme (Anime passt auch) wür­det ihr mir so ans Herz legen, die unglaub­lich schlau, span­nend und actionge­la­den, oder auch nur eins davon sind?

Bekannt sind mir bis­her u.a. die TV Serie Shadow War­ri­ors mit Sonny Chiba (gefiel mir sehr gut, sobald ich mich mit dem alten TV-Style ange­freun­det hatte) und, als Ver­such eines etwas „erns­te­ren“ Films, „Owl’s Castle“, den ich etwas fade fand. Ich freue mich auf eure Gedan­ken und Emp­feh­lun­gen 🙂

Japanese Cinema Blogathon 2010

Japanese Cinema Blogathon 2010

Klaus von Japan­kino weist gerade auf den dies­jäh­ri­gen Blo­ga­thon hin, den Michael von Wild­grounds mal wie­der initi­iert hat. Da ich sel­ber ja noch ziem­lich frisch im akti­ven Blog­zir­kus bin, freue ich mich schon tie­risch auf das geballte Text­auf­kom­men und hoffe auch auf wach­sende Betei­li­gung deutsch­spra­chi­ger Blogs. Die­ser und jener haben schon ihre Betei­li­gung kund­ge­ge­ben und es würde mich nicht wun­dern, wenn der da auch noch dazu­kommt, und über den hier würde ich mich auch sehr freuen. Ich werde die Woche ver­mut­lich mal nut­zen um vom gewohn­ten Review­kurs abzu­wei­chen und ein paar lose Gedan­ken, Lis­ten und ver­schie­de­nen Krem­pel raus­zu­hauen, der sonst nicht so rein­passt, mal schauen.

Das ganze Geht vom 3.-10. Novem­ber, ich sach mal Feuer frei!

Engelspenisse

Auf das kol­lek­tive Unter­be­wust­sein des Net­zes ist immer Ver­lass. *Arsch­brand*
Das stelle ich schmun­zelnd fest wenn ich mir die Top-Such­an­fra­gen anschaue, die ver­wirrte Genos­sen auf mein Blog füh­ren und in deren obe­ren Rän­gen sich Begriffe wie „Engel­spe­nisse“, „Loli­con“ und „Yakuza Porn“ befin­den. *Bil­li­ger abneh­men mit Via­gra!!!*
Aber viel­leicht kommt das auch nur davon, wenn man sich zu sehr auf die per­ver­sen Jap­sen und ihre ver­dor­bene Kul­tur ein­lässt. 😉  *xxx mit Sushi*

*Nach­trag:* *digi­mon sex tape*
Als klei­nes Expe­ri­ment und schmie­ri­gen Ver­such, mit null Auf­wand mehr Hits zu krie­gen, sind in die­sem Post ein paar sub­tile Geheim­bot­schaf­ten ent­hal­ten.

Toad’s Oil (Gama no abura)

IMDB/​OFDB

Japan, 2009

Regie: Kôji Yakusho

Toad's Oil (Gama no abura)Takuro Yazawa zockt mit sei­nem Ver­mö­gen als wäre das alles nur ein lus­ti­ges Spiel und als wäre sein eige­ner Kon­to­stand ein­fach eine Art High­score die es zu kna­cken gilt. Die Börse ist seine Spiel­wiese, auf der er sich mit gera­dezu kind­li­cher Nai­vi­tät aus­tobt und alles andere um sich herum ver­gisst. Wenn alles in die Hose geht, fängt er halt wie­der von vorne an. Sein kom­pro­miss­lo­ses Welt­bild, das Leben als ein ein­zi­ges Spiel zu betrach­ten, gerät aus den Fugen als sein Sohn Takuya, auf dem Weg um sei­nen alten Freund Saburo aus dem Knast abzu­ho­len, von einem LKW ange­fah­ren wird und in ein Koma fällt. Wäh­rend­des­sen zieht der mit­tel­lose aber um ein red­li­ches Leben bemühte Saburo bei den Yaza­was ein und in ihm und Takuro knal­len zwei radi­kale Gegen­sätze auf­ein­an­der. Wäh­rend Saburo ver­sucht, wie­der fes­ten Boden unter die Füße zu krie­gen, nimmt Takuro die Anrufe von Taku­yas schrä­ger Freun­din an und gibt sich als sein Sohn aus; in den ver­lo­ge­nen Gesprä­chen mit der ent­rück­ten Hikari fin­det er eine neue Spiel­wiese. Bald dar­auf stirbt Takuya. Takuro ver­kauft dar­auf­hin sein Anwe­sen, erwirbt ein Wohn­mo­bil und begibt sich zusam­men mit Saburo auf eine aus­ge­dehnte Sinn­su­che, die immer unwirk­li­cher wird und in seine eigene Ver­gan­gen­heit zu füh­ren scheint. (mehr …)

Loved Gun

IMDB/​OFDB

Japan, 2004

Regie: Kens­aku Watanabe

Der Auf­trags­mör­der Hay­amada ist auf der Flucht vor sei­nen frü­he­ren Auf­trag­ge­bern. Sie haben sei­nen Ex-Kol­le­gen Maru­y­ama und den uner­fah­re­nen Taneda beauf­tragt, ihn zu besei­ti­gen. Am Ende sener Kräfte und schwer ver­letzt trifft er auf die ver­schlos­sene und vom eige­nen Schick­sal arg gebeu­telte Miyuki. Eigent­lich möchte er ihr nur ihren Moror­rol­ler als ein wei­te­res Flucht­fahr­zeug steh­len, doch es kommt anders als sich Miyuki gar nicht von „Akira“, sei­nem knall­ro­ten Revol­ver, beein­dru­cken lässt. Statt­des­sen bricht er zusam­men, und als er im Kran­ken­haus wie­der erwacht, ist auch seine Leb­lings­waffe ver­schwun­den. Er macht Miyuki aus­fin­dig, die Akira für ihn „auf­be­wahrt“ hat. Sie gibt ihm die Waffe wie­der, unter der Bedin­gung, dass er einen letz­ten Mord­auf­trag für sie aus­führt. Wäh­rend­des­sen kom­men seine Ver­fol­ger unauf­halt­sam näher.

Loved Gun

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Golden Slumber

IMDB/​OFDB

Japan, 2010

Regie: Yoshi­hiro Naka­mura

Golden SlumberDer unschein­bare Paket­bote Aoyagi wird auf einen Schlag aus sei­nem beque­men und vor­her­seh­ba­ren All­tag her­aus­ge­ris­sen, als ihn ein alter Freund zum Angeln ein­lädt. Denn bald fin­det er sich mit Beru­hi­gungs­mit­teln voll­ge­pumpt im Auto jenes Freun­des in der Nähe einer vor­bei­zie­hen­den Parade wie­der. Man habe ihm Geld ange­bo­ten, um Aoyagi hier­her zu brin­gen, beich­tet ihm sein alter Genosse. Dann gibt’s eine Explo­sion, und um sie herum bricht Chaos aus. Auch das Auto in dem sie sit­zen ist ver­mint und Aoyagi ent­kommt knapp einer wei­te­ren Explo­sion, die eigent­lich für ihn bestimmt war. Auf der Flucht vor der Poli­zei erfährt er durch die Medien lang­sam den Grund für seine Misere: Die erste Explo­sion auf der Parade war ein Mord­an­schlag auf den japa­ni­schen Pre­mier­mi­nis­ter. Mit Hilfe eines Dop­pel­gän­gers sowie gefälsch­ten Fotos und Über­wa­chungs­vi­deos möchte man ihm den Anschlag in die Schuhe schie­ben. Doch das stellt sich als nicht so leicht raus, denn von allen Sei­ten bekommt der per­plexe Aoyagi uner­war­tete Hilfe, unter ande­rem von alten Schul­freun­den und Kol­le­gen, und sogar ein gesuch­ter Seri­en­mör­der erweist sich als durch­aus umgäng­li­cher Zeit­ge­nosse und hilft ihm bei der Suche nach dem wah­ren Täter. (mehr …)