Lip – Commodity

Lip aus Baltimore, Maryland fielen mir zum ersten mal durch eine Split mit Nag vor geraumer Zeit auf. Klar gibt es zu den Postpunkern aus Atlanta auch einige Parallelen hier, aber noch eher würde ich ihnen anlässlich ihrer neuesten EP eine Nähe zu Sievehead, Rank Xerox oder Criminal Code zuschreiben, wobei ihr Sound aber noch eine deutlichere oldschool Goth- und Deathrock-Tendenz mitbringt. Das ruft mir dann eher Disjoy ins Gedächtnis oder – als etwas aktuelleren Vergleich – Clock of Time.

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Speed Week – Hey Hey It’s Speed Week

Garage Punk aus Melbourne, der ein bisschen rüberkommt wie eine Verschmelzung aus geradeaus rockendem Zeug wie Mini Skirt, Flat Worms, Ex-Cult mit deutlich verspielteren Genre-Vertretern vom Schlage Dumb, Vintage Crop.

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Moth – Modern Madness

Eine weitere solide EP von Moth aus Melbourne – diesmal etwas weniger Synth-lastig als der Vorgänger. Erneut hat das Ähnlichkeit zu etablierten Garage-Hausnummern wie Useless Eaters, Ex-Cult, Ausmuteants oder frühen Teenanger, sowie zu einigen Warttman Inc.-Acts á la Research Reactor Corp., Set-Top Box. Außerdem gibt es mit Digital Crisis noch einen Ausflug in Richtung des düsteren Postpunks, welcher dann etwa an Exit Group, Diät oder Rank/Xerox erinnert.

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Chainshot – Chainshot

Hardcore Punk aus Nashville, der loslegt wie ein Zeitsprung in die frühzeit des Genres, sowohl bezüglich der kompromisslosen Wucht als auch einer Kreativität, die sich nicht viel um etablierte Muster und Konventionen schert. Mit jeder verstreichenden Minute wird es daraufhin nur noch spannender. Oft auf ungewöhnlich melodischer Gitarrenarbeit oder Garage-mäßigem Riffing aufbauend, findet ihre ganz unbelastet die Punk-Vergangenheit plündernde Herangehensweise gleichermaßen gut in der Gegenwart platz, irgendwo in der Nähe von Bands wie Cement Shoes oder Pink Guitars.

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Wax Chattels – Clot

Zwei Jahre nach einer vielversprechenden, wenn auch stellenweise noch etwas unausgereiften ersten LP, bekommen wir hier einen deutlich konsistenteren Nachfolger dieser Band aus Auckland, Neuseeland geliefert. Ihre tendenziell eher abstrakten, jedoch immer einprägsamen, in den Randbereichen von Post Punk, Noise Rock und Industrial angesiedelten Kompositionen erinnern mich wahlweise mal an Bands wie Girls In Synthesis, Haunted Horses, Ice Balloons oder Tunic – mit einem subtilen Lightning Bolt-Faktor obendrein.

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The Archaeas – Archaeas

Nach ‘ner 7″ auf Total Punk im Frühjahr, bekommen wir jetzt einen langspielenden Eindruck von der rohen Energie des Trios aus Louisville, Kentucy verpasst und erneut bürgt mit Goner Records eine einschlägige Garage-Hausnummer für Qualität. Erwartet nichts schlaues oder originelles von ihrer Musik. Erwartet viel mehr etwas durchweg vertrautes in saumäßig gut. Eine freidrehende Sprengladung aus ultraklassischem Garage Punk mit 77er Duftnote – straight und simpel, aber von vortrefflicher Durchschlagkraft.

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Antiprokrastinationsverklappung kommender Releases

9. Oktober

11. Oktober

12. Oktober

15. Oktober

16. Oktober

20. Oktober

23. Oktober

30. Oktober

1. November

13. November

20. November

26. November

27. November

1. Dezember

Verspannungskassette #8 (C-90)

Seite A

Tracklist:

F.E.I.D.L. Fünf Finger Rabatt
Bat Math Nobody’s
Basic Shapes Wolf in Sheep’s Clothing
Bobby Funk I’m a Cat
Reality Group Hard Man
Baby Tyler Needz
CB Radio Gorgeous The Devil
Vintage Crop Tension
R.M.F.C. Reader
No Fix Vicious Cycle
Mini Skirt Give It Up
Public Eye I Might Go
Silicone Values I Hate Fascist Rock And Roll
Jacuzzi Boys Offended
Playboy Manbaby I Wish My Brain Was a Computer
Tony Dork Tongue Tied
The Meanies Drowning Tower
The Resonars A Smile and a Promise
Boogie Board Station

Seite B

Tracklist:

Powerplant A Spine
Erik Nervous Living In The Woods
Cherry Cheeks Wake Up
Tommy and the Commies Impulse Action
Nervous Tick and the Zipper Lips Don’t Know Where To Go
ISS Too Punk For Heavy Metal
Psychic Graveyard Hairbrush Mouth
Super Senior Too Much Tequila
Eugh Don’t Trust Harry
Dee Bee Rich Loook
Dummy On My Back
Ghoulies Unpack Your Bags
The Liquidators Married To Your Mind
Silicone Prairie Ozone Day
Shark Toys Future
Taulard Fomo
Sweet Reaper Faster Getaway
The Yearners Red Aura
Vaguess Fences
Germ House Blunt Objects

Diode – Diode

Eine Band aus Los Angeles mit einem hochkarätigen Allstar Garagen-Lineup beschert uns einen angenehm verspulten Mix aus Garage-, Post- und Synth Punk, der an einigen Stellen nach einer Kombination aus Nots und Pow! klingt, in anderen Momenten als träfen Primitive Calculators auf Useless Eaters.

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Other Half – Big Twenty

Hier gleich nochmal eine Postcore-LP von noch einer britischen Band – diesmal von der etwas konventionelleren, jedoch durchweg überzeugenden Machart. Kann man häufig mit alten Helden wie Jawbox, Drive Like Jehu, Hot Snakes vergleichen… während sich von der neuen Schule etwa Bench Press, Stuck oder USA Nails als Referenzen anbieten.

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Shifting – It Was Good

Für eine Band, die bisher nur eine 7″ auf dem Buckel hat, erstaunt die Reife des Sounds, der sich auf dem Debütalbum von Shifting aus Dublin entfaltet – nicht weniger als eine voll ausgeformte, vielseitige und einfallsreiche Vision von Noise Rock, Postcore und Math Rock, die sich klar von klassichen Acts der 90er und frühen 00er Jahre wie Unwound, Bastro, Chavez, Frodus, frühen Shellac beeinflusst zeigt, dabei dennoch problemlos auf eigenen Beinen steht. In der gegenwärtigen Genrelandschaft könnte man außerdem noch Multicult als halbwegs passenden Vergleich nennen.

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Brandy – The Gift Of Repetition

Es ist absolut passend, dass der erste Zwölfzöller auf dem US Garage-Überlabel Total Punk Records mit einem hämmernden Groove á la ISS beginnt, war doch deren kürzlich erschienene EP die vermutlich letzte 7″, die jemals auf Label erschienen ist – der Übergang in eine neue Total Punk-Ära könnte also kaum smoother und wir sicherer sein, dass der Geist hinter diesem Label trotz einer Änderung des Formats der gleiche geblieben ist. Ein bisschen erwachsen geworden, vielleicht. Die New Yorker Garage Noise-Combo Brandy klingt hier kompakter und kraftvoller als je zuvor, nachdem sie sich ja schon an einem brilliant rohen Debütalbum und einer weiteren 7″ die Zähne ausgebissen hatten – ratet mal auf welchem Label die letztere erschienen ist… Ebenfalls deutlicher als zuvor schält sich diesmal ein gewisser Feedtime-Einfluss heraus, während ihre abstrakteren Momente mal einen leichten Spray Paint-Vibe entwickeln. Ganz besonders fühle ich mich aber an aktuelle Post Punk Acts wie Knowso oder NAG erinnert – beide hatten ebenfalls schon Platten auf Total Punk raus. Bemerkenswert, wie viele Kreise sich mit dieser Veröffentlichung schließen.

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