MSPaint – Acid
Post-American erscheint am 10. März auf Convulse Records.
Post-American erscheint am 10. März auf Convulse Records.
Quattro Formaggi erscheint am 3. Februar auf order05records.

Damit hatte ich eigentlich gar nicht mehr gerechnet, ein knappes Jahrzehnt nach dem letzten Lebenszeichen der Kanadier. Aber in der Tat gibt es hier eine neue LP der liebenswert schrulligen Strange Attractor zu bewundern. Die ist von Anfang bis Ende ein massives Brett geworden als wäre keine Sekunde vergangen seit ihrer letzten EP, ihr Sound so abgehangen wie eh und je in ihrer patentierten Machart, in der sie nur die ollsten, ursprünglichsten Grundzutaten des Garage Punk mit einer rohen, umgekämmten Energie und Attitüde aufladen, die ihnen letztendlich doch ganz eigen ist. Mit beängstigender Frequenz und beeindruckender Leichtigkeit werden hier die hochinfektiösen Hooks von der Stange gelassen.
Album-Stream →
Die Band aus Richmond, Virginia hat bereits ein bisschen Staub aufgewirbelt mit einem schön chaotischen Demo in 2019 und einer dem etwas konventionelleren Hardcore verbundenen 2021er EP. Auf ihrer ersten LP gehen sie jetzt wieder deutlich unberechenbarer zur Sache mit einem zumeist empfindlich gedrosselten Tempo und einem Sound, der scheinbar so einige Inspiration aus dem experimentellen Spannungsfeld zwischen klassischem 80er Hardcore und dem (Proto-)Noise Rock jener Zeit zieht, wie ihn etwa Flipper, No Trend, Spike In Vain, Broken Talent damals etabliert haben. Aber auch zu jüngerem Krempel á la Soupcans, Vulture Shit, C-Krit oder Stinkhole mag man da Ähnlichkeiten sehen.
Album-Stream →
Die Band aus Bristol hat sich etwa ein Jahr Zeit gelassen für die neueste in einer Serie von bislang ausnahmslos spektakulär zu nennenden (digitalen) Singles. Ich freue mich verkünden zu dürfen, dass es auch über diese zwei Songs nichts wirklich neues zu erzählen gibt – die sind einfach zwei weitere makellose Meisterstücke der melodischen Post Punk und Power Pop mit klaren Echos von Buzzcocks, Television Personalities, Mekons, Desperate Bicycles und noch vielen weiteren Artefakten aus der überwiegend britischen DIY Punk-Vergangenheit.

Diese nette EP von Nick G plus Peripherie aus St. Louis, Missouri transportiert sieben mal düsteren aber ebenso melodischen, deutlich Song-basierten Post Punk – zugegebenermaßen nicht die originellste Sache heutzutage aber auch keineswegs langweilig oder vorhersehbar, immer solide konstruiert. Ein definitiver Leckerbissen etwa für Freunde von Criminal Code, Public Eye, VHS, Sievehead or Bruised… und gelegentliche Spuren von Trauma Harness oder The Estranged gibt es auch zu bewundern.
Album-Stream →




Ein wie gewohnt hochwertiger Batzen von neuen Siebenzöllern und sogar eine CD von Italiens zuverlässiger Garage Punk-Institution Goodbye Boozy Records.
Bei Tee Vee Repairman handelt es sich mal wieder um ein Projekt von Ishka Edmeades, den ihr vermutlich schon von so Hausnummern wie Satanic Togas, Set-Top Box, Research Reactor Corp., Gee Tee, Remote Control, Mainframe kennt… der Typ hat gefühlt in 90 Prozent des erweiterten Warttman-Kosmos seine Finger drin. Sagen wir mal, der Typ war in den letzten Jahren eine echte Bank in diese Blog und wird sicher noch öfter auftauchen, denn alles was der anfasst transformiert spontan zu purem Garage Punk- und Power Pop-Gold.
Ein deutlich anderes Biest ist da die 7″ von Wayne Pain & The Shit Stains – eine simple und schön dumme Attacke des ausgesprochen oldschooligen Garage Punk mit dem gewissen Rockabilly-Einschlag.
Von letzterem haben auch Qinqs etwas abbekommen, allerdings riecht das bei denen weniger nach Cramps sondern mehr nach The Fall – The Great White Wonder hätte man passender mit How i re-wrote Elastic Man betiteln können aber auch jüngeres Zeug á la Shark Toys, Ex Cult, Parquet Courts oder The UV Race steckt da irgendwie mit drin.
Die neueste EP der Mysteriösen Zoids ist auch mal wieder ein liebenswert schrulliges Machwerk des so exzentrischen wie minimalistischen Electro-/Space-/Garage Punk geworden dessen Vibe einiges von Suicide-meets-Metal Urbain / Dr. Mix and the Remix an sich hat. Und ja, fickt Vinyl. Die Zukunft gehört der Compact Disc Bro.
Die Tracks von Dadgad auf einer Split-EP bilden dann die perfekte Überleitung vom erwähnten Space Punk hin zu den Songs von noch so ’nem anderen üblichen Verdächtigen der hier auf den namen Zhoop hört… aber sicher auch als Feed, Djinn, Brundle oder was auch immer ein Begriff ist. Mir doch egal, ist alles geiler Scheiß.