Ein kleines Statusupdate

Ok, hier war im ver­gan­ge­nen Mo­nat ja mal gar nix los. Sor­ry da­für.
Das lag un­ter an­de­rem dran, dass ich mit ei­ni­gen Din­gen in die­sem ner­vi­gen Le­ben au­ßer­halb des In­ter­nets zu dea­len und au­ßer­dem ei­nen mas­si­ven fi­nan­zi­el­len Eng­pass zu über­brü­cken hat­te, der ein­fach nix mehr für Mu­sik üb­rig ließ.
Bei­de Din­ge sind noch nicht über­wun­den, aber zu­min­dest so­weit ab­ge­mil­dert, dass es hier bald wie­der wei­ter­ge­hen kann.
Auch die Ra­dio­show star­tet bald wie­der durch, mög­li­cher­wei­se in et­was län­ge­ren oder un­re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den.

In den nächs­ten Wo­chen wer­de ich au­ßer­dem mal ei­nen klei­nen Pa­tre­on-Test­bal­lon star­ten. Wenn ei­ni­gen von euch die­ses Blog al­so viel­leicht ge­nug am Her­zen liegt, mei­ne Ar­beit dar­an mit re­gel­mä­ßi­gen klei­nen Geld­be­trä­gen zu un­ter­stüt­zen, habt ihr bald die Mög­lich­keit da­zu.

Für den Mo­ment: Habt noch ein we­nig Ge­duld, ich brauch noch ein we­nig Vor­lauf­zeit. Aber spä­tes­tens in ei­ner Wo­che geht's hier wie­der wie ge­wohnt wei­ter.

Intermission

Ich muss hier et­was per­sön­li­chen Scheiß auf die Rei­he krie­gen, des­halb legt 12XU jetzt mal ei­ne kur­ze Pau­se ein. In spä­tes­tens 1-2 Wo­chen geht's hier wie­der wei­ter.
In der Zwi­schen­zeit könnt ihr ja mal 'n paar an­de­re gu­te Blogs aus­che­cken.

Digitalscheiß für Musiknerds Teil 2: Wireless Audioplayer zum Selbstbauen

Im ers­ten Teil die­ser Rei­he ha­be ich mich dar­über aus­ge­las­sen, wie man ein di­gi­ta­les Mu­sik­ar­chiv im Rah­men ei­nes voll­wer­ti­gen Me­dia Cen­ters wohn­zim­mer­taug­lich ma­chen kann.
Jetzt will ich hier noch ei­ne et­was schlan­ke­re und kos­ten­güns­ti­ge­re Lö­sung vor­stel­len: Ei­nen klei­nen Wire­less Au­dio­play­er, der seit ge­rau­mer Zeit mei­ne Kü­che be­schallt und in sa­chen Preis, Klang und Viel­sei­tig­keit den teu­ren Kom­plett­lö­sun­gen von Her­stel­lern wie So­nos ge­hö­rig in den Arsch tritt. (mehr …)

Digitalscheiß für Musiknerds Teil 1: Computer gehören ins Büro.

Ich bin Di­gi­tal­mensch und hab das Sam­meln phy­si­scher Ton­trä­ger schon vor Jah­ren auf­ge­ge­ben. Schon als die ers­ten mp3-en­coder sich breit mach­ten war ich be­geis­tert von den Mög­lich­kei­ten, den di­gi­ta­le Au­dio­files bie­ten.

Auch wenn‘s da­mals noch we­ni­ge glau­ben woll­ten, die ein­zi­gen Hin­der­nis­se, die da­mals noch der Re­vo­lu­ti­on im Weg stan­den wa­ren der be­grenz­te Spei­cher­platz und die mick­ri­gen Down­loadra­ten. Heu­te wis­sen wir es na­tür­lich bes­ser und die Di­gi­ta­li­sie­rung der Me­di­en ist schon lan­ge Rea­li­tät.

So zur Mit­te der Nuller­jah­re kam ich dann ein­mal in mas­si­ve Geld­not und hab mei­ne kom­plet­te Plat­ten­samm­lung an glück­li­che Samm­ler ver­scher­belt, die jetzt hof­fent­lich viel Spaß da­mit ha­ben.
Seit­dem bin ich nur noch di­gi­tal un­ter­wegs und schaue nicht zu­rück. Auch wenn ich den Reiz von Vi­nyl als ehe­ma­li­ger Samm­ler noch im­mer nach­voll­zhie­hen kann (aber wohl­be­merkt den von Vi­nyl-Fa­na­ti­kern ver­brei­te­ten Au­dio-My­then kei­nen Glau­ben schen­ke), bin ich heu­te froh, die­sen Schritt schon früh ge­gan­gen zu sein. Al­lein schon wenn ich dar­über nach­den­ke, wie viel mehr mein Mu­sik­kon­sum mich heu­te kos­ten wür­de, wenn ich im­mer noch ei­nen groß­teil der Plat­ten aus Über­see be­stel­len müss­te…

Hier will ich jetzt mal dar­über re­den, wie man ein di­gi­ta­les Mu­sik­ar­chiv Wohn­zim­mer­taug­lich ma­chen kann, bzw. wie ich das selbst ge­löst ha­be. In die­sem Ar­ti­kel geht es jetzt um ein voll­wer­ti­ges Me­dia Cen­ter mit be­son­de­rem Fo­kus auf Mu­sik­wi­der­ga­be, in ei­nem se­pe­ra­ten Post wer­de ich dann bald noch zwei schlan­ke Lö­sun­gen für ei­nen rei­nen Au­dio­play­er vor­stel­len.

In den Nuller­jah­ren kam mei­ne Mu­sik wie bei den meis­ten Leu­ten zu der Zeit aus dem PC oder Lap­top. Das war da­mals ja auch fast die ein­zi­ge ver­nünf­ti­ge Lö­sung. Die Hard­ware für Me­dia Cen­ter war noch kost­spie­lig, die Soft­ware re­la­tiv un­aus­ge­reift und fer­ti­ge Me­di­en­spie­ler für zu­hau­se kaum zu ge­brau­chen. Und wenn eh schon ein PC 24/​7 im ei­ge­nen WG- oder Ju­gend­zim­mer vor sich hin ras­sel­te war auch nicht so wirk­lich der Be­darf für zu­sätz­li­che Hard­ware da.

Was aber, wenn man sei­ne Mu­sik und Fil­me auch im Wohn­zim­mer, in der Kü­che oder im Schlaf­zim­mer pa­rat ha­ben will, wo ein aus­ge­wach­se­ner PC ein­fach zu viel Platz weg­nimt und un­nö­tig Krach macht? Ein Lap­top passt da schon bes­ser rein, aber im­mer in lan­ges Ka­bel zum Ver­stär­ker zu le­gen fin­de ich auch mal eher sub­op­ti­mal und wenn ich ein­fach Mu­sik ge­nie­ßen will, ist es auch doof im­mer den Rech­ner zu boo­ten und den Au­dio­play­er zu öff­nen.

Hier (Trom­mel­wir­bel…) be­tre­ten Me­di­a­cen­ter die Büh­ne. (mehr …)

New policy for music submissions

If you’re from a pro­mo agen­cy or found me via the spam­mer cunts of the in­die bi­ble (if so, plea­se re­con­si­der your mar­ke­ting stra­te­gy): You ca­me to the wrong place, i kind­ly ask you to fuck off.

Wenn du von ei­ner Prom­o­agen­tur oder ähn­li­chem bist: Fal­scher Ort. Bit­te ver­piss dich.

Scheißmanifest V. 0.1

Ein Er­klä­rungs­ver­such in wir­ren Sät­zen.
War­um saugt Mu­sik so, wie wur­de In­die Rock zu Scheiß In­die und war­um ma­che ich das hier?


Dis­c­lai­mer:
Aus Er­fah­rungs­wer­ten muss ich dar­auf hin­wei­sen, dass der fol­gen­de Text mit ho­her Wahr­schein­lich­keit ein ge­wis­ses Maß an Dumm­heit, Sub­jek­ti­vi­tät, Ab­schwei­fun­gen und In­to­le­ranz ent­hält.

Ist noch nicht so lan­ge her, da hat Hype Ma­chi­ne mal ’nen gan­zen Hau­fen Mu­sik­blogs aus dem In­dex ge­wor­fen. Hat sich her­aus­ge­stellt, dass ei­ni­ge zum Teil sehr po­pu­lä­re Posting­bu­den ein ab­ge­kar­te­tes Spiel führ­ten um be­sag­ter Hy­pe­ma­schi­ne mal et­was un­lau­te­re Hil­fe­stel­lung zu ge­ben. Leu­te aus Prom­o­agen­tu­ren schli­chen sich - viel­leicht un­be­merkt, ver­mut­lich aber mit vol­ler Kennt­nis der Blog­be­trei­ber, even­tu­ell im Aus­tausch ge­gen Ba­res oder an­de­re Ge­fäl­lig­kei­ten - als Au­toren bei gleich ei­ner Viel­zahl von Blogs ein, um dort gleich­zei­tig die von ih­nen be­treu­ten Acts zu pos­ten und da­mit je­de noch so un­in­ter­es­san­te 08/15-Com­bo aus ih­rem Ge­he­ge in die Hy­pem-Charts zu äh… Hy­pen.

Eins die­ser Blogs/​Magazine des­sen Na­men ich hier nicht nen­nen wer­de, hat sich dann auch noch den Faux­pas er­laubt, ei­ne grenz­de­bi­le Stel­lung­na­me zu ver­öf­fent­li­chen. In­zwi­schen ist das den Leu­ten wohl selbst pein­lich ge­wor­den, ich fin­de den Ar­ti­kel in sei­ner ur­sprüng­li­chen Form je­den­falls nicht wie­der. ”Ja, das stimmt, dass bei uns Ver­tre­ter von Prom­o­agen­tu­ren schrei­ben“, so oder so ähn­lich lau­te­te die hauch­dün­ne Ar­gu­men­ta­ti­on ”aber es ist doch ganz nor­mal wenn in Mu­sik­blogs auch Blog­ger mit Mu­sik­busi­ness-Hin­ter­grund ver­tre­ten sind und bei uns pos­ten sie nur Zeug das sie auch Per­sön­lich gut fin­den“. Güns­ti­ger Zu­fall, wenn‘s ge­ra­de die ei­ge­nen Kli­en­ten sind. Es ist doch im­mer wie­der spa­ßig zu be­ob­ach­ten, wenn sich so Idio­ten selbst ein Mes­ser in den Bauch ram­men.

Die Ge­scheh­nis­se mach­ten aber mal wie­der deut­lich, wie un­ter­wan­dert vie­le Mu­sik­blogs und On­line­ma­ga­zi­ne von ei­ner Mar­ke­ting­ma­schi­ne sind, ei­ner art mit­tel­stän­di­schen ”Indie“-Industrie, die nicht viel bes­ser ist als die gro­ßen Me­di­en­kon­zer­ne.

Schon vor Jah­ren, als Face­book und Twit­ter noch Ge­heim­tipps wa­ren und als Mu­sik­blogs noch et­was po­pu­lä­rer wa­ren als heu­te, fing ein klei­ner In­ves­to­ren­gold­rausch an und Leu­te ka­men auf die idee, dass man aus die­sen tren­di­gen Con­tent­schleu­dern si­cher auch ein paar Dol­lars oder Eu­ros raus­quet­schen kann. Vie­le be­kann­te ”Indie“-Blogs sind schon lan­ge von grö­ße­ren In­ves­to­ren und Me­di­en­bu­den ge­schluckt wor­den, auch wenn die Ma­cher das wohl­wis­send nicht an die gro­ße Glo­cke hän­gen. Ste­reo­gum ge­hört z.B. zu Spin Me­dia, Drow­ned in Sound ist ir­gend­wie mit dem Me­di­en­in­ves­tor Sil­ent­way Ltd. ver­wo­ben, Go­ril­la vs. Be­ar ge­hört zur Towns­qua­re Me­dia Group. Und das ist nur die Spit­ze des Eis­bergs. Kein Wun­der al­so, dass die heu­ti­ge In­die­land­schaft ein­fach nur ziel­grup­pen­ori­en­tiert und klick­op­ti­miert er­scheint. Was po­pu­lär in Blogs und So­zia­len Me­di­en ist, wird zu ei­nem viel zu gro­ßen Teil von den Prom­o­ab­tei­lun­gen ei­ner Art ”Mu­sik­in­dus­trie light“ ge­steu­ert und gleich­ge­schal­tet.

Auch un­ab­hän­gi­ge Blog­ger, ha­be ich den Ein­druck, ver­su­chen zu­neh­mend et­was Koh­le raus zu quet­schen. Ist na­tür­lich auch ihr gu­tes Recht das zu ver­su­chen, aber das gip­felt dann halt fast un­ver­meid­lich in Kom­pro­mis­sen und Op­ti­mie­run­gen zu­las­ten des In­halts. Schlei­chend wird dann die zu pos­ten­de Mu­sik im­mer mehr nach ih­rer Mas­sen­wir­kung als nach per­sön­li­chem Ge­schmack und Qua­li­tät aus­ge­wählt. Die Head­lines wer­den schön Such­ma­schi­nen­op­ti­miert. Pro­mo-Ton­trä­ger und -down­loads nimmt man ger­ne an und pos­tet das Zeug dann auch brav da­mit man bloß nicht in Un­gna­de fällt.

Das ist aus mei­ner Sicht der der­zei­ti­ge Stand der Din­ge in Sa­chen Mu­sik­blogs und sym­pto­ma­tisch für die gan­ze In­die-Kul­tur.

Eben­falls ein Fak­tor ist m.E. aber auch die zu­recht be­lä­chel­te Hip­ster­kul­tur. In die­sen an­ge­sag­ten Krei­sen ist Mu­sik ein Life­sty­le­pro­dukt ge­wor­den, gleich­wer­tig mit dei­ner viel zu gro­ßen So­nen­bril­le, dem gan­zen knall­bun­ten Fum­mel den du am Leib trägst und dei­nem Fi­xie-Bike, dass du im­mer den Berg hoch­schie­ben musst, weil dir ein Rad mit Gang­schal­tung viel zu un­cool ist. Ein ein­fa­ches Ziel für ge­ris­se­ne Mar­ke­ting­spa­cken und mit ei­ner der Grün­de da­für, dass so­ge­nann­ter In­die­rock häu­fig kaum noch von aal­glat­ter To­p40-Mu­cke zu un­ter­schei­den ist. Man muss halt die Ziel­grup­pe er­wei­tern, wenn man den Kid­dies die­ses ach so hip­pe Zeug ver­kau­fen will. Dann kann sich Lies­chen von ne­benann auch mal voll In­die füh­len und sich doch zu ei­ner gro­ßen und hip­pen Grup­pe zu­ge­hö­rig füh­len.

Das In­ter­net mit all sei­nen Ver­spre­chen von de­mo­kra­ti­scher, or­ga­ni­scher Se­lek­ti­on hat auf gan­zer Li­nie ver­sagt wenn‘s um Mu­sik geht (und na­tür­lich nicht nur da). Busi­ness as usu­al, nur, dass wie jetzt kei­ne CDs mehr kau­fen.

Die­ser gan­ze Sch*** war für mich der Haupt­grund, die­ses Blog zu star­ten. Als süch­ti­ger Kon­su­ment von zahl­rei­chen Mu­sik­pu­bli­ka­tio­nen wur­de ich im­mer frus­trier­ter, es gab und gibt nur we­ni­ge Blogs und Ma­ga­zi­ne, die noch ei­nen haupt- oder ne­ben­säch­li­chen Fo­kus auf die Un­ter­grund­sze­nen in den von mir ge­lieb­ten Ni­schen le­gen, und die we­ni­gen die es gab wa­ren fast al­le­samt Eng­lisch­spra­chig. Im deutsch­spra­chi­gen Raum klaff­te da ein­fach ’ne rie­si­ge Lü­cke und ich war so dreist da mal kopf­über rein zu sprin­gen.
Hät­te ich 12XU ge­star­tet, wenn es schon so 2-3 re­le­van­te Blogs in die­ser spe­zi­el­len Ni­sche ge­ge­ben hät­te? Ver­mut­lich nicht. Schaut euch doch mal die­sen Text an, der ist schei­ße. Schrei­ben ist nicht wirk­lich mei­ne Stär­ke und wenn je­mand schon das­sel­be in bes­ser ge­macht hät­te, wä­re ich be­stimmt viel zu ein­ge­schüch­tert ge­we­sen, mich da noch zwi­schen zu zwän­gen. Ich bin so ein Mensch. Stän­dig be­sorgt und an mir selbst zwei­felnd. Un­ter frem­den Men­schen wer­de ich ner­vös. Ich bin ger­ne al­lein und nach au­ßen bin ich in et­wa so Punk wie ’ne Bir­ken­stock­san­da­le. Was soll­te so ein Han­sel wie ich denn da noch bei­tra­gen? Al­les was ich als Blog­ger zu bie­ten ha­be ist ei­ne gro­ße Lei­den­schaft für Me­lo­dien und un­an­ge­pass­ten, oft schrä­gen, manch­mal ex­tre­men Lärm. Und wer küm­mert sich dar­um, wenn ich's nicht sel­ber ma­che?

Ich hof­fe aber dass bald wie­der mehr ähn­lich ge­sinn­te Leu­te das Ru­der in die Hand neh­men, ein­fach mal was Web­mä­ßi­ges star­ten, die Blog­welt um ei­ne in­ter­es­san­te Fa­cet­te be­rei­chern und se­hen wo­hin die Rei­se führt. Viel­leicht er­mu­tigt das ja den ei­nen oder an­de­ren da­zu. Man braucht zwar ei­nen lan­gen Atem, die Le­ser­schaft ent­wi­ckelt sich lang­sam. Aber wenn auch nur ei­ne Hand­voll Leu­te was da­mit an­fan­gen kann und ein paar tol­le Bands ent­deckt, war es das schon wert. Wir brau­chen drin­gend mehr DIY-mä­ßi­ge Blogs, die ab­seits von wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen ihr ei­ge­nes Ding ma­chen.

Dar­über­hin­aus hof­fe ich dar­auf, dass die ak­tu­el­le Web- und So­cial Me­dia-Bla­se end­lich mal platzt, Face­book ir­gend­wann plei­te geht und die gan­zen Mar­ke­ting­spa­cken an Bo­den ver­lie­ren. Dass sich Leu­te wie­der ihr In­ter­net selbst bau­en. Dass neue Com­mu­nities ent­ste­hen die wirk­lich ei­nen sinn­vol­len Aus­tausch er­mög­li­chen, auf Platt­for­men, die nicht auf die Wer­be­in­dus­trie an­ge­wie­sen und von ihr ge­lenkt sind.
Nur ein nai­ver Traum?

Danly Jesu & Barge With An Antenna On It - Split 12"

barge jesu

Das Plat­ten­la­bel mei­nes aus­tra­li­schen Lieb­lings­blogs So­nic Ma­sa­la hat mal wie­der ei­ne saustar­ke Ver­öf­fent­li­chung am Start. Ei­ne Split­schei­be ist es dies­mal ge­wor­den von zwei recht un­ter­schied­li­chen aber eben­bür­tig lau­ten Krach­du­os.
Danyl Je­su kom­men aus Too­woom­ba und ma­chen stark per­kus­siv ge­präg­ten Ex­pe­ri­men­tal­noi­se von ho­her Mu­si­ka­li­tät, der mit sei­nem ab­grund­tie­fen Bass­ge­wum­mer in die Ma­gen­gru­be geht und im rest­li­chen Fre­quenz­spek­trum flei­ßig am Trom­mel­fell rum­sägt.
Bar­ge With An An­ten­na On It aus Bris­bane ge­hen mit ei­ner et­was tra­di­tio­nel­le­ren Drums-und-Gi­tar­re-Be­set­zung zu Wer­ke und er­zeu­gen da­mit sehr aus­ge­buff­ten, über wei­te Stre­cken in­stru­men­ta­len Math- und Noi­se­rock mit leicht postro­cki­ger No­te und aus­ge­präg­ter Dy­na­mik. Bei­de Bands spie­len mei­nes Er­ach­tens in der ers­ten Li­ga ih­res je­wei­li­gen Sub­gen­res.


Al­bum-Stream­/­Pre­view →

Blogempfehlung: RRRSoundZ

rrrsoundz

Am An­fang stand ei­ne ge­nia­le Par­ty­rei­he von ei­nem ge­wis­sen Hund in Mann­heim. De­ren Face­book­sei­te mau­ser­te sich mit der Zeit zu ei­ner wer­vol­len Res­sour­ce, auf der es un­men­gen gu­tes Zeug aus dem breit ge­fä­cher­ten In­die-, Elek­tro- und Avant­gar­de-Spek­trum zu ent­de­cken gab. Von ei­ner Ein-Mann-Show ist das gan­ze zu ei­nem klei­nen aber fei­nen Kol­lek­tiv von Mu­sik­ver­rück­ten und Plat­ten­wüh­lern ge­wach­sen und so­eben hat die­ser zu­sam­men­ge­nom­men doch recht Eklek­ti­zis­ti­sche Hau­fen den Sprung zu ei­nem aus­ge­wach­se­nen Blog voll­zo­gen. Der Hund ist be­gra­ben, lang le­be das RRR. Le­se­pflicht!

Blogempfehlung: Punk Gunk

punk gunk

Bis­her hab ich mich ja eher zu­rück­ge­hal­ten mit so­was, nicht zu­letzt weil die paar mehr oder we­ni­ger 12­XU-kom­pa­ti­blen Blogs größ­ten­teils schon lan­ge eta­bliert sind und dem Ken­ner ver­traut sein dürf­ten. Wenn nicht, sind da­für ja noch Backlinks und die Blog­roll da.
Heu­te bin ich aber über ei­ne ganz be­son­de­re Schön­heit ge­stol­pert in Form des noch recht jun­gen Blogs Punk Gunk, das na­he­zu täg­lich un­ge­schlif­fe­ne Fund­stü­cke aus dem dre­cki­gen Pun­k/HC-, Post­punk und Noi­se-Spek­trum aus­gräbt, die noch nicht wo­an­ders zu To­de ge­rit­ten wur­den und mir größ­ten­teils noch nicht ge­läu­fig sind. Auch wenn ich es in Zei­ten von Band­camp und kos­ten­lo­sen Streams et­was frag­wür­dig und über­flüs­sig fin­de, Shareh­os­ter-Links zu den Al­ben zu pos­ten, was ne­ben den zu ge­nü­ge aus­ge­walz­ten recht­li­chen und ethi­schen Be­den­ken noch ei­ne aku­te Lösch­ge­fahr auf der zum Goog­le Kon­zern ge­hö­ren­den Blog­spot-Platt­form mit sich bringt. Kann man na­tür­lich auch ein­fach als et­was schrul­li­gen Mu­sik­blog-Ana­chro­nis­mus se­hen.

Bodensätze Punkrock-Podcast

manierenversagen

Ma­nie­ren­ver­sa­gen ist wohl ne­ben die­sem Scheiß hier eins der we­ni­gen deutsch­spra­chi­gen Blogs, das noch die Fah­ne (ver­mut­lich Bier­ge­ruch) für dre­cki­gen, Punk-af­fi­nen Rock'n'Roll in sei­nen di­ver­sen Da­seins­for­men hoch hält und da­bei noch auf Qua­li­tät ach­tet. Da freue ich mich doch um so mehr über den brand­neu­en Bo­den­sät­ze-Pod­cast, in dem Ma­nie­ren­ver­sa­gen-Ar­ne und ein an­de­rer Typ na­mens Oli über Zeug und Ge­döns schwa­dro­nie­ren und da­bei den Punk­rock nicht zu kurz kom­men las­sen. Un­be­dingt mal rein­hö­ren!