Lenguas Largas - Come On In
Auf der aktu­el­len Platte die­ser Band aus Tuc­son, Ari­zona tref­fen sich einige sehr ver­schien­dene musi­ka­li­sche Stränge auf unwahr­schein­li­che Art und Weise. Da wäre auf einer Seite der unkon­trol­lierte Gara­gen­rock von Bands wie Yup­pies, Ex-Cult oder Par­quet Courts, ebenso wie etwas anti­quiert wir­kende VU-/Strokes-ismen. Auf der ande­ren Seite des Spek­trums wäre dann die popu­läre Grat­wan­de­rung zwi­schen Indie­rock und Post­punk/-core wie sie etwa von Die! Die! Die!, Les Savy Fav oder Popstran­gers reprä­sen­tiert wird. Der Melo­di­sche Psych-Power­pop ihrer Stadt­nach­barn Reso­nars hin­ter­lässt auch Spu­ren, ebenso wie der melan­cho­li­sche Surf-Twang von Crys­tal Stilts oder Fresh and Onlys. Zu guter letzt kommt dann noch eine kleine Dosis Psych­ge­dröne á la Disap­pears dazu.
An Abwechs­lung man­gelt es also wahr­lich nicht. Es spricht sehr für die Qua­li­tä­ten der Band, dass die Jungs sich inmit­ten die­ser Fülle von Ein­flüs­sen nicht total ver­zet­teln und auch nicht abge­dro­schen klin­gen, ange­sichts der teil­weise bereits zu Tode erprob­ten Zuta­ten.




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