Feedtime - Gas

Wow, mit den Aus­tra­li­ern hatte ich echt nicht mehr gerech­net, als aus dem guten Hause In The Red Records die Ankün­di­gung zu die­ser Platte rein kam. Fast vier­zig Jahre ist die Band­grün­dung her, zwei mal haben sie sich schon auf­ge­löst. Und jetzt haben sich die alten Män­ner, gute zehn Jahre nach ihrem letz­ten Album, noch mal uner­war­tet zusam­men­ge­rauft (naja, genau genom­men spie­len sie schon seit 2011 wie­der zusam­men) und besche­ren uns ein Album, das genau so klingt wie jedes andere Feed­time Album davor auch geklun­gen hat. Und das meine ich abso­lut posi­tiv, denn mit ihrer voll­kom­men sin­gu­lä­ren Vision von pri­mi­ti­vem, mini­ma­lis­ti­schem Rock’n’Roll, der sich zu glei­chen Tei­len aus Blues, Punk und diver­sen Furz­ge­räu­schen speist, ste­hen sie bis heute ziem­lich alleine da. Klar hat ihr Sound viele Bands beein­flusst, von denen einige dann auch ziem­lich gro­ßen Erfolg hat­ten. Ihre Musik hat deut­li­che Spu­ren in frü­hem Grunge und spä­te­ren Gene­ra­tio­nen von Garage Punk und Noise Rock hin­ter­las­sen. An die sture Kon­se­quenz des Ori­gi­nals kam aber bis­her kei­ner ran. Feed­time selbst blie­ben dage­gen immer ein Geheim­tip für schmerz­freie Gemü­ter. Daher gilt auch hier: Was auf so voll­kom­mene Art und Weise kaputt ist, darf um Him­mels wil­len nicht repa­riert wer­den.