Hobocop - Hungry Freak In The Data Mine

Die Band aus Oak­land hat mal schlappe fünf Jahre gebraucht nach ihrer Debüt-EP auf Slo­venly Record­ings, um einen Nach­fol­ger an den Start zu brin­gen. Der ist dafür aber abso­lut bril­li­ant gera­ten und des­ori­en­tiert erneut mit einem wun­der­voll schrä­gen Klang­bild in dem z.B. exzen­tri­scher Gara­gen­krem­pel á la Wire­heads und UV Race mit die­ser leicht sprö­den Sorte von Art Rock zusam­men­fließt, wie man ihn der­zeit vor­nehm­lich aus der DIY-Szene von Port­land und deren Bands wie Honey Bucket und Shop Regu­lars ver­nimmt. Dazu kom­men dann noch psy­che­de­li­sche Vibes - etwa so Pink Flag in einem Müll­con­tai­ner auf­ge­nom­men - und noch wei­tere bri­ti­sche Alt­las­ten auf der Schwelle von Art- und Post Punk drü­cken hier regel­mä­ßig auf die Klin­gel. Swell Maps fal­len mir da ein, außer­dem The Fall und Mem­bra­nes - jeweils in ihren frü­hen Jah­ren. Und lange hab ich keine Platte mehr gehört, die der­art effek­ti­ven und bewuss­ten Gebrauch von ihrer char­man­ten LoFi-Ästhe­tik macht.