Baby Ghosts - Maybe Ghosts
Die Musik die­ser Punk­combo aus Salt Lake City fügt sich auf den ers­ten Blick ganz gut ein in die aktu­elle Welle fluffi­ger Indiepop-/Pop­punk­bands die der­zeit die Blo­go­sphäre mit seich­tem Geschram­mel zuschei­ßen. Auf den zwei­ten Blick zei­gen sich dann aber Qua­li­tä­ten, die sie mei­len­weit aus der besag­ten dun­kel­brau­nen Suppe her­aus­ra­gen las­sen. Erst­mal ist das – unschwer zu erken­nen – kein nied­li­ches Schmu­se­kätz­chen auf dem Cover; pas­send dazu wer­den die zwölf Songs uner­war­tet ener­ge­tisch vor­an­ge­trie­ben und unter der Ober­flä­che der pop­pi­gen Melo­dien tun sich bei genaue­rem hin­se­hen man­che düs­tere Abgründe auf. Die Songs erwei­sen sich dann auch als weit­aus weni­ger 08/​15 als es zuerst scheint, das hat alles Hand und Fuß und jede Song­struk­tur erscheint sorg­sam aus­for­mu­liert. Mag auch man­cher Song in den ers­ten Tak­ten eher auf hand­zah­men Bub­ble­gum­pop hin­deu­ten, es dau­ert nie lange bis einen des nächste große Hook in einen Emo­tio­na­len Stru­del rein­zieht, wie er in die­sem Gen­re­um­feld sehr rar gewor­den ist.



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