Die De­büt-EP von Re­fe­dex aus Bris­bane ist ei­ne wuch­ti­ge Wal­ze aus düs­te­rem Noi­se Rock, Sludge und Post Punk der häu­fig recht ge­tra­ge­nen und at­mo­sphä­ri­schen, je­doch nie­mals öden oder schwer­fäl­li­gen Mach­art. Ob­wohl der all­ge­mei­ne Vi­be für mich ab­so­lut klas­sisch klingt, fällt es mir schwer zu lo­ka­li­sie­ren, wo ich so et­was in der äl­te­ren Gen­re-Ver­gan­gen­heit schon mal ge­hört hab - das Zeug lässt sich schwer in die üb­li­chen Gen­re-Eck­punk­te ein­ord­nen. Un­ter an­de­rem hat das al­les die­sen ge­wis­sen tief­schwar­zen Ame­ri­ca­na-Vi­be wie man ihn z.B. auf al­ten 80er Sci­en­tists Plat­ten vor­fin­den mag oder in der Ge­gen­wart et­wa bei den US Post­pun­kern Bam­ba­ra, wäh­rend man im et­was klas­si­sche­ren Noi­se Rock-Spek­trum Ver­glei­che zu so un­ter­schied­li­chen Bands wie Al­pha Stra­te­gy, Lug­ga­ge, Tro­pi­cal Trash oder Heads zie­hen mag. Au­ßer­dem steckt da viel­leicht auch noch ein biss­chen Cows, U-Men oder Scratch Acid drin, al­ler­dings je­weils hal­ber Ge­schwin­dig­keit ab­ge­spielt. Egal wie man's nen­nen möch­te, es ist erst­klas­si­ger Scheiß!