Simp­ler und ein­gän­gi­ger Post Punk aus der um­trie­bi­gen Leip­zi­ger Sze­ne. Das ge­winnt jetzt zwar kei­nen In­no­va­ti­ons­preis, ist da­für aber um­so stil­si­che­rer in sei­nem Syn­th-Un­ter­stütz­ten, mi­ni­ma­lis­ti­schen An­satz, der sei­ne va­ge old­schoo­li­gen Kal­ter-Krieg-Vi­bes selbst­be­wusst zur Schau trägt. In Shi­ning Ri­ver Utah gibt es dann doch mal ei­ne klei­ne Über­ra­schung in Form aus­ge­präg­ter Folk-/Ame­ri­ca­na-Vi­bes à la Angst oder Mitt­acht­zi­ger Gun Club und auch im wei­te­ren Ver­lauf ver­steht man es durch­aus, den Scheiß ab­wechs­lungs­eich und kurz­wei­lig zu ge­stal­ten. Über­haupt fällt da­bei ein un­ge­wöhn­lich spa­ßi­ger, war­mer, po­si­ti­ver Vi­be auf, der trotz der weit­ge­hen­den Be­schrän­kung auf eta­blier­te Gen­re-Pa­ra­me­ter ei­nen Groß­teil der Songs durch­zieht.