Diät - Everyday/Hinge & Bracket 7"
Irgend­wie kommt es immer öfter vor, dass ich über eng­lisch­spra­chige Blogs auf abso­lut geile deut­sche Bands auf­merk­sam gemacht werde, über die sich die ach so furcht­bar hippe deut­sche Blo­go­sphäre eher tot­schweigt. Mit etwas Glück gibt’s dann noch ein kur­zes Review im OX oder so, das war’s dann auch schon mit der Öffent­lich­keit im deutsch­spra­chi­gen Raum. Zum Glück ver­schwende ich wenig Zeit mit dem frucht­lo­sen durch­käm­men deut­scher Blogs, sonst wäre ich nie auf Bands wie Ban­que Alle­mande oder eben Diät gesto­ßen.
Mit einem hal­ben Jahr Ver­spä­tung erfahre ich nun auch vom zwei­ten Sie­ben­zöl­ler der Ber­li­ner Post­pun­ker, deren erste 7″ Pick A Line/​No Accent eine der schnör­kel­los rockends­ten hei­mi­schen Ver­öf­fent­li­chun­gen in den letz­ten Jah­ren dar­stellt. Dies­mal geht es eher im Schritt­tempo voran und es tritt eine etwas düs­te­rere, New Wave-artige Seite der Band in den Vor­der­grund. Ehr­lich gesagt, damit nähern sie sich etwas gefähr­lich dem gewöhn­li­chen Sta­tus Quo der inter­na­tio­na­len Post­punk-Gegen­wart an, aber ich hoffe mal sie haben das Dre­schen nicht auf Dauer ver­lernt und diese Platte ist eher als eine krea­tive Fin­ger­übung zu ver­ste­hen, als eine Erwei­te­rung des musi­ka­li­schen Hori­zon­tes und ein Sprung­brett für zukünf­tige Groß- oder Schand­ta­ten.


Ähnlicher Lärm:
Goya – Fist Zwei neue Songs der Noiserocker/​Postpunker aus Wel­ling­ton, Neu­see­land von gewohnt guter Qua­li­tät. Fist by Goya
Puff! – Living In The Par­ty­zone Eine ganze Weile nach­dem die Ber­li­ner mit der abso­lut groß­ar­ti­gen Iden­ti­täts­ver­lust 7" auf sich auf­merk­sam mach­ten, ist jetzt auf Slo­venly end­lich ihr Debüt­al­bum erschie­nen. Diese erneut äußerst chao­tisch-lie­bens­werte Garage-/Post-/Syn­th­punk-Fusion zemen­tiert ihren Sta­tus als eines der best­ge­hüt...
Halt Ever – Body Limits Tol­ler melo­di­scher Krach aus Mel­bourne. Freunde von The Est­ran­ged dürf­ten sich hier gut auf­ge­ho­ben füh­len. Des­wei­te­ren klingt das hier in etwa so als hät­ten jene ihren melan­cho­li­schen Post­punk mit dem aus­ge­präg­ten Goth-Vibe von Cri­mi­nal Code ver­schmol­zen und sich auch ein paar Schei­ben von Hüske...