Alien Nosejob – HC45-2

Die zweite Hardcore-7″ für Iron Lung Records ist das hier von Muteant Jake Robertson’s Alien Nosejob, sein dritter Hardcore-fokussierter Release insgesamt, wenn ich mich nicht irre. Und natürlich artet das mal wieder in einen prachvollen kleinen Haufen an verspielten und einfallsreichen interpretationen des Genres aus. Was hätte man auch sonst erwartet?

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Cosme – Demo

Na das ist mal ein Leckerbissen! Eine Band aus Ciudad López Mateos, Mexiko liefert hier eine Containerladung purer Glückseligkeit ab, die sich in drei unmittelbar vorwärts gehenden Songkanonen manifestiert. Die Synth-Glasur obendrauf perfektioniert einen dringend benötigten Zuckerflash, der sofort ins Blut übergeht.

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Dollhouse – The First Day Of Spring

Das Demo von 2019 war schon eine sehr respektable Sprengladung des durchdachten Lärms und auf die neue EP der New Yorker trifft das noch umso mehr zu, dank einer vergleichsweise ausgefeilten Produktion, die ihr Klangwerk aus einer Grauzone zwischen Hardcore, Post Punk und Postcore in genau das rechte Licht rückt, sauber die Balance zwischen kantigem Dreck und blanker Wucht hält. Das ganze Ding schwemmt mir einen recht vielseitigen Klumpen an Bands ins Gedächtnis wie etwa Mystic Inane, Hot Snakes, Wymyns Prysyn, Launcher, Cement Shoes oder Liquid Assets.

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Set-Top Box – Max Headroom

Vier neue und gewohnt unwiederstehliche Garage- und Synthpunk-Leckereien von dieser doch recht mysteriösen Band irgendwo aus Australien, mit denen sie sich ein Stück weiter der devofizierten DIY Punk-Perfektion annähern und ihren bereits im Aufstieg befindlichen Status unter den gegenwärtigen Überspacken des Genrepools untermauern.

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Electric Chair – Social Capital

Auf ihrer neuesten EP nehmen Electric Chair aus Olympia, Washington den zuvor sehr präsenten Garagenfaktor etwas zurück, ohne dabei ihren speziellen Vibe aufzugeben – geschickt vermeiden sie es, in einen schnöden Oldschool-Purismus zu verfallen, indem sie die alten und erprobten Hardcore-Formeln in genau den richtigen Momenten aufbrechen, um aber dennoch ihre zeitlose Durchschlagkraft anzuwenden, wo es drauf ankommt.

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Civic – Future Forecast

Der erste Langspieler der Kapelle aus Melbourne setzt nahtlos fort, was schon die früheren EPs so liebenswert machte. Sicher, ihrem oldschooligen Garage Punk mit deutlichem Radio Birdman-Einschlag ist inzwischen ein ganz schön langer Bart gewachsen. Aber was für ein charmanter, ja göttlicher Bart das ist! Es ist ihnen zugute zu halten, dass sie auch etwas Abwechslung versuchen, hier und da mal einen klaren Wipers-Einfluss durchscheinen lassen, mit düsterem Post Punk rumspielen oder sich an AmRep-mäßigem Sludge- und Noise Rock versuchen. Aber machen wir uns hier nichts vor; am besten sind sie immer noch darin, straighte aber ausgefeilte Rocker am fließenden Band rauszuhauen wie eine gut geölte Maschine.

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T.L.B.M. & The Joy Toys – T.L.B.M. & The Joy Toys

Für jeden Käufer dieser netten kleinen Kassette – erschienen bei den allseits beliebten Vertickern inkorporierter, innovativer Diskontinuität – gibt’s eine gratis fake Backstory dazu. Nee klar, 1982… das ist natürlich immer noch der gleiche Typ, der vor geraumer Zeit das Ding hier verbrochen hatte. Sein neuester Output hat ein bischen weiniger kaputtes Rumgeschwurbel im Tee, was er aber mit mehr Fuzz, mehr Melodien und durch Abwesenheit glänzenden Produktionswerten auszugleichen versteht. Für meine Ohren klingt’s genau richtig.

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Snooper – Dog

Snõõper erscheint am 14. Mai auf Goodbye Boozy Records.