Cement Shoes – A Love Story Of Drugs & Rock & Roll & Drugs 7″

Wenn ihr mich fragt sind Cement Shoes aus Richmond, Virginia die gegenwärtigen Könige des Garagecore-Mikrogenres, injizieren eine massive Portion von nahezu schmierigem Rock'n'Roll in ein Fundament aus fraglos Hardcore zu nennender Energie wie man sie nur in wenig anderen Bands derzeit findet - Cülo oder deren quasi-Nachfolger Tarantüla, Man Eaters könnte man vielleicht als ein etwas Hardcore-lastigere Vergleiche anbieten. Oder wie die australischen Garage-Sleaze Rocker Golden Pelicans klingen könnten, wenn sie eine Hardcore-Erleuchtung verpasst bekommen. Mit einer neuen 7", auf der zuverlässigen britischen qualitäts-Plattenpresse Drunken Sailor Records erschienen, gibt es jedenfalls Nachschub von dem guten Zeug und der Rausschmeißer-Track Going Off The Grid, ein etwas konventionellerer Garagenrocker, könnte vielleicht eine zukünftige Abkehr vom Hardcore-Tempo signalisieren, oder halt auch nicht. Was immer die Band als nächstes vorhat, sie sind ein spannender Act, den es weiter zu beobachten gilt.

Still / Form – Still / Form

Ist das etwa der Marriage + Cancer-Frontmann, der da seine Texte ins Mikro grunzt? Ja, stellt sich heraus. Gleicher Typ. Auch die Musik ist davon nicht allzu weit entfernt. Noise Rock mit ein bisschen Math und ultra-klassischen Wurzeln in den 90ern, ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Schlaumeiern des Touch & Go- und den etwas stärker Sludge- und Metal-affinen Kids des Amphetamine Reptile-Universums.

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Flat Worms – Antarctica

Nach bereits einem Album und einer Handvoll EPs wissen wir ja schon in etwa, was man von einer neuen Flat Worms-Platte erwarten kann. Das heißt aber nicht, dass sie auf der Stelle treten; vielmehr haben sie mit jeder neuen Veröffentlichung eine bestimmte Facette ihres Sounds genauer erforscht und erweitert. Dieses mal haben sie mit Steve Albini in seiner elektrischen Audiofabrik aufgenommen und passenderweise kommt das Ergebnis nicht nur mit dessen typischer Klangcharakteristik daher, sondern scheint sich auch ein bisschen Inspiration aus seiner langjährigen Geschichte als Produzent Tontechniker gezogen zu haben. Insbesondere ist hier ein klarer Schwenk in Richtung Noise Rock und Postcore wahrnehmbar, der irgendwie auch schon immer ein unterschwelliger Teil ihres Sounds war, aber noch nie so im Zentrum stand wie hier, unter anderem vergleichbar mit gegenwärtigen Bands wie Meat Wave, Metz oder USA Nails. Weitere kleine aber angenehme Überraschungen sind der fast als relaxt zu bezeichnende Titeltrack und die 90er Indie Rock-Vibes in Market Forces.

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Fucking – Superior Firepower

Hat ganz schön gedauert, bis nach ihren genialen ersten zwei 7"s endlich mal neues Material der Punks aus Minneapolis aufgetaucht ist. Ich freue mich aber zu bestätigen, dass der Funke in ihrem ureigenen Mix aus chaotischem Hard-/Garage-/Post-/Weirdcore nach wie vor überspringt und ihre erfrischende Gleichgültigkeit gegenüber den gängigen Genrekonventionen erstrahlt wie eh und je. Also mal wieder fünf Minuten exzellenter Lärm, so wie ich es von dieser Band auch nicht anders erwartet hätte.

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Eugh – The Most Brilliant Man Alive

Wo wir gerade schon beim Thema Kitchen People und Warttman Inc. sind: Hier ist gleich noch mal eine kompakte Ladung Synthpunk-Wahnsinn von einem Soloprojekt aus dem Kitchen People-Umfeld, der eine gewisse Ähnlichkeit zu Warttman-Acts á la Set-Top Box und Research Reactor Corp. aufweist, außerdem ab und an noch ein paar vereinzelte Einsprengsel von Digital Leather oder Trashdog.

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Kitchen People – Planet Perth

Die neuesten Rekruten der australischen Warttman Gang sind Kitchen People aus Perth. Die hatten bereits die eine oder andere Veröffentlichung am Start, von denen aber - um hier mal ganz ehrlich zu sein - keine auch nur annähernd so gut Ärsche trat wie es ihre neueste EP bewerkstelligt - ein angemessen schräger Synth-/Garagepunk-Muteant. Die Jungs passen wie Arsch auf Eimer in die abgefuckte Warttman-Nachbarschaft.

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Taulard – Dans La Plaine

Sage und schreibe sechs Jahre ist es nun schon her, seit die Band aus Grenoble mit einem Debütalbum wie aus einer anderen Welt verzauberte. Auch nach so langer Zeit gibt es keine andere Band, sie so klingt wie Taulard und ihr gitarrenloser, orgelbasierter, tieftrauriger und ausgesprochen exzentrischer (Post-)Punk, der so eigentlich nicht funktionieren dürfte aber dennoch immer wieder ins Schwarze trifft.

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Knowso – Psychological Garden

Knowso aus Cleveland, Ohio hatten bereits Siebenzöller auf Total Punk und Neck Chop draußen, was zusammen in etwa dem ultimativen Ritterschlag im gegenwärtigen Garagenumfeld entspricht. Ihre neueste EP hält weiter den Qualitätsstandard hoch und streckt sich dabei vorsichtig auch in neue Richtungen aus. Zeitweise erinnert das an eine Mischung aus Nag, späteren Useless Eaters und Constant Mongrel. Manchmal dann eher an den Weirdo-Postpunk von Patti oder die struwweligen Noise/Garage-Hybriden von Brandy und Hash Redactor - allerdings bis auf die blanken Knochen heruntergekocht. Außerdem regt sich in Turning Point ein leiser Hauch von Wire und ihr wisst ja, dass mir so ein Scheiß immer gut in den Tee passt.

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CB Radio Gorgeous – CB Radio Gorgeous 7″

Irgendwie muss ich die erste EP dieses Quartetts aus Chicago vor zwei Jahren übersehen haben... dessen Begutachtung ich jetzt mal dringend nachholen muss, denn ihre neue 7" gewinnt sofort meine Sympathie mit einer gekonnten Mixtur aus geringfügig garagen- und hardcore-infiziertem Punkrock der eher schnörkellosen Machart, nicht unähnlich zu Negative Scanner (deren Gitarrenbenutzer Matt Revers sich hier unter den Tätern befindet), Vexx und abgerundet durch ein klein wenig 77er Riffing á la Amyl & The Sniffers.

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Das Drip – _

Schade zu erfahren, dass diese EP - nicht allzu lange nach ihrem Genre-trotzenden/-fickenden/-dekonstruierenden/-sprengenden Album im letzten Jahr - schon der Schwanengesang der heißesten Hardcore-Hausnummer in North Carolina sein soll. Also nehmt die Chance wahr noch mal über Das Drip's ambitionierten Hardcore/Postcore/Artcore/Weirdcore - definitiv niemals Boringcore - zu staunen.

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