Hinter dem Alias Mark Cone verbirgt sich niemand geringeres als Jackie McDermott, den man bisher aus Bands wie Urochromes und The Sediment Club kennt. Auf seinem ersten Langspieler beschränkt der Typ seine Werkzeuge auf ein uraltes Casio Keyboard der Kinderspielzeug-Klasse und eine (nach eigener Aussage äußerst pingelig programmierte) 8 Bit Drummachine. Damit produziert er dann ausgesprochen fluffigen, minimalistischen Synthpunk und erzielt dabei, in Anbetracht der arg beschränkten Mittel, ein erstaunlich kräftiges Ergebnis, an dem Konrad Poohs tanzende Zähne sicher Gefallen finden.
Das erste Album von Hystérie aus dem französischen Castres bietet sich als passender Compagnon für das aktuelle Le Prince Harry Album an, klingt in etwa so wie dessen dystopisch-pessimistischer kleiner Bruder mit einem grob im Umfeld von Synth/Elektro- und Postpunk angesiedelten Sound und ein paar Sprengseln von Noise und Industrial.
Das zweite Album der Synthpunker aus Lüttich, Belgien. Die Typen sind ja auch schon ein gutes Jahrzehnt aktiv und seit ihrem Debütalbum sind ziemlich genau fünf Jahre vergangen. In der Zwischenzeit sind Le Prince Harry vom Trio zum Duo geschrumpft und haben auf ziemlich arschtretende Art ihre Seite einer Split-LP mit mit Dutchess Says befüllt. Auch auf ihrem neuen Langspieler geben sie sich in Bestform, noch ein ganzes Stück elektrischer als bisher schon, Gitarren sind als optional anzusehen. Und dennoch schlägt im Zentrum dieser Platte ein quicklebendiges Herz aus Garagepunk, das sehr zum hohen Spaßfaktor dieser Platte beiträgt.
Das Demo von letztem Jahr ließ mich schon aufhorchen, aber die neue EP von Spotting aus Melbourne gibt sich deutlich gereift mit ihrem simpel gestrickten, aber um so effektiveren Post- und Synthpunk.
Ein paar auf ihrer Bandcamp-Seite verstreute Songs entpuppen sich bei genauerem hinschauen als die neue 7″ der Band aus St. Louis, Missouri auf Lumpy Records. Die A-Seite führt den Postpunk ihres letzten Albums Tried My Hardest fort, die Songs der B-Seite hingegen zelebrieren den quirligen Synthpop und -punk, wie es ihn auch auf den letzten paar Tapes und EPs zu bestaunen gab.
Schön angesägten Synth Punk gibt es auf dieser Cassingle eines Musikprojektes unbestimmter Herkunft auf die Ohren. (Ausgehend von den wenigen Infos wären Oakland oder San Francisco plausible Kandidaten.)
Das hat ja mal nicht lange gedauert seit dem Debüt-Tape von Skull Cult aus Bloomington, Indiana. Und die neue EP ist ähnlich kurz, schräg, primitiv und knarzig ausgefallen wie die erste.
Das ist der zweite Langspieler eines Trios aus Carrboro, North Carolina. Zu hören gibt es überwiegend stockdüsteren Postpunk mit Garage-Zusatz und sägenden Synthesizern. Das knabbert ganz vorzüglich am Nervenkostüm rum.
Zwei Ex-Mitglieder von Broken Prayer haben eine neue Band am Start. Das Demo von Droids Blood aus Chicago entpuppt sich als eine wunderbar exzentrischer, futuristischer Brocken, der Spuren von Spacerock, derben Industrial Noise, Synth- und Postpunk zu einer konzentrierten Attacke auf die Sinne verschmilzt.