R. Clown – The Big Break

Der verlängerte Synthpunk-Arm von Raymond Schmidt (u.a. S.B.F., Race Car) hat seine zweite EP bei Digital Regress draußen und erweist sich – wie eigentlich alles woran er sich beteiligt – erneut als hochpotente Spaßkanone.

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Garage Punk Sammelpost: QQQL / Dummy / Skull Cult

Hier mal drei Veröffentlichungen, die in der einen oder anderen Art ganz gut zusammen passen.
Erstmal wäre da schon wieder ein neuer Release um Connie Voltaire of Neo Neos fame. QQQL heißt sein neuestes Projekt und anders als erwartet ist er diesmal nicht alleine am Werk sondern QQQL sind ein Trio, was unvermeidlich für dreifaches Chaos und von meiner Seite für potenziertes Wohlgefallen sorgt.

Außerdem ist auf Voltaires Label Another Label erstmals eine Platte erschienen, an der er selbst nicht beteiligt war. Dummy ist das Soloprojekt eines gewissen Sean Alberts und dessen erste EP gefällt mit Synth- und Garage Punk, der Vergleiche zu Mark Cone, Wonder Bread, Powerplant oder Skull Cult nahelegt.

Und letztgenannte haben passender Weise ebenfalls eine neue EP im Angebot, die man im Vergleich zum früheren Output fast schon als kohärent bezeichnen könnte und die obendrein mit einer brillianten, ganz schönen Wind erzeugenden Talking Heads-Coverversion glänzt.

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Set-Top Box – Cas-Set 2: TV Guide

Qualität mal wieder aus dem Hause Slime Street Records von einer ungooglebaren Band irgendwo aus Australien. Deren zweites Tape liefert sehr spaßigen Garage- und Synthpunk der Marke Ausmuteants, vermischt mit einer kleinen Spur von Wahnsinn á la Skull Cult.

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Night Shapes – Wake Up

Bereits im letzten Jahr erschien dieses vielversprechende Debütalbum einer Band aus Oakland, die mit der kühlen Präzision einer heftig rotierenden Maschine Fragmente aus repetitivem Post- und Synthpunk mit einem Hauch von Industrial auf’s Fließband legt.

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Escape-ism – The Lost Record / XYZ – Artificial Flavoring

Ian Svenonius (u.a. Nation Of Ulysses, The Make Up, Weird War, Chain & The Gang) konnte auch in diesem Jahr nicht still sitzen. Zum einen wäre da der neue Langspieler seines Soloprojekts Escape-ism. The Lost Record ist gerade erst frisch gepresst und angeblich schon verloren. Auf die Ohren gibt’s mehr von seinem leicht Suicide-infizierten, minimalistischen Meta-Rock’n’Roll und natürlich bringen die Lyrics einen wieder abwechselnd zum schmunzeln, nachdenken und rätseln.
Ein besserer Kandidat für eine „verlorene“ aber keineswegs ungeliebte Platte ist der zweite Langspieler von XYZ, dem gemeinsamen Projekt von Svenonious und dem Franzosen Didier Balducci a.k.a. Memphis Electronic, der dem einen oder anderen vielleicht als Teil von u.a. Dum Dum Boys und NON! bekannt ist. Die Platte wurde nämlich bereits zum Jahresbeginn mit ca. null Promotion ausgerollt und fiel mir erst im Zuge der neuen Escape-ism auf. Jedenfalls zeigt sich Svenonius hier wie schon auf dem Vorgänger von seiner zugänglichsten, spaßigsten, tanzbarsten Seite.

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Channel 83 – TVS16

Extra kruder Synth-/Elektropunk weiß auf der Debüt-EP von Channel 86 aus Orlando zu verstören. Freunde von skurrilen Geräuscherzeugern wie etwa Wonder Bread, Skull Cult oder C57BL/6 werden zustimmend mit den Zehen dazu wippen.

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BB Eye – Picnic with Grandmas Foot

Die vergangenen EPs des Garage/Keyboard/Weirdo Punk Duos aus Saint Louis waren wohl vor allem darauf aus, einem den letzten Nerv zu rauben und man kann ihnen diesbezüglich vollsten Erfolg bescheinigen. Auf der neuen EP haben die beiden nach wie vor ganz schön einen an der Klatsche, aber bei den vier Songs, die sich darauf zwischen diversem rumgespacke und einer grenzwertigen Karaoke-Session wiederfinden, gehen sie zum ersten mal etwas aufgeräumter und entspannter zur Sache, was dem Gesamteindruck durchaus gut getan hat. Sehr gespannt, wohin die Reise noch geht.

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Wonder Bread – Complete Solid Gold Hits

Aus den guten Häusern Toyota und Digital Regress kommt diesmal etwas abgestandene Qualitätsware. Vier der fünf Songs ursprünglich im letzten Jahr auf diversen Tapes erschienen, liegen hier allerdings in deutlich besseren Neuaufnahmen vor. So sehr ich auch ein Faible für kaputtes LoFi-Gekratze hab, das hier hat mehr Wumms.

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Corn / Universal Studios – Demo

Zwei Bands/Projekte irgendwo aus Indiana zusammen auf einem Demo. Vermutlich handelt es sich in beiden Fällen um die gleichen Leute, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls scheppert die Musik darauf es sehr sympathisch. Stellenweise sehr Powerpoppiger Synthpunk und Noisepop mit diskretem Garagenvibe, der ein bisschen an die verspulten LoFi-Machenschaften des frühen Flying Nun Katalogs erinnert. Schick.