The Gobs - Pop Off

Was soll ich denn hier noch neu­es er­zäh­len zu ei­ner neu­en Gobs-EP? Es sind halt die mo­ther­fuck­in' Gobs! We­nig an­de­re Bands ha­ben ih­re For­mel für glei­cher­ma­ßen dum­men, über­dreh­ten und ab­ge­fuzz­ten Lo-Fi Ga­ra­ge- und Syn­th Punk-Wahn­sin per­fek­tio­niert wie die­se Band aus Olym­pia, Wa­shing­ton. Die ope­rie­ren wei­ter­hin in ih­rer ganz ei­ge­nen Ge­wichts­klas­se.

Al­bum-Stream →

Goblin Daycare - Agitprop Hotline!

Die De­büt-EP die­ser Egg­punk-Krie­ger aus Is­tan­bul ge­hör­te klar zu mei­nen Fa­vo­ri­ten des Gen­res im letz­ten Jahr und ih­re so­eben er­schie­ne­ne ers­te Lang­spiel­kas­set­te knüpft naht­los an den bo­den­lo­sen Spaß des Vor­gän­gers an. Will hei­ßen: Un­wi­der­steh­lich cat­chy-quir­lig-ver­schraub­te Ga­ra­ge-/Syn­th­punk-Klop­per in ei­nem sehr ähn­li­chen Be­wusst­seins­zu­stand zu so Haus­num­mern wie Pri­son Af­fair, Set-Top Box, Beer und Ghoulies! Al­les dar­an klingt für mich nach Mu­sik.

Al­bum-Stream →

NTSC>PAL - Full Of Spots

Lasst euch nicht täu­schen von die­sem fake-NTSC>PAL, denn in Wirk­lich­keit ist es nur Bil­liam in ei­nem NTSC>PAL-Kostüm. Schö­ner Ver­such, bei­läu­fig Screa­mers zu er­wäh­nen… nu ja, ich sag mal da­für lässt sich plau­si­bel ar­gu­men­tie­ren aber letzt­end­lich, wenn man mal von der Ne­ben­säch­lich­keit nicht-vor­han­de­ner Gi­tar­ren auf die­ser Plat­te ab­sieht, kann Bil­liam auch hier gar nicht an­ders als nur wie er selbst zu klin­gen und selbst­re­dend klingt der Scheiß ein­fach sau­mä­ßig gut.

Al­bum-Stream →

O.R.F. - O.R.F.1

Fan­ta­bu­lö­ses neu­es Ga­ra­ge-/Syn­th-/Elek­tro­punk-Ge­döns aus Graz, das mit mi­ni­ma­len Mit­teln doch tat­säch­lich ein paar fri­sche und bis­lang un­ge­hör­te Im­pul­se in den gan­zen Egg­punk-Clust­er­fuck ein­bringt. In ei­ni­gen Mo­men­ten kann ich gar nicht an­ders, als den Scheiß hier auf den Na­men Big Bl…Egg zu tau­fen! Dem zum Trotz gibt es hier aber glei­cher­ma­ßen auch reich­lich fluf­fi­ge Pop­me­lo­dien zu be­stau­nen. Dann wä­re da noch die Sa­che mit dem Raus­schmei­ßer-Track Frei­bad Fürs­ten­wald, der… ähm, re­cher­chiert das mal sel­ber nach, oder noch bes­ser, lasst es sein. Ist nichts für schwa­che Ner­ven.

Al­bum-Stream →

Thyroids - Toppings and Droppings

Fünf aus­ge­zeich­ne­te neue Ein­schlä­ge aus sim­pel-ein­gän­gig-mi­ni­ma­lis­ti­schem Syn­th Punk setzt uns die neu­es­te EP die­ser Band aus Dal­las vor. Wenn­gleich der Ti­tel des Ope­ners Q: Whe­re? A: The Squa­re klar auf De­vo an­spielt, wür­de ich aber sa­gen dass der Krem­pel viel stär­ke­re An­klän­ge an so Un­der­ground-Acts der '70er und '80er á la Mi­ni­mal Man, Ner­vous Gen­der, Screa­mers, Units, Pri­mi­ti­ve Cal­cu­la­tors oder Vi­si­tors auf­weist, wäh­rend in der ak­tu­el­len Sze­ne auch Ver­glei­che zu so Bands wie Vic­tor, O-D-EX, Lost Packa­ges und Freak Ge­nes nicht kom­plett von der Hand zu wei­sen sind.

Al­bum-Stream →

Gee Tee - Prehistoric Chrome

Die neu­es­te LP des Ga­ra­ge-/Syn­th-/Egg­punk-Boll­werks aus Syd­ney ist ei­gent­lich mehr ei­ne Samm­lung di­ver­ser Krü­mel, De­mos und Über­res­te, die über die Jah­re auf dem Pro­be­raum­bo­den lie­gen ge­blie­ben sind. Aber mei­ne Fres­se… wenn das hier das B-Ma­te­ri­al die­ser Band re­prä­sen­tiert, dann le­cke ich auch noch be­reit­wil­lig den C-Bo­den­satz vom lee­ren Fass auf. Das hier ist näm­lich mal wie­der ei­ne bril­li­an­te Plat­te von An­fang bis En­de und Pflicht­pro­gramm für Freun­de der me­lo­di­schen Fluf­fig­keit zwi­schen den Wel­ten von Ga­ra­ge Punk, Fuzz- und Power Pop, all kil­ler no fil­ler!

Al­bum-Stream →

Tommy Cossack & The Degenerators - Agitator

Schau mal ei­ner an, der Lon­do­ner Ga­ra­ge-/Syn­th­punk-Spe­zi Tom­my Cossack hat sei­ne Ma­chen­schaf­ten zur vol­len Band ex­pan­diert und das Re­sul­tat klingt ein­fach nur bril­li­ant und weit­aus grö­ßer als je­mals zu­vor. Da­bei ent­le­digt sich der Krem­pel ein biss­chen der Egg-mä­ßi­gen Lo­Fi-Schrab­be­lig­keit zu­guns­ten ei­ner aus­ge­spro­chen po­ten­ten, dich­ten und fo­kus­sier­ten At­ta­cke, oh­ne je­mals die bö­se an­ste­cken­den Hooks zu ver­nach­läs­si­gen in ei­ner kom­pak­ten und durch­weg span­nen­den hal­ben Stun­de aus atem­lo­ser En­er­gie und Auf­re­gung, die durch­aus be­rech­tig­te Ver­glei­che zu Haus­num­mern wie Set-Top Box, Power­plant, Aus­mu­tean­ts und Sa­ta­nic To­gas her­vor­ruft.

Al­bum-Stream →

Egg Idiot - Best Of LOL

Des Ei­er­punks ei­er­igs­te Idio­ten ha­ben jetzt ihr Lang­spiel­de­büt am Start, wel­ches größ­ten­teils aus Neu­auf­nah­men be­reits von bis­he­ri­gen EPs be­kann­ter Songs be­steht, mit dem Vor­zug ger­infgü­gig ver­bes­ser­ter Pro­duk­ti­ons­wer­te und ent­spre­chend or­dent­lich mehr Wumms unter'm Arsch, was das hier so­weit zur de­fi­ni­ti­ven Da­seins­form die­ser Tracks macht und mit Si­cher­heit auch zur in­fek­tiö­ses­ten At­ta­cke des hirn­am­pu­tier­ten Spa­ßes für die nächs­ten drei­ßig Mi­nu­ten oder so… Wie ge­habt, gei­ler Scheiß!

Al­bum-Stream →

Jimsobbins /​ Cindy7 - Split

Noch ei­ne über­zeu­gen­de La­dung des stark Egg­punk-ver­wand­ten Ga­ra­ge- und Syn­th­punk-Lärms er­reicht uns in der Form die­ser knusp­ri­gen Split-Kas­set­te zwei­er Bands aus Pro­vi­dence, Rho­de Is­land. Jim­s­ob­bins sind ein Duo be­stehend aus Adam und Lu­cy. Ist das der glei­che Adam, der auch bei Bal­loon Thief mit­mischt? Plau­si­bel aber un­be­stä­tigt. Stößt hin­ge­gen noch die Vo­ka­lis­tin El­la da­zu, dann mu­tie­ren sie zum Trio Cindy7. Jim­s­ob­bins sind da­bei die stär­ker nach ty­pi­scher Egg­punk-Kost klin­gen­de Band und er­in­nert an so Zeug wie Daugh­ter Bat and the Lip Stings, Gee Gee, Bil­liam and Toe Ring… plus ein schep­pern­der Hauch von Neo Ne­os in Leo­pard. Letz­te­re Ten­denz zieht sich auch durch die Sei­te von Cindy7 und bringt so­gar noch mehr von die­sem rum­pe­li­gen DIY-Charme mit, wo­bei im Ope­ner Gon­na Break durch­aus auch ein biss­chen old­school No Wa­ve-En­er­gie ihr Werk tut, wo­hin­ge­gen die zwei ab­schlie­ßen­den Songs mit ei­nem zu­neh­men­den Maß an chao­ti­schem Hard­co­re­punk ge­würzt sind.

Al­bum-Stream →

Paulo Vicious - Duas M​ú​sicas Para Dan​ç​ar

Selbst in ei­ner vol­len Wo­che wie die­ser (ihr wisst schon, Band­camp Fri­day und so…) kom­me ich nicht dar­an vor­bei, die­se di­gi­ta­le Sin­gle der Syn­th-/Egg­punk-Band aus Tel Aviv zu er­wäh­nen, denn wenn die­se zwei Songs nicht un­ver­schämt Är­sche tre­ten, wüss­te ich nicht mehr was sonst. Hier meis­tern die den schwie­ri­gen Trick, das Tem­po emp­find­lich zu dros­seln oh­ne da­bei zu lang­wei­len, denn jeg­li­che po­ten­zi­el­le Stil­le zwi­schen den Bumps und Beeps weiß man hier mit ei­ner ganz neu­en Fül­le an durch­weg span­nen­dem Ge­quiet­sche, Ge­kei­fe und Ka­wumm­blahs zu fül­len, was selbst so ei­ne to­te Kar­tof­fel wie mich aus der Lei­chen­star­re auf­weckt und zu rhyth­mi­schen Zu­ckun­gen ani­miert.