Kobe Thomas – True Self

Irgendein Typ aus Cincinnati hat fünf so berauschende wie explosive Garage Punk, Power- und Noise Pop-Nuggets für uns auf dieser Debüt-EP, die eingerahmt ist von zwei unbestreitbaren KO-Schlägen grob im Fahrwasser von alten Marked Men, Sonic Avenues, frühen Mind Spiders, Bad Sports oder Steve Adamyk Band, wohingegen die Songs in der Mitte sich dann eher in einen relaxteren Midtempo-Areal gemütlich machen mit ein bisschen Surf Twang, den sie in Dock mit einem Fundament aus '90er Indie-/Slacker Rock verschmelzen, einem Hauch von '80er Flying Nun Pop in Acid Angel und auch der Psychic TV-Coversong God Star pisst nicht neben die Schüssel. Alles in allem eine durchweg erfreuliche Angelegenheit, da kann ich auch noch mehr von haben.

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Today’s Milk – EP3

Ich tu mich etwas schwer damit, mich für den ersten Song dieser Platte mit seinen fluffigen '90er Beats und Alternative Rock-Radio-Vibes anzufreunden, aber von da an gewinnt der Krempel dankenswerter Weise stark an Klasse. Tryna Do klingt ein bisschen wie die Saat eines Power Pop-Songs, rekonfiguriert in einen Fuzz-beladenen Saints- oder Stooges-Kontext. Put It Back tut ähnliche Dinge, aber fügt ein bisschen von einer Flying Nun Records-mäßigen Qualitat hinzu bevor die EP dann abschließt mit ihrem ausgereiftesten Song Gracia, der klingt wie vier Jahrzehnte von eingängigem, College Rock-verbundenem Gitarrengeschrammel herunterdestilliert auf ein kompaktes und perfektes zwei-Minuten-Format.

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Marathon ’77 – The Park Street Studio Sessions

Die jüngste EP dieser Band aus Philadelphia entzückt mit fünf schön zurückgelehnten Perlen des geringfügig neben der Spur agierenden, schrammeligen Indie Rock und Slacker Punk, zu verorten irgendwo zwischen so Indierockern wie Treehouse, Kitchens Floor, Thigh Master oder aktuell auch den Ungarn Dehidratált Fejek auf der einen Seite der Gleichung - und den etwas exzentrischeren Sounds etwa von Damak, Honey Bucket, Germ House und Far Corners auf der anderen, wobei der Übersong Artifact ein bisschen so klingt wie die staubigen Acid-/Roots-/Garage Rock-Fusionen von Weak Signal vermischt mit dem eingängig-fuzzigen Garage Pop von The Wind Ups.

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