Sundaze – OK//Then

sundaze
Dieses londoner Duo kreiert psychedelischen Krach, im Spannungsfeld von primitivem Shoegaze, Noise und Postpunk, unermüdlich vorwärts geschoben von einer simpel und stur vor sich hin polternden Drum Machine. Fühle mich sehr angenehm an das erste Album von A Place To Bury Strangers erinnert.

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Bartholomew Clay – A Celebration Of You

bartholomew clay
Psychedelisch fuzziger Noise-Minimalismus von einem Solokünstler, der vermutlich aus New Haven in Connecticut kommt. Oder aus irgendeinem den anderen New Haven, die Informationslage lässt da etwas zu wünschen übrig. Auf jeden Fall benötigt er nicht viel mehr als seine Gitarre und ab und zu ein wenig aufs Minimum reduzierte Percussion unter einer massiven Schicht aus Fuzz und Reverb, um mit seinen simplen aber emotional aufgeladenen Pop-Entwürfen den Hörer zu bewegen.

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Baston – Alamo 7″

baston
Toller Gararagenpop aus Frankreich. Die Band aus Rennes spielt eine deutlich Shoegaze-beeinflusste, powerpoppige Variante des Genres. Schön zu sehen, was derzeit so auf europäischem Boden an tollen Bands aufsprießt. Nur bei uns in Doofland ist natürlich immer noch überwiegend tote Buchse.

Piles – Piles

piles
Wow, das ist ja mal ein unerwartet kompromisslos vorwärtsgeprügelter Brocken aus melodisch-noisigem Post-/Punk-/Indiegedöns. Was Piles (nicht mit den gestern hier gefeatureten Pile verwechseln) aus Milwaukee hier abfeuern ist genau meine Kragenweite. Wer dringend auf Nachschub an schnellem melodischem Krach mit gewissen Ähnlichkeiten zu Male Bonding, Japandroids, No Age, frühen Wavves oder Cloud Nothings sucht, wird hier garantiert seinen Spaß dran haben. Dazu kommen noch leichte Garagen- Postpunk- und Shoegaze-Elemente, Deckel drauf und fertig ist die Sauerei.
Und mein Ratschlag: Nicht danach googlen, es sei denn ihr wollt unbedingt mit ganz und gar unästhetischem Bildmaterial konfrontiert werden. Ich trage keine Verantwortung für eventuelle psychische Schäden.

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Flyying Colours – Flyying Colours EP

flyying colors
Flyying Colours sind ein Quartett aus dem Australischen Melbourne und sie spielen eine leicht psychedelisch angehauchte Variante von Shoegazer Rock klassich britischer Prägung, die sich eingängig und melodisch gibt, aber auch genug Pferde unter der Haube hat – eine leider selten gewordene Eigenschaft in der übersättigten Shoegaze-/Dreampop-Landschaft von heute. Wenn du jetzt denkst: „Scheiße, das letzte was mir fehlte ist noch eine Platte von solchen Efekktpedalmasturbatoren.“, kann ich das vollends verstehen. Aber du solltest diesen Jungs trotzdem mal ’ne Chance geben, denn sie haben etwas, das den meisten artverwandten Bands vollkommen abgeht: Fünf ausgezeichnete Songs, die auch in der Diskografie von Genreklassikern wie Ride oder Swervedriver problemlos bestehen könnten, sowie eine Musikalität und Substanz in den Arrangements, die diesem zugegeben eher konservativen Sound doch nochmal einen Hauch von seiner alten jugendlichen Energie zurückgibt.
Der „Offizielle“ digitale Release in den einschlägigen Auslagestellen ist zwar noch ein paar Tage hin, im Shop ihres britischen Labels gibt’s den Download aber jetzt schon zum sehr fairen Preis von zweieinhalb britischen Pfund zu erstehen (Vinyl ist auch erhältlich).

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Roku Music – Collider

roku music
Der schlaue Onkel Masala (nicht sein wirklicher Name) von meinem unangefochtenen, in Australien ansässigen Lieblingsblog Sonic Masala, hat jetzt ein eigenes Plattenlabel gestartet!
Und was gibt es aus dem Hause Masala jetzt wohl auf die Ohren? Ich hätte bei seinem bisherigen Profil ja eher auf derbsten Garagenkrach getippt, in sehr überraschender Weise überrollt einen auf Sonic Masala Records (duh!) Katalognr. 1 aber stattdessen eine wuchtige Welle aus Shoegaze. Aber nicht gleich wegrennen, alle Beteiligten wissen hier offensichtlich genau was sie tun. Es ist jene Variante des Genres, die mehr auf komplexe Texturen als auf vordergründige Songstrukturen bedacht ist. Unzählige Bands haben sich in letzter Zeit an so was ähnlichem die Zähne ausgebissen und meistens kläglich versagt. Nicht so Roku Music aus Brisbane, sie schaffen es tatsächlich als eine der wenigen Bands diesen Sound vollkommen auszuformulieren, die Platte besitzt die klangliche und emotionale Tiefe und Vielschichtigkeit, von der die vielen oberflächlichen Kopisten nur zu träumen wagen. Gekonnt, nicht nur gewollt.
Das ist ein grandioser Start für die neue Plattenpresse aus Down Under, ich freue mich auf baldigen Nachschub.

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Baked – Baked

baked
Wenn man ernsthaft versucht sich durch die Medienflut unserer Zeit zur guten Musik durchzuwühlen, muss man schnell und effizient Filtern können. Dabei geht einem zwangsläufig auch einiges gutes durch die Lappen. Durchschnittlich bekommt ein Stream weniger als zehn Sekunden, bevor ich ihn wegskippe, manchmal reicht auch der erste Ton um schon auf den Wegwerfbutton zu klicken. Das aktuelle Tape der New Yorker Baked wäre auch fast schon nach so zwei Sekunden in meiner virtuellen Müllhalde des ewigen Vergessens gelandet; das nicht gerade subtile Tremologeschrabbel mit dem die EP eröffnet, deutete ich sofort als Indikator für einen weiteren uninspirierten Schoegaze-Mitläufer. Aber weit gefehlt, die Band ist vielmehr im psychedelischen Pop á la Crystal Stilts zuhause. Gut dass der Laptop gerade im richtigen Moment außer Reichweite war.

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Never Young – Master Copy

never young
Dieses Duo aus Oakland überrascht mit einer sehr ausgereiften Debüt-EP. Könnte man irgendwo zwischen den Eckpfeilern Postcore und -punk, Noise und etwas derberem Shoegaze einordnen. Erinnert mich auch sehr positiv an die hier schon gefeatureten Wild Moth. Es ist genau die Art von Gratwanderung zwischen Krach und Melodie, Aggression und Melancholie, die mich immer von neuem anfixt. Gut gemacht.

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Wild Moth – Over, Again

wild moth
Wooooow… Wie konnte das passieren, dass ich diese im Herbst erschienene Platte so lange übersehen habe? Vermutlich ist eine gewisse Übersättingung an Shoegaze-beeinflussten Bands daran schuld, dass ich Wild Moth vorerst zu ignorieren versucht hab. Aber das hier ist eine der besten Rockplatten des letzten Jahres, zweifellos. Man hört hier: Treibenden Postpunk & Noise Rock à la frühe Trail of Dead, Dinosaur Jr-artige Riffattacken, vollkommen unpeinliche Emo-Einflüsse, die eher der frühen, dem (Post-)Hardcore noch näher stehenden Schule entstammen. Die Shoegaze-Elemente hatte ich ja bereits erwähnt. Auch die sind eher auf der krachigen Seite des Genres angesiedelt, also eher so Swervedriver oder Bailterspace. Und die hervorragenden Songs wissen emotional zu bewegen, was in diesen Zeiten echt ’ne Auszeichnung ist, in denen ähnliche Bands eher einen auf abstrakt und distanziert machen, als ob sie ständig unter dem Einfluss der falschen Tabletten ständen. Das hier ist Musik, die mit beiden Füßen in der Realität steht und offensichtlich gar keinen Bedarf an der Genre-üblichen Vernebelung sieht.
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Life Model – Life Model EP

Life Model
Und wieder ’ne ziemlich coole Shoegazer-Band, aus Glasgow diesmal. Zur Abwechslung sind heute Ride der prägende Einfluss, oder auch Slowdive mit deutlich mehr Wumms. Und der eine oder andere plüschige Dreampop-Moment erklärt sich damit ja von selbst. Trotzdem keine seichte Einschlafmusik, groovt sich stellenweise sogar richtig den Arsch ab.
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