Toby Reif – Bug

toby reif

Sehr erfrischender, zu Beginn melancholisch-meditativer, zum Ende der EP zunehmend punkiger Indierock mit hohem Fuzz-Faktor von einem Typen aus Seattle. Das ganze steht auch mit jeweils einem Fuß im Shoegaze-Gedöns sowie im Postrock.


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Teardrop Factory – Thrash In The Heart

teardrop factory

Faux Discx gilt ja schon länger als eine der zuverlässigsten Talentschmieden für schrägen und unangepassten, jedoch auch melodisch-zugänglichen Indierock aus UK. Jetzt bringen sie mit den ersten Langspieler dieser Band aus Brighton mal wieder einen ziemlichen Hammer von einer Platte unters Volk.
Musikalisch kann man das ganze irgendwo zwischen Noisepop/-punk, Shoegaze-Zeugs und Fuzzverliebtem Indierock einordnen. Erinnert wahlweise mal an die melodischen Momente vom ersten Weekend-Album, natürlich an Jesus and Mary Chain oder Ride im Powerpopmodus. Eine relaxtere Variante von Terry Malts. Oder auch Velvet Underground’s White Light/White Heat hat wohl seine Spuren hinterlassen. In der zweiten Halbzeit gesellt sich dazu dann eine Tendenz zu melancholischen Pixies-Surfgitarren.
Was die Platte dann aber letztendlich so unwiderstehlich macht ist das stimmige und recht vielseitige Songwriting. Es gibt nicht einen einzigen Durchhänger auf der Platte. Die Typen schütteln ein infektiöses Powerpop-Hook nach dem anderen aus dem Ärmel und werden dabei nie langweilig. Die dreckig produzierte LoFi-Ästhetik passt dazu wie Arsch auf Eimer.



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Waveless – Waveless

waveless

Wunderschöne EP hat dieses Trio aus Minneapolis rausgehauen, mit einer angenehm rauen und düsteren herangehensweise an Shoegaze-Rock. Das kratzt zeitweilig an den Grenzen zu Postpunk oder Postrock und liefert genau die dichte Atmösphäre, die dem Genre in seiner Schönklang-verliebten Phase der letzten Jahre etwas abhanden gekommen ist. Eher veralbträumt als verträumt.


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Roberta Bondar – Caustic

roberta bondar

Die Neurologin Roberta Bondar, klärt mich Wikipedia auf, war die erste kanadische Astronautin und gehörte 1992 zur Crew der Mission STS-42.
Die Band Roberta Bondar ist die erste nach der Astronautin Roberta Bondar benannte Band aus Ottawa und spielt ein Noiselastiges etwas, dass sich aufgrund seiner Vielseitigkeit einer engeren Genrezuordnung entzieht. Irgendwo zwischen Postpunk, Noiserock/-pop, Shoegaze-Gedöns und abgespaceten Drones mit einer Schippe voll Kraut.


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Monster Treasure – Monster Treasure

monster treasure

Starkes Debütalbum von einem Trio aus dem kalifornischen Stockton. Dreizehn ultramelodische Punkrocker mit erhöhtem Fuzzfaktor und leichten Shoegaze-Untertönen. Das erinnert mich mal sehr an das Solowerk von Bob Mould oder noch mehr an seine 90er Band Sugar, aber auch für Freunde von Wavves dürfte das hier von interesse sein. Die Gesangsharmonien der beiden Mädels lassen aber auch Assoziationen zu frühen Vivian Girls zu.



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The Hobbes Fanclub – Up At Lagrange

the hobbes fanclub

Das Shoegaze/Noisepop/C86-Revival der letzten Jahre ist ja mal ziemlich schnell ausgebrannt und den Weg aller kurzlebigen Indie-Hypes gegangen. Und ausgerechnet jetzt kommt da so eine Band aus Bradford dahergelaufen, die so tut als wäre diesbezüglich in den vergangenen fünf Jahren gar nix passiert. Somit weiß diese Platte dem Genre auch nicht viel neues hinzufügen, erinnert einen aber mal wieder daran wie viel Spaß dieser uralte Krempel immer noch machen kann, wenn die Songs und der Drive stimmen. War auch mal nötig in Zeiten, in denen die Köpfe mitverantwortlicher Protagonisten wie etwa The Pains Of Being Pure At Heart längst bis zum Hals in ihren eigenen Arschlöchern versunken scheinen.

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Contrast – Less Than Zero EP

contrast
Schön oldschooliges Shoegaze-Zeugs aus Melbourne. Der konstante Mikro-Hype um das althergebrachte Genre scheint ja langsam nachzulassen; entsprechend verflüchtigen sich meine Übersättigungserscheinungen und ich hab zunehmend auch wieder Bock mir sowas rein zu tun. Und diese EP ist ein ausgezeichneter, wenn auch eher konservativer Genrebeitrag, der mich mal wieder daran erinnert, warum ich derartige Musik so mag. Hatte ich schon fast vergessen.

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The Nostalgics – Visions

nostalgics
Die Wörter „Dream-/Indie Pop“ verkommen ja langsam dank auditiver Übersättigung zu einem ähnlich verpönten Unwort wie es einerseits mit „Emo“ passiert ist. Wie es aber in letztgenannten Genre für jede… nee, sagen wie mal für alle zehn bis hundert uninspirierten Trittbrettfahrer-Veröffentlichungen auch immer die eine oder andere Perle gab, die man auch heute noch in gerne in Erinnerung behält; so ist auch die derzeit so angesagte Form melodischen Indierocks an sich nichts falsches, wenn talentierte Leute mit der Fähigkeit zu eindringlichem Songwriting das in die Hand nehmen.
Der Kurzspieler von den Nostalgics aus Milano ist so ein Fall, der rein genremäßig zunehmend ein rotes Tuch für mich wäre, ein grell leuchtendes „Here be dragons, do not enter“-Schild. Mich aber doch zu fesseln weiß. Zwei hervorragend ausbalancierte Songs, die man wahlweise als Twee-/Janglepop, Shoegeze, C86 or whatever bezeichnen könnte, als ultramelodischen, geradezu opulenten Indierock oder… nun ja, Pop halt. Und der schwurbelt nicht seicht und unbemerkt zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus (wie ein Großteil anderer Genrevertreter), sondern der setzt sich ganz böse fest. Genau in der Mitte, wo sich das Hirn in gut und böse spaltet.

Nitch – Atwa EP

nitch
Schon wieder etwas saumäßig hörenswertes as Spanien. Nitch aus Barcelona spielen ein sehr eingängiges und doch ungestüm lärmendes Postpunkgedöns, immer auf der Schwelle zum Shoegazegeschwurbel außerdem mit eindeutigen Anleihen von Grungegeplärre und Noisegeschrabbel. Passt super rein in dieses Bloggeschwafel.

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Silver Dapple – I Hate My Birthday

silver dapple
Shoegaze-Gedöns der ultra-gradlinigen, eingängigen Sorte spielt diese Band aus Montreal und verpasst dem ganzen noch eine noisige Indierock-Kante á la frühe Dinosaur Jr. Und bei den Songs geben sie sich auch keine Blöße, die Platte kann was.

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