Dolfinz - Pagan Dating

Pagan DatingAuch schon was her, seit die­se Plat­te… äh, die­ses Tape zum durch­weg al­ber­nen Cas­set­te Store Day er­schien. Hab's auch erst jetzt über's Herz ge­bracht, mir die­ses voll­kom­men über­flüs­si­ge Ar­te­fakt aus Eng­land zu be­stel­len, ein Down­load hät­te mir ge­reicht. Den gibt's lei­der nur zu­sam­men mit dem Tape; doo­fe Idee. Nie­der mit dem Tape­fa­schis­mus!
Na­ja, die Plat­te Kas­set­te ist ein­fach zu geil um's sein zu las­sen. Me­lo­disch-Noi­si­ger Punk-/In­die Rock mit leich­ten Sur­fein­flüs­sen. Er­in­nert stel­len­wei­se et­was an das ers­te Ja­pan­dro­ids Al­bum, hat aber ge­nug ei­ge­nes Tem­pe­ra­ment un­ter der Hau­be um auf ei­ge­nen Fü­ßen zu ste­hen.
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Joey Fourr /​ H. Grimace - Nothing Beats Reality (Split EP)

joey fourr
Hüb­scher Split-Re­lease der Lon­do­ner aus dem Hau­se Bad Pain­tings. Joey Fourr's drei Songs klin­gen ein we­nig so als hät­ten sich Je­sus and Ma­ry Chain mit den Ra­mo­nes zu­sam­men­ge­tan und Big Black ih­ren elek­tri­schen Schlag­zeu­ger "Ro­land" ge­klaut. Groß­ar­ti­ger Noi­se trifft auf ein­gän­gigs­ten Pop. Als har­ten Kon­trast da­zu gibt's dann den eher düs­te­ren, Grunge-be­ein­fluß­ten In­die­rock von H. Gri­mace auf der Rück­sei­te.
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The Chelsea Kills - Pulp Culture

chelsea killsPunk­trio aus Phil­adel­phia. Oder mit ih­ren ei­ge­nen Wor­ten aus­ge­drückt: "A Phil­ly 3 pie­ce rea­dy to in­fect the nea­rest per­son with their de­li­cious­ly pun­ky brand of pop songs about kil­ling yourself." Oder so: "Pun­ky Pop songs with a knack for angst and a tas­te for blood."
Ge­nau­er ge­nom­men ha­ben wir es hier mit hoch­en­er­ge­ti­schem Punk Rock zu tun, der deut­lich vom 77er Style be­ein­flusst ist, aber auch die Re­pla­ce­ments sind si­cher als Ein­fluss zu er­wäh­nen und ein ge­wis­ser bit­ter­sü­ßer Power­Pop-Ge­schmack haf­tet dem gan­zen im­mer an. Ge­gen­wär­tig viel­leicht mit den ka­li­for­ni­schen Au­da­ci­ty ver­gleich­bar.
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Longings - Demo

LONGINGS_COVER_original

Strai­gh­tes, trei­ben­des Noise-/(Post)Punk-Gedöns aus Mas­sa­chu­setts. Das Rad wird hier nicht neu er­fun­den, aber da­für auf so ho­hem Le­vel ge­in­dierockt, dass selbst so trä­ge Spa­cken wie ich vor lau­ter En­dor­phin­aus­schüt­tung wie'n Flum­mi durchs Zim­mer sprin­gen. Na­ja, wenn ge­ra­de kei­ner da­bei zu­schaut. Den­ke ich zu­min­dest drü­ber nach das zu tun. Wenn's nur nicht so viel An­stren­gung be­deu­ten wür­de…
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Fins - Fins

finsFins aus Con­nec­ti­cut fie­len mir zum ers­ten mal vor gut ei­nem Jahr mit der noch et­was klapp­ri­gen aber viel­ver­spre­chen­den EP "Lawn­mower" auf. Auf der neu­en von Ben Green­berg (The Men) pro­du­zier­ten Plat­te klin­gen ih­re Post­core-in­fi­zier­ten Punk­ex­plo­sio­nen deut­lich wü­ten­der, tigh­ter, trei­ben­der und un­ge­stü­mer zu­gleich. Und wäh­rend ich auf "Lawn­mower" noch Par­al­le­len zu ge­gen­wär­ti­gen Bands aus dem Post-ir­gend­was-, Noi­se und Shoe­ga­ze-Um­feld ge­zo­gen hät­te, füh­le ich mich hier zu­neh­mend an Hüs­ker Dü er­in­nert.
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Liquor Store - In the Garden

Liquor-Store-Lynchmob
Die­se fünf Spa­cken kom­men aus Plau­der­vil­le im Bun­des­staat New Jer­sey und er­fül­len so ziem­lich je­des Kli­schee das man mit ih­rer Her­kunft in Ver­bin­dung brin­gen könn­te. Schmie­rig ge­ben sie sich auf ih­rem zwei­ten (?) Long­play­er, ver­sof­fen und ab­ge­fuckt, aber in ih­rer Ein­fach­heit und Ehr­lich­keit doch ziem­lich lie­bens­wer­te Asis. Mu­si­ka­lisch ist das ein selt­sa­mer Misch­masch aus 77er Punk, Sou­thern- und Clas­sic Rock. Gen­res al­so, die nicht wirk­lich ver­ein­bar er­schei­nen, aber hier wirk­lich stim­mig mit­ein­an­der ver­schmel­zen. Die Plat­te dürf­te ih­re Wir­kung un­ter Bier­ein­fluss noch deut­lich stei­gern.
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Volar Records Compilations

beaters-fishage
Vo­lar Re­cords ha­ben gleich drei in­ter­es­san­te Com­pi­la­ti­ons im Pro­gramm. Die bei­den Comps "Stran­ge Mu­ta­ti­ons" Vol. 1+2 ver­sam­meln ei­ni­ger der auf dem La­bel aus San Die­go er­schie­ne­nen 7"s in di­gi­ta­ler Form. "6x2x12" ent­hält dann sechs wei­te­re ex­klu­si­ve Tracks, un­ter an­de­rem die­se un­er­war­tet gei­le Co­ver­ver­si­on des ab­ge­fuck­ten King of Schlock.

Sti­lis­tisch setzt es über­wie­gend Post­punk der mehr oder we­ni­ger ga­ra­gig-kru­den Art, aber auch ein paar me­lo­di­sche­re Mo­men­te von Au­da­ci­ty und Big Eyes kom­men vor. Die­se Stil­mi­schung ist wie ge­macht für Kurz­wei­li­ge 7"s und EPs, auf Al­b­um­län­ge mit den üb­li­chen Fül­lern ist mir das dann doch meis­tens et­was zu viel. Ge­ra­de des­halb ist das für mich hier so ei­ne wil­kom­me­ne Ver­öf­fent­li­chung, in der ver­dich­te­ten Form von Com­pi­la­ti­ons. (mehr …)

Psychic Blood - Nightmare Beaches

a4034362175_10Die­se jun­ge Noi­se­punk-Band aus Ho­ly­o­ke hat be­reits ein paar EP- und Tape re­lea­ses auf'm Bu­ckel, so rich­tig auf­merk­sam wur­de ich aber erst mit ih­rer neu­es­ten EP. Das ist noi­si­ger Post­punk in Best­form. Schön druck­voll und dre­ckig, be­we­gen sich die fünf Songs im­mer ge­konnt im Span­nungs­feld aus Me­lo­die und Dis­so­nanz.

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Tiger! Shit! Tiger! Tiger! - Forever Young

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*PLOPP* Es wer­de Blog.
Und den Auf­takt macht mal ei­ne Band aus Ita­li­en, die noi­sig-me­lo­di­schen Post­punk spielt, mit ein­deu­ti­gem Surf- und Shoe­ga­ze ein­schlag und an­ge­nehm dre­ckig pro­du­ziert. Zu­ge­ge­ben, nicht ge­ra­de die ori­gi­nells­ten Ein­flüs­se im Jahr 2013, aber in­ner­halb des Gen­res gehört's zum bes­ten was ich in letz­ter Zeit ge­hört hab und ist gar nicht zu ver­glei­chen mit dem gan­zen halb­ga­ren Schmod­der der sonst aus die­ser Ecke so durch die Blogs ge­jagt wird.
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