Mal wieder was neues von den DIY-Punks aus Hoyerswerda. Ihr aktueller Tonträger ist in der physischen Welt auf sechs verschiedenen Labels wahlweise als Tape oder zwei 7″s erschienen. Kaum zu glauben, aber was vor geraumer Zeit noch als ultrachaotisches und -dilettantisches Schrammelprojekt für fassungslose Reaktionen sorgte, nimmt so langsam tatsächlich konkretere Formen an.
Terry Malts aus San Francisco lassen seit längerer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von sich. Auf ihrem neuen Album geben sie sich doch ein ganzes Stück polierter, überwiegend auch deutlich ruhiger als bisher gewohnt. Aber das steht ihnen auch ganz gut, war ihre Musik im Herzen doch schon immer (wenn auch sehr lauter und schneller) Powerpop.
Zwei italienische Bands auf einer schönen Split 7″. Die Noisepunker Hallelujah! werden dem einen oder anderen ja schon durch ihr letztes Jahr erschinenes Debütalbum ein Begriff sein. Das Duo Holiday Inn aus Rom hingegen war mir bisher völlig unbekannt. Hier fabrizieren sie schön mimimalistisch pulsierenden Elektropunk.
Death By Unga Bunga kommen aus dem norwegischen Städtchen Moss und haben in letzter Zeit offenbar viel Sheer Mag gehört. Jedenfalls kommt ihre aktuelle EP daher wie eine perfekte Verschmelzung des hymnischen Southern Punk besagter Band mit dem ultrastraighten Rock’n’Roll von Diarrhea Planet.
Sehr unerwartete Klänge aus Sachsen-Anhalt. Ballad Of Geraldine kommen aus Halle an der Saale und ihre Debüt-EP kommt mit selbstbewusstem, garagig-grungigem Grrrlpunk daher. Das kann mal an frühe Hole erinnern oder aktuell auch Dilly Dally. Starkes Debüt auf jeden Fall, macht gespannt auf mehr.
Diesem Tape von Tanning Machine aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania sollte man nicht ohne einen Vorrat an Desinfektionsmittel begegnen, ihr räudiger Noisepunk klingt so abgewetzt und abgefuckt als wäre er gerade frisch aus der Gosse gefischt.
Whipworm gefallen auf ihrem Demo mit räudig-rotzigem Punkgedöns der primitiven und extra angepissten Sorte mit etwas Garagendreck einem gewissen Hardcore-Nachbrenner.
Drei Jahre hat’s gedauert bis zum dritten Album der Punkrocker aus New York. Darauf beweisen sie erneut ein geschicktes Händchen für schnörkellosen Punkrock mit ergreifenden, powerpoppigen Melodien.