Girl Tears – Woke Against The Tide

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Das zweite Album der Punks aus Los Angeles begeistert erneut in großzügigen Achtzehn durchweg starken Punksongs mit einem gewissen Wipers-Einschlag, die fast alle in unter zwei Minuten alles auf den Punkt bringen, was sie zu sagen haben. Erinnert manchmal an das letzte Nervosas Album, mit subtilen Spuren von Radioactivity und früheren Iceage.


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Male Bonding – Headache

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Mit Male Bonding aus London hatte ich eigentlich ja nicht mehr gerechnet, nach über fünf Jahren Funkstille. Und plötzlich ist vor zwei Wochen kommentarlos diese Platte aufgetaucht. Selbstveröffentlicht, ohne Ankündigung oder jeglichen Promowirbel. Es wird darüber spekuliert, ob’s die Band jetzt noch gibt, oder ob das hier ihr Abschiedsalbum sein könnte.
Wie dem auch sei, ihr Sound hat sich ganz schön gewandelt. Etwas langsamer ist das ganze geworden, ganz schön düster und durchweg sehr Grimmig im Vergleich mit früheren Werken. Die Euphorie der alten Platten ist nur noch selten zu spüren, überwiegend einem beißenden Gefühl der Ernüchterung gewichen.



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Uniform – Ghosthouse 12″

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Eine starke neue EP des Industrialpunk/Noise/Drone-Duos bestehend aus Ex-Drunkdriver Sänger Michael Berdan und Ex-The Men/Pygmy Shrews Bassist Ben Greenberg. Die zwei neuen Songs bringen ihren Sound etwas kompakter und zugänglicher auf den Punkt als auf ihrem letztjährigen Album, ohne dabei auch nur ein bisschen an Beißkraft einzubüßen. Abgerundet wird’s durch eine Black Sabath Coverversion, die erstaunlicherweise gar kein überflüssiges Füllmaterial ist, sondern den alten Schinken gekonnt in den Klangkosmos der Band einstampft.

Frozen Teens – Hey, Good Job

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Neue EP der melodieverliebten Punks aus Minneapolis. Zum großen Teil etwas langsmer und grimmiger als auf ihrem letzten, jetzt auch schon wieder vier Jahre alten Album, aber nach wie vor mit einem guten Händchen für einprägsame Hooks und routiniertes, grundsolides Songwriting.


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Dirty & His Fists – Demo

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Gradliniger und arschtretender Punkrock aus Los Angeles, der sich gelegentlich auch einem leicht psychedelischen Unterton erlaubt.


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The Suburban Homes – …Are Bored

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Die neue EP der ultraliebenswerten Suburban Homes aus dem britischen Crawley knüpft nahtlos an den angepisst scheppernden DIY-Punkrock der letztjährigen Conformity In The U.K. 7″ an.


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Sonic Avenues – Disconnector

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Auf dem vierten Album dieser Band aus Montreal gibt’t powerpoppigen Punkrock á la Radioactivity mit ein paar Sprengseln von Buzzcocks oder Undertones zu hören. In der zweiten Albumhälfte kommt dann zunehmend ein gewisser Postpunk-Einfluss zum Vorschein, dann erinnern sie eher an die Mind Spiders.



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Neo Neos – Oen Night In Basement

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Kaum haben Neo Neos in den Gossen von Minnesota ihre letzte Kackwurst rausgedrückt, belästigen sie uns schon wieder mit einer neuen Arschgeburt. Die kriegt diesmal noch nicht mal die Rchetshreipung auf die Reihe. Jeder bekommt den Punk, den er verdient. Hände waschen nicht vergessen.



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TV Crime – Hooligans 7″

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TV Crime aus Nottingham bezaubern auf ihrer Debüt-7″ mit zwei schnörkellosen, melodischen Punkhymnen der latent garagigen Art.

Nopes – Never Heard Of It

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Die letztjährige EP Nectar Of The Dogs von Nopes aus Oakland ließ ja schon mehr als interessiert aufhorchen, das kam noch in etwa so rüber wie Hüsker Dü in der Zen Arcade-Phase mit extra Feuer unterm Arsch.
Das kommt stellenweise immer noch immer so hin, aber ihre Einflüsse sind diffuser geworden (dennoch bestimmt nix nach 1990), der Umgangston aggressiver, der Sound dissonanter und überhaupt alles eine Nummer lauter und energischer.
Punkrock, so wie das irgendwann mal war und heute auch öfter mal wieder sein sollte.



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