Sonic Jesus - Neither Virtue Nor Anger

sonic jesus

Nach ei­ner ers­ten EP und ei­ner Split 7" mit Black An­gels rollt jetzt auf Fuzz Club Re­cords der ers­te Lang­spie­ler der Band aus dem ita­lie­ni­schen Pro­vinz­kaff Do­ga­nel­la di Nin­fa an. Der lässt sich gleich 90 Mi­nu­ten lang Zeit um sei­nen psy­che­de­lisch-krau­ti­gen Ne­bel aus­zu­brei­ten, der in der ers­ten Hälf­te et­was en­er­gi­scher da­her­kommt und auch mal leicht wa­vig-post­pun­ki­ge oder Shoe­ga­ze-mä­ßi­ge Schlen­ker macht, um dann in der zwei­ten Halb­zeit über­wie­gend auf me­di­ta­tiv-spa­ci­ge Art ein­zu­lul­len. Mu­sik, für die man Zeit braucht. Für mei­nen Ge­schmack hät­te man das gan­ze ru­hig um ein Drit­tel kür­zen kön­nen, aber weil hier die ge­lun­ge­nen Mo­men­te deut­lich über­wie­gen kann man das ver­schmer­zen. Au­ßer­dem wer­den schmerz­freie Ver­fech­ter des Gen­res das ver­mut­lich auch wie­der ganz an­ders se­hen.



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Male Gaze - Gale Maze

male gaze

Cast­le Face Re­cords leh­nen sich hier mal ein klei­nes biss­chen aus dem Fens­ter und hau­en das De­büt-Mi­ni­al­bum der we­ni­ger Ga­ra­gen- als Post­punk-af­fi­nen Ma­le Ga­ze aus San Fran­cis­co raus. Passt trotz­dem her­vor­ra­gend in den La­bel­ka­ta­log, weil sie sich mit den an­de­ren Acts die Vor­lie­be für ei­nen di­cken Fuz­z­man­tel und ei­ne Au­ra aus war­mer Psy­che­de­lia tei­len. Von drü­cken­dem Stoner­punk hin zu fluffi­gem Psych­pop er­streckt sich hier das Spek­trum, je­der Song über­zeugt.


Ei­nen Al­bum-Stream gibt's lei­der nicht. :(

emu­sic
iTu­nes
Ama­zon

Crows - Pray 7"

crows

Ei­ne lon­do­ner Band mit ei­nem hoch­en­er­ge­ti­schem Sound­bas­tard aus breit­bei­ni­gen Re­tro-Riffs, psy­che­de­li­scher Ver­ne­be­lung und wuch­ti­gen Groo­ves als Fun­da­ment, die auch ein biss­chen sub­ti­les Am­Rep-Fee­ling auf­kom­men las­sen. Gibt's im La­bel-Shop als durch­sich­ti­ges Vi­nyl oder Down­load.


Pinecones - Sings For You Now

pinecones

Star­kes Teil von die­ser Band aus At­lan­ta. Re­laxt aber druck­voll vor sich hin groo­ven­de und rol­len­de Re­tro-Jams mit stark ga­ra­gi­ger No­te und deut­li­chen Sou­thern-Ein­flüs­sen, ein we­nig Psych, aber al­les ge­fil­tert durch den In­die­rock der neun­zi­ger und nul­ler Jah­re. Da­zu ein Sän­ger, des­sen mo­no­to­nes Sprech­ge­bell dem gan­zen noch mal ei­ne ganz ei­ge­ne prä­gnan­te No­te hin­zu­fügt. Trotz durch­gän­gi­gem Mid­tem­po schaf­fen sie es, den Span­nungs­bo­gen auf­recht zu er­hal­ten.


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Beech Creeps - Beech Creeps

beech creeps

Beech Creeps aus New York ent­wer­fen auf ih­rem De­büt­al­bum ei­ne höchst ver­ein­nah­men­de Fu­si­on aus psy­che­de­lisch-ver­wa­sche­nen Noi­se-Land­schaf­ten, of­fen­si­vem Fuz­z­punk, ein paar Zep­pe­lin-is­men, die hier aus­nahms­wei­se mal rich­tig gut funk­tio­nie­ren und zwi­schen­durch auch mal ein we­nig son­ni­ge Noi­se­pop-/S­ho­ga­ze-Me­lo­die­se­lig­keit mit Surf­brett unter'm Arm.

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Spectres - Dying

spectres

Bril­li­an­tes Zeug aus Bris­tol. Spec­tres spie­len ei­ne ei­gen­wil­li­ge Mi­schung aus Shoe­ga­ze, Noi­se und düs­te­rer Psy­che­de­lia. Das al­les ver­men­gen sie zu ei­nem schwe­ren, at­mo­sphä­risch dich­ten Bro­cken. Der Ope­ner lärmt in in et­wa so los als hät­te man das De­büt von A Place To Bu­ry Stran­gers mit frü­hen Black Re­bel Mo­tor­cy­cle Club und et­was So­nic Youth oder Swer­ve­dri­ver ver­schmol­zen. In an­de­ren Mo­men­ten kann man sich auch an My Blo­dy Valentine's "Isn't Anything"-Phase oder die Psych-las­ti­ge­ren Mo­men­te von Disap­pears oder Black An­gels er­in­nert füh­len.



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Lee Paradise - Water Palace Kingdom

lee paradise

Schrä­ger, mi­ni­ma­lis­ti­scher Weir­do-Psych von ei­nem ka­put­ten Vo­gel aus To­ron­to. Kei­ne Gi­tar­ren im An­ge­bot hier, da­für ei­ne gan­ze Bat­te­rie an­ti­quier­ter Or­gel- und Syn­th-Sounds und in­fek­tiö­se Groo­ves bis zum ab­win­ken.


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Outrageous Cherry - The Digital Age

outrageous cherry

Outra­ge­ous Cher­ry ma­chen schon ziem­lich lan­ge die Kon­zert­kel­ler von De­troit un­si­cher. Seit 1992 gibt's die Band schon und das hier ist be­reits ihr zwölf­tes Al­bum. Nicht dass ich da­von ir­gend­was mit­be­kom­men hät­te…
Auf der Plat­te fa­bri­ziert das Quar­tett je­den­falls leicht Lo­Fi-mä­ßig pro­du­zier­ten Re­tro-Power­pop mit ei­nem ge­wis­sen Bri­tish In­va­si­on- und R'n'B-Einschlag. Wenn man Bands wie Re­so­nars, Gui­ded By Voices, Kinks und Apa­che Dro­pout zu­sam­men ver­rührt, könn­te so ein ähn­li­cher Sound bei raus­kom­men. So­was steht und fällt na­tür­lich mit der Qua­li­tät der Songs. Die ist hier durch­ge­hend sehr hoch.


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Dream Police - Hypnotized

dream police

Hin­ter dem Pro­jekt Dream Po­li­ce steckt nie­mand ge­rin­ge­res als Mark Per­ro und Nick Chier­i­coz­zi, ih­res Zei­chens ei­ne Hälf­te von The Men. De­ren Haupt­band ist ja schon ziem­lich be­rüch­tigt für un­vor­her­seh­ba­re Stil­wand­lun­gen, von der un­ge­stü­men Kra­wall­ka­pel­le über un­be­re­chen­ba­ren In­die-und-Kraut-Eklek­ti­zis­mus hin zum form­voll­ende­ten Re­tro-Rock ih­res letz­ten Al­bums. Hier stop­fen die bei­den noch mal al­les mög­li­che rein, was selbst im The Men-Klang­kos­mos wohl kei­nen Platz mehr ge­fun­den hat. Aus­ufern­der Spa­ce­rock. Mo­no­ton groo­ven­de Hard-/Kraut­rock-Fu­sio­nen. Ver­träum­te Folk-Psy­che­de­lia und vor sich hin stamp­fen­de Blues Jams. Pou­ring Rain ist ein Ast­rei­ner Wa­ve-/Shoe­ga­ze-Hy­brid. Man braucht sich wohl kei­ne Sor­gen ma­chen, dass den Jungs so bald die In­spi­ra­ti­on aus­geht.


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Cellphone - Excellent Condition

Cellphone

Goo­gelt man nach die­ser Plat­te stößt man über­wie­gend auf ge­brauch­te Mo­bil­te­le­fo­ne, na­tür­lich in aus­ge­zeich­ne­tem Zu­stand. Aber zu­min­dest kann man in Er­fah­rung brin­gen dass Cell­p­ho­ne aus To­ron­to kom­men und dass ih­re neue Plat­te auf Te­le­pho­ne Ex­plo­si­on er­schie­nen ist, dem ge­schmacks­si­che­ren La­bel das uns un­ter an­de­rem die Teen­an­ger-Al­ben be­schert hat. Die Mu­sik sitzt ziem­lich zwi­schen al­len Stüh­len. Kraft­vol­ler Punk­rock mit deut­li­chen me­tal­li­schen Un­ter- und Ober­tö­nen, wa­vi­gen Syn­th-Ein­wür­fen und ein ganz klein we­nig ab­ge­spa­ce­ter Psy­che­de­lia. Als wenn De­st­ruc­tion Unit die bun­ten Pil­len aus­ge­gan­gen wä­ren. Das gan­ze dann mit Bad Brains und De­vo in ei­nen Topf ge­wor­fen, oder was auch im­mer. Macht euch selbst 'nen Reim drauf. Schö­nes Ding.


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