Vital Idles - Left Hand

Ganz be­zau­bern­der Krem­pel aus Glas­gow ir­gend­wo zwi­schem re­lax­tem In­die­rock, mi­ni­ma­lis­ti­schem Post­punk, son­nig da­her ge­schram­mel­tem Power-/Ga­ra­ge Pop und ei­nem ge­le­gent­li­chen Hauch von Psy­che­de­lic.

Al­bum-Stream (Spo­ti­fy) →

Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein wei­te­res Pro­jekt von Da­vid Sett­le, der hier auch schon mehr­fach mit sei­nen Bands Ex-Brea­thers und Big Heet auf­ge­taucht ist. Auf dem De­büt­al­bum von Psychic Flowers ist aber we­nig von den Noi­se Rock- und Post­core-Sounds be­sag­ter Bands zu ver­neh­men. Statt­des­sen be­geis­tert die Plat­te mit durch­weg hoch­wer­ti­gem Fuzz-/Noi­se-/Power­pop, der hier in ei­nen wun­der­bar knar­zen­den aber den­noch ma­xi­mal druck­vol­len Lo-Fi Sound ver­packt ist und an dem (nicht nur) Freun­de von Bands wie et­wa Ovlov, Mil­ked, Ca­li­for­nia X oder Hap­py Di­ving si­cher ei­ni­gen Ge­fal­len fin­den wer­den.

Al­bum-Stream →

Joujou Jaguar - Cheap Life /​ Golem 7"

Schö­ne 7" ei­ner pa­ri­ser Band. Auf der A-Sei­te pral­len die mar­kan­ten Vi­bes von New Or­der und The Clean auf­ein­an­der. Auf der B-Sei­te gibt es dann enst­pann­ten Ga­ra­ge Rock mit psy­che­de­li­scher No­te auf die Oh­ren. Ge­fällt.

The Switzerlands - Anthology 2016​-'18

Wie der Ti­tel schon an­deu­tet, han­delt es sich hier um ei­ne recht lo­se An­samm­lung von Songs die­ser Band aus Cin­cin­na­ti, Ohio. Nicht al­les da­von ist Gold, aber ir­gend­wo in die­sen 26 Songs ver­steckt sich ein wun­der­schö­nes 13-Song Al­bum aus Power­pop, ver­schro­be­nem In­die­rock und Lo-Fi Be­droom Pop. Das hat was von den Bed Wet­tin' Bad Boys, frü­hen und spä­ten Re­pla­ce­ments und von der knar­zi­gen Kas­set­ten­äs­the­tik frü­her Gui­ded By Voices.



Al­bum-Stream →

Bad Sports - Open That Door 7"

Neue Sin­gle der Punk Su­per­group (u.a. mit per­so­nel­len Über­schnei­dun­gen zu Vi­deo, OBN IIIs und Ra­dio­ac­ti­vi­ty) aus Den­ton, Te­xas. Im Ver­gleich zum aus­ge­zeich­ne­ten letz­ten Al­bum Li­ving With Se­crets wird hier der Ga­ra­gen-Knarz­fak­tor deut­lich run­ter­ge­schraubt. Was da­bei üb­rig bleibt sind zwei nach wie vor ta­del­lo­se Power­pop-Gra­na­ten.

Casanovas In Heat - Twisted Steel, Sex Appeal

Die Bo­stoner Band hat im Ja­nu­ar ih­re letz­te Show ge­spielt, di­rekt im An­schluss ist aber noch via Kat­or­ga Works ihr ers­tes und ein­zi­ges Al­bum er­schie­nen, das be­reits An­fang 2015 un­ter der pro­du­zie­ren­den Hand von Ben Green­berg auf­ge­nom­men wur­de. Das stellt sich als ein kraft­vol­les Power­pop-Pa­ket her­aus, das den Geist al­ter Hel­den wie den Re­pla­ce­ments, Hüs­ker Dü oder Mo­ving Tar­gets wie­der auf­le­ben lässt.



Al­bum-Stream →

Big Mess - Try To Enjoy It

Un­ge­wöhn­lich me­lo­diö­se Klän­ge aus der sonst ja eher für düs­te­re Vi­bes be­kann­ten Ko­pen­ha­ge­ner Sze­ne. Der zwi­schen Punk und Power­pop pen­deln­de Sound auf dem zwei­ten Lang­spie­ler von Big Mess be­dient sich glei­cher­ma­ßen bei Jaw­brea­ker und den Wi­pers, bei Buz­zcocks, Un­der­to­nes und die­ser be­kann­ten T-Shirt Mar­ke, wie hieß die gleich noch­mal? Gab es zu­letzt wie­der beim Lidl. Au­ßer­dem kann man dem Sän­ger ei­nen ge­wis­sen Hang zum gro­ßen Dra­ma un­ter­stel­len, auch das geht so klar. Ge­nau we­gen die­ser Ei­gen­schaft füh­le ich mich hier und da auch an die frü­hen EPs von Ner­vo­sas er­in­nert.



Al­bum-Stream →

The Exbats - I Got The Hots For Charlie Watts

Der ers­te hei­ße Tipp in die­sem Jahr kommt vom kürz­lich re­ak­ti­vier­ten Punk­blog Ma­nie­ren­ver­sa­gen. Die Ex­bats sind ein Duo aus Bis­bee, Ari­zo­na, be­stehend aus In­ez Mc­Lain an Drums, Ge­sang und ih­rem Va­ter Ken­ny an der Gi­tar­re. Der Schram­me­li­ge, in je­der Men­ge ver­schro­be­nem Charme ge­tränk­te Power­pop, den die bei­den auf ih­rem ak­tu­el­len Lang­spie­ler von der Lei­ne las­sen weckt kla­re As­so­zia­tio­nen zu den al­ten 60s Girl­groups, hat häu­fig aber auch mehr als ei­ne klei­ne Ah­nung von Dead Moon. Oder vom Bri­tish In­va­si­on-las­ti­gen Ga­ra­ge Rock der Re­so­nars, de­ren Mas­ter­mind Matt Ren­don hier zu­fäl­lig auch für den Bass und die Pro­duk­ti­on ver­ant­wort­lich zeich­net.



Al­bum-Stream →

Death By Unga Bunga - Bye Bye /​ Into The Night 7"

Neu­es von den In­diero­ckern aus Os­lo, die schon mal vor ei­nem gu­ten Jahr mit ih­rer letz­ten EP Fight ei­nen gu­ten Ein­druck hin­ter­lie­ßen. Die lang­sam vor sich her fuz­zen­de A-Sei­te ist schon ganz nett, aber das ei­gent­li­che Glanz­stück hier ist die un­ver­schämt catchy ge­ra­te­ne Power­pop-Glücks­pil­le In­to The Night auf der B-Sei­te.


Scupper - Some Gauls

Die bis­he­ri­gen zwei EPs der New Yor­ker Band lie­ßen mich ja schon mehr als ge­spannt auf­hor­chen, aber mit ei­nem der­art star­ken De­büt­al­bum hat­te ich dann doch nicht ge­rech­net. Me­lo­di­scher In­die­rock, Fuzz-, Jang­le- und Power­pop wie man ihn in der dunk­len Jah­res­zeit ein­fach mal braucht. Das klingt in et­wa wie ei­ne Schnitt­men­ge aus Gui­ded By Voices und The Clean; song­mä­ßig wer­den hier lau­fend Tref­fer ver­senkt.



Al­bum-Stream →