Sieht langsam so aus als wäre das doofe Winterloch rund um den internationalen Tag des Konsums überstanden, für die nächsten Tage und Wochen kündigen sich die ersten ernstzunehmenden Neuveröffentlichungen des Jahres an. Und Blank Realm aus Brisbane, Australien starten gleich mit einem ersten Knaller ins neue Jahr. Legten sie es auf ihren bisherigen Alben noch eher auf die klangliche Überwältigung des Hörers an, haben sie für ihre neue Platte ihr Spielzimmer ein wenig aufgeräumt und es geht mit einem entschlackten Sound deutlich fokussierter zu. Durchsetzt von 60er/70er Powerpop, Hypnotischen Psychedelic-Jams und schrammeligem, C86-beeinflusstem Frühneunziger-Indiepop, der auch der Neuseeländischen Flying Nun-Connection entstammen könnte, haben die eher minimalistischen Songkonstrukte hier alle Zeit der Welt um ihre hypnotische Wirkung zu entfalten; kein Song ist hier unter vier Minuten. Dank hervorragender Songwriting-Qualitäten wirkt das ganze aber keinesfalls redundant oder überflüssig ausufernd, sondern die Songs nehmen sich einfach die Zeit die sie brauchen um so richtig zu klicken.
PowerPop-/Garagenrockband aus Seattle. Haben im laufe des letzten Jahres zwei sehr spaßige Kurzspieler rausgehauen. Entspanntes, an The Clean erinnerndes Geschrammel und zwischendurch auch mal etwas treibendere Rocker. Runde Sache (wie Platten es halt so sind).
Schön relaxter, powerpoppiger Indie Rock aus Doylestown, Pennsylvania, mit deutlichem Wink in Richtung Elvis Costello und The Jam. Mal leicht Folkig-Hymnisch, mal straight nach vorne rockend. (mehr …)
Punkrock aus Philadelphia mit Powerpop- und Soul-Einschlag. Kurz und Schmerzlos. Macht fünf Minuten lang glücklich, dann muss eine neue Droge her. (mehr …)
Was geht eigentlich heute mit Dischord? Vol.2 Bereits im Februar erschien die erste Platte der aktuellen Band von Fugazi-Drummer Brendan Canty, mit an Bord sind auch Mitglieder von Faraquet und Medications. Und ich bin sehr überrascht von dem was ich da höre, das ist mal locker die untypischste Dischord-Platte die ich je zu Gehör bekam. Nix mit Post-irgendwas hier, stattdessen wühlt sich die Band mal quer durch alles was Power Pop, Glam- und Artrock der frühen bis mittleren Siebziger so hergeben. Und das ganze funktioniert, weil hervorragende Songs das Fundament für den zeitweise doch recht wilden Stilmix bilden. (mehr …)
Adam Widener dürfte vor allem als Bassist der inzwischen aufgelösten Garagenrocker Bare Wires bekannt sein. Aus deren langem Schatten tritt er jetzt aber heraus mit einer hervorragenden Soloplatte, voll mit Retro-Poppigen Hooks und treibendem Rock’n Roll irgendwo im Grenzgebiet zwischen 77er Punk, Powerpop und Garagenrock. (mehr …)
Das Trio aus Washington bezeichnet sein Schaffen selbst als Post-Punk-Pop. Das ist aber eher irreführend, denn weder mit Punk noch mit der ollen Post hat das viel zu tun. Stattdessen begeistern sie auf Half-Remembered Dream mit schrammeligem, C86-beeinflusstem Powerpop, dessen Wurzeln klar in den späten 80ern/frühen 90ern zu verorten sind. Teenage Fanclub könnte ich da als Vergleich anbieten oder The Wedding Present. Oder aktuell eine weniger laute Version von The Pains Of Being Pure At Heart. (mehr …)
Die Neuseeländer mal wieder, und natürlich auf dem dortigen Label-Urgestein Flying Nun Records erschienen. Wer den powerpoppigen Output des Labels bisher schon mochte, wird sich auch bei Surf Friends wohlig warm aufgehoben fühlen. Das würde mir ja nur ein müdes Gähnen entlocken, wenn nicht auch der Qualitätsstandard von Releases der nach wie vor bemerkenswerten neuseeländischen Szene so verdammt hoch wäre. Und auch hier haben wie wieder ein hervorragendes Album aus dem Powerpop-/Indierock-Kosmos mit leichten Psychedelic-Sprengseln, über dass es nicht so viel neues zu sagen gibt, das aber um so mehr Freude zu bereiten vermag. (mehr …)
Punktrio aus Philadelphia. Oder mit ihren eigenen Worten ausgedrückt: „A Philly 3 piece ready to infect the nearest person with their deliciously punky brand of pop songs about killing yourself.“ Oder so: „Punky Pop songs with a knack for angst and a taste for blood.“ Genauer genommen haben wir es hier mit hochenergetischem Punk Rock zu tun, der deutlich vom 77er Style beeinflusst ist, aber auch die Replacements sind sicher als Einfluss zu erwähnen und ein gewisser bittersüßer PowerPop-Geschmack haftet dem ganzen immer an. Gegenwärtig vielleicht mit den kalifornischen Audacity vergleichbar. (mehr …)
Ein echtes Traumteam. Die australischen Boomgates auf einer 7″ mit der neuseeländischen Indie-Legende The Bats . Die würden glatt als deren Eltern durchgehen. Beide Bands klingen hier mal eher entspannt und abgehangen. (mehr …)