Noch ‘ne Runde Boozy…

Ein wie gewohnt hochwertiger Batzen von neuen Siebenzöllern und sogar eine CD von Italiens zuverlässiger Garage Punk-Institution Goodbye Boozy Records.
Bei Tee Vee Repairman handelt es sich mal wieder um ein Projekt von Ishka Edmeades, den ihr vermutlich schon von so Hausnummern wie Satanic Togas, Set-Top Box, Research Reactor Corp., Gee Tee, Remote Control, Mainframe kennt… der Typ hat gefühlt in 90 Prozent des erweiterten Warttman-Kosmos seine Finger drin. Sagen wir mal, der Typ war in den letzten Jahren eine echte Bank in diese Blog und wird sicher noch öfter auftauchen, denn alles was der anfasst transformiert spontan zu purem Garage Punk- und Power Pop-Gold.
Ein deutlich anderes Biest ist da die 7" von Wayne Pain & The Shit Stains - eine simple und schön dumme Attacke des ausgesprochen oldschooligen Garage Punk mit dem gewissen Rockabilly-Einschlag.
Von letzterem haben auch Qinqs etwas abbekommen, allerdings riecht das bei denen weniger nach Cramps sondern mehr nach The Fall - The Great White Wonder hätte man passender mit How i re-wrote Elastic Man betiteln können aber auch jüngeres Zeug á la Shark Toys, Ex Cult, Parquet Courts oder The UV Race steckt da irgendwie mit drin.
Die neueste EP der Mysteriösen Zoids ist auch mal wieder ein liebenswert schrulliges Machwerk des so exzentrischen wie minimalistischen Electro-/Space-/Garage Punk geworden dessen Vibe einiges von Suicide-meets-Metal Urbain / Dr. Mix and the Remix an sich hat. Und ja, fickt Vinyl. Die Zukunft gehört der Compact Disc Bro.
Die Tracks von Dadgad auf einer Split-EP bilden dann die perfekte Überleitung vom erwähnten Space Punk hin zu den Songs von noch so 'nem anderen üblichen Verdächtigen der hier auf den namen Zhoop hört… aber sicher auch als Feed, Djinn, Brundle oder was auch immer ein Begriff ist. Mir doch egal, ist alles geiler Scheiß.

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Decomisos La Toledana – Quinquidemo

Unverschämt catchy, der Lo-Fi Garage Punk und Power Pop dieser Band aus Madrid, die in etwa die Stärken weiterer spanischer Acts jüngerer Zeit wie Prison Affair, Beta Maximo und Finale channelt aber auch internationalen Phänomenen wie etwa Nuts, R.M.F.C. oder Satanic Togas steht das Zeug nicht allzu fern.

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Mo Troper – MTV

Fuck ist das 'ne starke Platte geworden, damit hatte ich so nicht gerechnet - ein klarer Anwärter für's beste Powerpop-Album in diesem Jahr. Wie eine seltsame Eggfolk-Verwünschung der Resonars oder Bevis Frond, versprüht das aber auch eine ähnlich verträumte Melancholie á la Lost Balloons und einzelne Kleckse von frühen Guided By Voices, Soft Boys, Honey Radar oder Woolen Men vervollständigen das Bild. Dabei kann selbst die verschrobenste LoFi-Ästhetik nicht davon ablenken, dass hier grandiose Songwriting-Qualitäten das tragende Element sind.

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TJ Cabot – King Grove

Der Output des kanadischen Garagenpullis TJ Cabot hat bisher mit jeder Veröffentlichung an Klasse zugelegt und die neueste EP ist da auch keine Ausnahme, trifft hier jeden Nagel auf den Kopf mit 'nem saumäßig catchy daherkommenden Mix zwischen Power Pop und Garage Punk, der mal wirklich keine Vergleiche scheuen muss zu so Größen wie The Marked Men, Erik Nervous, Tommy & The Commies, Andy Human & The Reptoids, Booji Boys, Liquids, Bad Sports oder Nick Normal.

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Green/Blue – Paper Thin

Diese Projekt um Jim Blaha (The Blind Shake, Jim and the French Vanilla) und Annie Sparrows (Soviettes/Awesome Snakes) klingt auf dem zweiten Langspieler irgendwie ganz anders als die bisherigen Bands des erstgenannten, wohnt diesen Songs doch ohne Ausnahme ein verträumt-melancholischer Vibe innne, der hier auf eine unwahrscheinliche Postpunk-Kante prallt - ein bisschen wie 'ne Mischung aus Radioactivity, Mind Spiders und The Estranged, zusammengeschweißt von unerschütterlich solider Songsubstanz.

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Ex-Gold – We Are Good

Das hier hätte ich fast übersehen, ist das Ding doch offenbar schon ein paar Monate draußen. Ex-Gold aus Austin, Texas hatten 2018 schon mal eine saustarke EP rausgehauen, von der jetzt einige Songs auch noch mal neu aufgenommen auf diesem Langspieler autauchen, während die neuen Stücke nahtlos das hohe Niveau des Debüts anknüpfen. Das bedeutet mehr vom schrulligen Power Pop und Garage Punk mit sowohl ein paar '77er Versatzstücken als auch einem oldschooligen Indie Rock-Vibe. Der beste Vergleich der mir dazu gerade einfällt wären die britischen Witzbolde Proto Idiot, aber auch Fürsprecher von Tommy and the Commies, Bad Sports, Radioactivity, Sweet Reaper, Corner Boys oder Steve Adamyk Band werden da sicher was für übrig haben.

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Beta Máximo – Spain Vice

Die spanischen Garage Popper Beta Maximo fielen schon mit vergangenen EPs durchweg positiv auf, aber mit ihrem neuesten Output haben die, wenn ihr mich fragt, mal so richtig den Nagel getroffen, wobei sie gekonnt zwischen zackigem Garage Punk und angesurftem Powerpop balancieren - etwa so wie eine weniger Eierköpfige und LoFi-mäßige Inkarnation von Prison Affair.

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Famous Logs in History – Fancy!

Auf der jüngsten Kassette dieser New Yorker springt der Funke sofort über anlässlich schrulliger Powerpop-Klänge, die anmuten wie eine etwas new-wavig angehauchte Melange aus frühem, melodischem, überwiegend britischem Post Punk irgendwo in der erweiterten Nachbarschaft von so altem Krempel wie Desperate Bicycles. Mekons, Television Personalities und Swell Maps.

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Neutrals – Bus Stop Nights 7″

Natürlich mal wieder ohne Ausnahme brilliant, der jüngste Output dieser seltsam britisch klingenden Band aus Oakland, Kalifornien. Das hier mag dabei ihre am wenigsten Post Punk-lastige, am stärksten powerpoppige Platte bisher sein, die erneut aus allen Nähten platzt angesichts der schieren Menge an meisterhaft ausgerollter, bodenlos charmanter Television Personalities-Anbetung plus einem gewissen Unterton der frühen Mekons oder Desperate Bicycles.

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Weak Signal – War and War

Hui, ich hatte jetzt aber mal nicht mit einem derartig hochwertigen Genuss gerechnet in Form des jüngsten Albums dieser New Yorker, die bislang komplett unter meinem Radar geflogen sind. Auf die Ohren gibt es eine stark von Velvet Underground und Jesus and Mary Chain inspirierte Melange aus Fuzz-/Power-/Noise-/Dream Pop, die schon alleine durch die Stärke des Songmaterials überzeugt und als harten Kontrast dazu dann soundmäßig eher mal so auf kleiner Flamme vor sich hin gart. Es braucht also ein bisschen Geduld, aber das zart auf der Zunge zergehende Resultat ist dann eine einzige Gaumenfreude, während ich jedes Hook und jedes Fitzelchen an subtiler Textur in ihren Klanglandschaften abfeiere.

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