Das Drip - Das Drip

Das Drip kom­men aus Ral­eigh, North Ca­ro­li­na, ha­ben un­ter an­de­rem per­so­nel­le Ver­stri­ckun­gen mit Wha­te­ver Brains und ISS im Spiel - im Ver­gleich da­zu aber ei­nen weit­aus ra­di­ka­le­ren Sound. Sau­mä­ßig Gas ge­ben­der Hard- und Post­core mit an­flü­gen von Noi­se und Ga­ra­ge ist hier näm­lich am Start, des­sen Pfa­de kaum ver­schlun­ge­ner und ex­zen­tri­scher sein könn­ten; der es sich schein­bar zur Auf­ga­be ge­macht hat, je­de Gen­re­kon­ven­ti­on und -gren­ze zu bre­chen und/​oder über­schrei­ten. Das ers­te De­mo der Band hat­te ich sei­ner­zeit noch ver­schla­fen; was sie dann aber auf der (sau­mä­ßig emp­feh­lens­wer­ten!!!) Ama­ri­can Idylls Com­pi­la­ti­on fa­bri­zier­ten mach­te schon mäch­tig Bock auf mehr da­von. Und mehr da­von kur­beln sie jetzt in ei­ner Spiel­zeit run­ter, für die zwölf Zoll brei­tes PVC schon stark über­qua­li­fi­ziert er­scheint, oh­ne dass ih­re Songs da­bei über­la­den klin­gen. Die­se Da­men und Her­ren ha­ben de­fi­ni­tiv ei­nen Plan.

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Politics Of Jam - Heaven And Earth Magic

Die­se EP von Po­li­tics Of Jam aus Mi­ami ist ein ast­rei­ner Flash­back zum Post-/E­mo­core der mittleren/​späten 80er mit klas­si­schem DC-Ein­schlag. Wer jetzt an Dag Nas­ty, Ri­tes of Spring und Em­brace denkt, liegt auch ge­nau rich­tig. In der zwei­ten Hälf­te wird au­ßer­dem noch et­was Bos­ton in den Mix ge­wor­fen, in Form ei­nes ge­wis­sen Mo­ving Tar­gets-Vi­bes.

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Macros - Macros

Durch­weg kom­pe­ten­ten Noi­se­rock und Post­core schmet­tert ei­nem die ers­te EP die­ser Com­bo aus Mel­bourne mit or­dent­lich Schma­ckes um die Oh­ren, ver­bin­det da­bei er­folg­reich den po­ten­ten Vor­schub hei­mi­scher Gen­re-Mit­strei­ter á la Bench Press und Bat­piss mit den ge­ring­fü­gig sper­ri­ge­ren Ten­den­zen von Bands wie Mar­ria­ge + Can­cer oder Go­ya.

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Rolex - X

Der wür­di­ge Ab­schluss der Kurz­spie­ler-Pen­talo­gie (das mit den Cas­sin­gles hat man wohl in­zwi­schen auf­ge­ge­ben…) von Ro­lex aus Los An­ge­les lie­fert ein wei­te­res mal aus­ge­zeich­net schrä­gen Post­punk und -core mit Ga­ra­ge­kan­te - dies­mal wird es so­gar ein biss­chen fun­ky. Wird höchs­te Ei­sen­bahn für ein gan­zes Al­bum da­von!

Help - Help

Aus­ge­zeich­ne­ten Scheiß auf der Grund­la­ge von Noi­se Rock, Sludge Punk und Post­core gibt es auf die­ser EP von Help aus Port­land zu be­gut­ach­ten, der nicht nur mit an­ge­mes­se­nen Vor­schub, son­dern öf­ter auch mal mit für sein Gen­re un­ty­pi­scher Me­lo­diö­si­tät über­zeugt und in mei­nem Kopf As­so­zia­tio­nen zu De­ath Pe­dals, USA Nails oder Tu­nic trig­gert.

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Die! Die! Die! - O

Den Neu­see­län­dern stand ich in ver­gan­ge­nen Jah­ren im­mer et­was ge­spal­ten ge­gen­über, aber mit ih­rer neu­es­ten EP rei­ßen die mich dann doch mal wie­der rich­tig mit. Auf den letz­ten Kurz­spie­lern gab es ja eh schon An­zei­chen ei­ner deut­lich kom­pro­miss­lo­se­ren Marsch­rich­tung, aber erst hier las­sen sie den für mei­nen Ge­schmack im­mer et­was zu ge­fäl­li­gen Noi­se Pop-/Post Punk-Hy­brid - für den sie wohl am meis­ten be­kannt sind - weit­ge­hend hin­ter sich zu­guns­ten von un­gleich sta­che­li­ge­rem Noi­se­rock und ei­nem En­er­gie­le­vel, wie man ihn von der Band schon seit ei­nem gu­ten Jahr­zehnt nicht mehr zu hö­ren be­kam.

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Overtime - Overtime

Hui, das ist echt mal ein Ein­schlag. Das ent­stan­de­ne Loch in der Wand kriegt man so leicht nicht mehr ver­putzt, oh­ne dass der Ver­mie­ter et­was merkt. Over­ti­me kom­men aus Mel­bourne, ei­ner Stadt die mu­sik­mä­ßig ja eh nicht für hal­be Sa­chen be­kannt ist. Ihr ers­tes Al­bum stellt sich als der­ber Bro­cken aus Noi­se Rock und Post­core her­aus, der lo­cker die ro­he En­er­gie ak­tu­el­ler Acts der Sor­te Tu­nic, Pi­geon, Metz, USA Nails mit­nimmt, aber in ver­schie­de­nen Au­gen­bli­cken auch ver­gan­ge­ne Acts á la Bas­tro, Laug­hing Hy­e­nas, Green Ma­gnet School oder Live Skull chan­nelt. Das gan­ze wird hier von ei­nem un­nach­gie­big druck­vol­len, aber gleich­zei­tig ma­xi­mal ro­hen Klang­bild in ge­nau das rich­ti­ge Licht ge­rückt.

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Yeesh - Saw You Up There

Auch mit Lang­spie­ler Num­mer Drei von Yee­sh aus Chi­ca­go kann man nichts falsch ma­chen. Die auf dem Vor­gän­ger noch deut­li­cher er­kenn­ba­ren, me­lo­di­schen (und ich muss hier be­to­nen: voll­kom­men to­le­ra­blen) Emo-Ver­satz­stü­cke ma­chen ei­nem weit­aus grim­mi­ge­ren Vi­be platz; die Songs und Ar­ran­ge­ments sind stär­ker durch­dacht und aus­ge­reift als je zu­vor. Wie ge­habt klingt ihr Post­core deut­lich nach dem her­kunfts­mä­ßig na­he­lie­gen­den 90er Touch&Go-Sound, aber frag­los auch mal nach ein­schlä­gi­gen Wa­shing­to­ner Haus­num­mern. Ganz be­son­ders sticht hier aber ein ge­wis­ser Quick­sand-Vi­be her­aus, wie man ihn heu­te viel zu sel­ten zu hö­ren be­kommt. Oben­drein kann auch mal et­was Su­per­chunk-mä­ßi­ger In­die­rock durch­schei­nen. In der Ge­gen­wart fühlt sich ein Ver­gleich zu Me­at Wa­ve halb­wegs rich­tig an.

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Clang! - Whac-A-Mole

Ein sau­mä­ßig star­kes De­büt­al­bum ha­ben Clang aus Tam­pa, Flo­ri­da hier­mit ab­ge­lie­fert, das mit ei­ner zeit­lo­sen Spiel­art von Noi­se- und Math Rock, Post­core und -punk in­klu­si­ve mar­kan­tem Sa­xo­fon­ein­satz zu be­geis­tern ver­steht. Im Ge­samt­ein­druck klingt das Re­sul­tat et­wa so, als hät­te man di­ver­se Ver­tre­ter der ak­tu­el­len Post­punk-Ge­nera­ti­on mit Pio­nie­ren aus den Acht­zi­gern wie No­me­ans­no, Tra­gic Mu­lat­to und Flip­per ge­kreuzt.

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Optic Nerve - Optic Nerve

Ver­dammt gei­ler Stoff aus Syd­ney. Be­herzt vor­wärts bret­tern­der Post­pun­k/-core, der mich vor al­lem an äl­te­ren Krem­pel er­in­nert; et­wa an ein Mix aus Man Si­zed Ac­tion und Sac­cha­ri­ne Trust mit star­kem Ga­ra­ge-Nach­bren­ner, ver­edelt durch ei­ne GI­tar­ren­ar­beit á la Angst und ei­nen Hauch von Hot Sna­kes. Bit­te mehr da­von!

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