Via Borderline Fuckup bin ich auf diese tolle Hamburger Band gestoßen. Da mischen wohl unter anderem Leute von Kommando Sonne-nmilch und Die Charts mit. Die Musik würde ich mal als eingängigen Postcore bezeichnen, so wie es ihn besonders um die Jahrtausendwende oft zu hören gab, etwa von Les Savy Fav oder Hot Snakes. Dazu ‘n bisschen Noiserock aus der gleichen Ära á la McLusky. Und hier bitte noch irgendeinen Satz mit Fugazi oder Dischord drin einfügen.
Kids Of Zoo kommen aus dem Coburg, einem Vorort von Melbourne und auf ihrem zweiten Album gibt’s explosiven Noise-/Postcore mit diesem wunderbar garagigen Unterton zu hören, der australischen Bands scheinbar in den Genen steckt. Erinnert teilweise an Hot Snakes, vielleicht mit ein bisschen McLusky und einer subtilen Note 90er Touch&Go-Sound. Oder auch mit aktuellen Bands wie Beast Fiend und Wymyns Prysyn vergleichbar.
Schnörkellos vorwärts preschender Postcore mit einem kleinen Löffel Noise aus dem britischen Stevenage. Freunde z.B. von Video oder fühen Teenanger werden’s zu schätzen wissen.
Die erste EP der Band aus Cambridge hätte ich hier sicher auch schon gepostet, dummerweise war 12XU im August 2013 noch nicht gestartet. Dafür kann ich euch jetzt ihren neuesten Streich ans Herz legen, wieder eine ausgezeichnete EP mit treibendem Rock’n’Roll im Spannungsfeld von Noise, Postpunk und Post-/Emocore. Sonic Youth treffen auf Rites Of Spring und vielleicht ein bisschen Unwound.
Explosives Zeug von einer Band die vermutlich aus Norfolk, Virginia daherkommt. Stilistisch irgendwo zwischen den Stühlen Postpunk/-core, Noiserock, Mathzeug und etwas Sludge angesiedelt, gehen die ideenreichen zwanzig Minuten um wie im Flug. Besonders die erste Hälfte mit ihren im Schnitt einminütigen Attacken wirkt wie aus einem Guss, man merkt kaum dass da ganze acht Songs mal eben so an einem vorbeigerauscht sind. Im zweiten Teil wird das Tempo dann etwas gemächlicher, die Stimmung mieser und die Songs montotoner. Auch das steht ihnen gut
Schöner Noisepunkscheiß von einer Band aus New Orleans. Straight und eingängig, bedient sich das ganze sowohl beim Postcore der späten 80er und alter Noiserock-Schule, wird aber letztendlich von einem Herz aus räudigem Garagenpunk zusammengehalten und vorangetrieben.
Per email kam hier gerade das Demo dieser Berliner Band reingeflattert und das hat’s in sich. Wahnsinnig vorwärts drückender Punkrock mit Elementen aus der Noise- Post- und Emocore-Ecke. Das klingt zuerst in etwa so als hätte man frühe Iceage-Platten oder die erste Lower EP mit melodischem 90er (Emo-)Punk á la Samiam verquickt. In anderen Momenten erinnert’s mal an Noisepunker wie Vulture Shit oder Soupcans, an den dissonanten Postcore von Rites Of Spring oder aktuelle Genre-Grenzgänger wie Criminal Code. Geiles Zeug, von dem man hoffentlich in Zukunft noch mehr zu hören kriegt.
Der Noise-/Mathrock dieses Quartetts aus Montreal erinnert mich beim ersten Track ein wenig an die alten SubPop-Helden Green Magnet School. Die beiden folgenden Songs werden dann deutlich technischer und verkopfter, dann fühlt man sich eher an Fugazi oder andere Vertreter der späten Dischord-Ära erinnert wie etwa Faraquet oder Q And Not U.
Wahnsinn. Was diese Band aus Tulsa, Oklahoma hier weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf Tonkonserve gebannt hat verschlägt mir doch ein wenig die Sprache. Skeleton Farm spielen Experimentalrock, der sich jeglicher Kategorisierung entzieht und mit jedem weiteren Song auf dem Album erweitern sie das Klang- und Genre-Spektrum weiter ins Grenzenlose. Dieses Klangmonster wälzt sich etwa in doomig vor sich her walzendem Noiserock/-metal, Math-artigen Rhytmus-Spielereien, treibendem Hard-/Post-/Emocore und etwas Postrock. Sogar für längere Ausflüge in repetitive Ambient-Meditationen ist hier Platz. Eine schlaue und ausgereifte halbe Stunde vielseitigen Krachs, der seinen eigenen Ambitionen standhält und zu keinem Zeitpunkt aufgeblasen oder verkopft wirkt. Die Band hat deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Also geht hin und macht sie reich und berühmt, die Platte gibt’s bei Bandcamp zum Preis eurer Wahl.
Diese Platte der französischen Noiserocker ist in soweit ein Paradox, dass ich vor allem Einflüsse aus dem Postcore auszumachen glaube, bei der stilistischen Einordnung aber ganz klar Richtung Noise Rock tendiere. Nun gut, es gab ja auch mal Zeiten, da standen sich beide Genres gar nicht so fern. Besagte Einflüsse wären da unter anderem die unvermeidbaren Fugazi, Drive Like Jehu, Frodus und aus dem Noise-/Math-Lager hat’s natürlich auch was von den ebenso unvermeidbaren frühen Shellac. Schönes Teil.