Ein ausgewachsener Postcore-Böller, das neue Album der Fawn Spots aus dem alten York. Die Band kanalisiert hier so ziemlich das beste aus Postcore und Noiserock, insbesondere aus der Blütezeit beider Genres in den 90ern und reichert das ganze um deutliche Emocore-Einflüsse an, ohne jemals in die vielfältigen Fettnäpfchen des Genres zu treten. Der ungestüme Vorwärtsdrang der Hot Snakes kombiniert mit den blank liegenden Nerven von Rites of Spring, den walzenden Brutalo-Riffs von METZ, ein wenig Kopenhagen-Geboller und der Melodik von Hüsker Dü. Und noch viel mehr. Ich wünsche viel Spaß beim selbst entdecken.
Hypermotorisches Postcore-/Noiserock-Zeugs aus London. Orientierungspunkte wären z.b. die alten Säcke Hot Snakes, aktuelle Noise-Sachen á la Wymyns Prysyn, Greys, Low Fat Getting High und auch ein kleines bisschen Fugazi oder Faraquet. Die Platte ist eine Wucht, von Anfang bis Ende.
Eine sehr willkommene Bandeinreichung kam hier mit der zweiten EP von Gazer aus Cincinnati rein. Darauf findet man energetischen und intelligenten Noiserock/Postcore, den man vielleicht irgendwo im klanglichen Umfeld von Brainiac oder Hot Snakes einordnen könnte, oder von aktuellen Bands wie Wymyns Prysyn.
Neuer Kurzspieler der Postcore-Krawallbrüder aus Toronto. Wie schon auf ihrem Debütalbum, gibt’s mitreißenden Rock’n’roll mit einem Fundament aus Hardcore und einem rauen Beschlag aus Noiserock. Bekommt man als Tape oder Download im Label-Shop.
Mitreißender Noise-/Mathrock von einem Trio aus dem Städtchen Varaždin in Kroatien. Das ganze wandelt klar auf den Spuren von so Klassikern wie frühen Shellac, Fugazi, Sonic Youth, Faraquet und Frodus, bleibt dabei aber durchaus eigenständig und gehört so mit zum besten was ich derzeit aus diesem Genre-Umfeld mitbekomme. Bin ganz entzückt.
Aus Winnipeg kommt dieser abwechslungsreiche Krach irgendwo zwischen Noiserock und Postpunk/-core. Von Steve Albini auf seine altbewährte, schnörkellos trockene Art auf Konserve gebannt, mag das mal nach altem AmRep-Zeug oder McLusky klingen, mal eher nach Wire, besonders häufig aber auch nach spätem Dischord-Zeug á la Faraquet oder Q And Not U. Unmittelbar und eingängig, macht das nicht nur ordentlich Lärm sondern auch ganz viel Spaß.
Die neue von Meat Wave aus Chicago ist eigentlich ‘ne halbe Mogelpackung, enthält das Teil in Wirklichkeit doch nur vier neue Songs. Dazu ‘n Wipers-Klassiker und zwei Songs vom selbstbetitelten Debütalbum. Aber übel nehmen kann ich’s ihnen nicht, denn diese Zusammenstellung ist in ihrer Gesamtheit um einiges konsistenter als das noch etwas durchwachsene Debüt. Die neuen Songs schieben ihren Postcore in eine deutlich straightere, treibende Richtung, was mir so auch mehr als recht ist.
Zwei ausgezeichnete Demos der Band aus Buffalo, hier in einem handlichen Paket als Tape oder Download auf Black Dots wiederveröffentlicht. Darauf gibt’s melodischen Postcore im Geiste des klassischen Mittachziger Dischord Sounds á la frühe Dag Nasty oder Rites Of Spring, vermischt mit späteren Geschichten wie etwa Drive Like Jehu, den Noiserockern Tar oder den treibenden, rifflastigen Momenten von Jesus Lizard.
Noisiger Postcore/-punk von einer Band aus Raleigh im Bundesstaat North Carolina. Entstanden aus den Trümmern von Double Negative erinnern sie durchaus an das Frühwerk von Saccharine Trust, aber auch in Reichweite der Hot Snakes oder von aktuellen Bands wie Video oder Beast Fiend könnte man sie einordnen.
Nicht mehr ganz so neue EP einer Band aus Vancouver mit ungestüm losrockendem Postcore. Mögliche Referenzen wären z.B. Video, Piss Test, Hot Snakes oder Criminal Code. Geht gut rein.