Flat Worms – Antarctica

Nach bereits einem Album und einer Handvoll EPs wissen wir ja schon in etwa, was man von einer neuen Flat Worms-Platte erwarten kann. Das heißt aber nicht, dass sie auf der Stelle treten; vielmehr haben sie mit jeder neuen Veröffentlichung eine bestimmte Facette ihres Sounds genauer erforscht und erweitert. Dieses mal haben sie mit Steve Albini in seiner elektrischen Audiofabrik aufgenommen und passenderweise kommt das Ergebnis nicht nur mit dessen typischer Klangcharakteristik daher, sondern scheint sich auch ein bisschen Inspiration aus seiner langjährigen Geschichte als Produzent Tontechniker gezogen zu haben. Insbesondere ist hier ein klarer Schwenk in Richtung Noise Rock und Postcore wahrnehmbar, der irgendwie auch schon immer ein unterschwelliger Teil ihres Sounds war, aber noch nie so im Zentrum stand wie hier, unter anderem vergleichbar mit gegenwärtigen Bands wie Meat Wave, Metz oder USA Nails. Weitere kleine aber angenehme Überraschungen sind der fast als relaxt zu bezeichnende Titeltrack und die 90er Indie Rock-Vibes in Market Forces.

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Fucking – Superior Firepower

Hat ganz schön gedauert, bis nach ihren genialen ersten zwei 7"s endlich mal neues Material der Punks aus Minneapolis aufgetaucht ist. Ich freue mich aber zu bestätigen, dass der Funke in ihrem ureigenen Mix aus chaotischem Hard-/Garage-/Post-/Weirdcore nach wie vor überspringt und ihre erfrischende Gleichgültigkeit gegenüber den gängigen Genrekonventionen erstrahlt wie eh und je. Also mal wieder fünf Minuten exzellenter Lärm, so wie ich es von dieser Band auch nicht anders erwartet hätte.

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Das Drip – _

Schade zu erfahren, dass diese EP - nicht allzu lange nach ihrem Genre-trotzenden/-fickenden/-dekonstruierenden/-sprengenden Album im letzten Jahr - schon der Schwanengesang der heißesten Hardcore-Hausnummer in North Carolina sein soll. Also nehmt die Chance wahr noch mal über Das Drip's ambitionierten Hardcore/Postcore/Artcore/Weirdcore - definitiv niemals Boringcore - zu staunen.

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Stuck – Change Is Bad

Das Debütalbum der Band aus Chicago erweist sich als so stark wie man es sich nur erhoffen konnte, ein massiver Qualitätssprung in Reife und Finesse verglichen mit ihrer bereits mehr als soliden EP aus dem vorletzten Jahr. Genau wie damals haben Stuck keine Ambitionen das Genre auf links zu drehen, beweisen aber stattdessen ein umfassendes Verständnis der Mittel und Möglichkeiten ihres Genres, eine differenzierte Anwendung von dessen Vokabular und Grammatik zu einem mitreißenden Ergebnis. Klar lässt sich ein gewisser Einfluss vergangener Hausnummern aus ihrer Heimatstadt nicht verleugnen und auch die obligatorischen Spuren von 90er Washington sind durchaus vorhanden - aber noch stärker erinnert mich ihr Sound an aktuelle Acts vom Schlage USA Nails und ganz besonders an die derzeitige Welle australischer Bands wie Batpiss, Bench Press und Noughts.

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Xetas – The Cypher

Ihre dritte LP - erneut auf dem geschmackvoll benannten Label 12XU Records erschienen (ich bin da nicht involviert, Ehrenwort) - präsentiert die Xetas aus Austin und ihren Sound in seiner ihrer bislang reifsten Inkarnation, was sich vor allem in einem selbstbewussteren, abwechslungsreichen und immer grundsoliden Songwriting bemerkbar macht. Immer noch ist das auf der Schwelle zwischen straightem Punkrock und energischem Post Punk/-core zu verorten, wenn auch der Kompass diesmal verstärkt in letztgenannte Richtung ausschlägt. Kann man etwa als eine Mischung aus Red Dons, Video, Meat Wave und Daylight Robbery bezeichnen. Oder anders ausgedrückt: Qualitätslärm!

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Signal – Love w/o Moisture

Ein roher, potenter Mix aus Noise-/Fuzz Punk und Postcore von einer New Yorker Band. Hat was von einer noise-lastigeren Verschmelzung aus Lié und Ugly Little Girls, hat aber auch einiges an dreckig garagigem Sound in Richtung Warp oder Vexx mit an Bord.

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Gunky – Ectoplastic

Als ein seltsamer (Post-) Punk/Noise-Bastard, der sich ganz frech durch die Geschichte des Punk und Noise-Untergrunds plündert, stellt sich die Debüt-EP von Gunky aus Philadelphia heraus. Ich meine Echos von MX-80 und Mittachtziger Sonic Youth zu hören, von The Mentally Ill und Saccharine Trust. Oder auch von jüngeren Bands wie Patti oder Plax.

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Krul – EP

Die australische Szene ist immer für eine Überraschung gut, wie auch hier in Form einer Band aus Melbourne, die mit Leuten von unter anderem Kids Of Zoo an Bord und nicht zuletzt auf Japanisch vorgetragenen Vocals aufwartet. Soundmäßig könnte man es so beschreiben, als träfe leicht angedunkelter Post Punk irgendwo zwischen Institute, Pretty Hurts, Diät, Criminal Code, Pretty Hurts oder Acrylics auf deutlich raubeinigeren Krawall in der Gegend von Lumpy & The Dumpers oder Beast Fiend, einen Hauch von Hot Snakes.

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Isolation – Isolation

Bei dieser Band aus Falmouth handelt es sich im Grunde genommen um drei Viertel von Internal Credit. Im Vergleich mit deren etwas simpler gestrickten Garage Punk geht es hier aber etwas straffer zur Sache mit einem Sound, der ihr solides Garagenfundament um gewisse Postcore-Tendenzen so á la Hot Snakes oder Youth Avoiders aufstockt, sowie um melodischen (Post-)Punk im Stile von Red Dons, Daylight Robbery, Anxious Living, Nervosas und ein kleines bisschen Wipers. Fluppt!

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Goon – Natural Evil

Eine erfreuliche Attacke aus Noise-getränktem Hard-/Postcore von einer Band aus Denver, Colorado. Hat was von einem Mix aus Lumpy & The Dumpers, Anxiety, Cülo oder deren quasi-Nachfolgeband Tarantüla.

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