Great Western Plain - Elastic Smile

great western plain
Ei­ne sehr in­ter­es­san­te und ei­gen­wil­li­ge Ver­öf­fent­li­chung ha­ben Gre­at Wes­tern Plain aus Port­land da raus­ge­hau­en, die sich mal wie­der je­der Ka­te­go­ri­sie­rung ver­wei­gert. Zu­sam­men­fas­send kann man sa­gen, das sie ei­ne Vor­lie­be für aus­la­den­de Jams und re­lax­te, flä­chi­ge Gi­tar­renar­ran­ge­ments ha­ben. Im Lau­fe der Plat­te strei­fen sie dann un­ter an­de­rem mo­no­to­nen Spa­ce­rock und Post Punk, noi­si­ges Ge­schred­der, al­ten In­die­rock frei nach Pa­ve­ment oder Se­bad­oh, an spät­ach­zi­ger So­nic Youth-Plat­ten er­in­nern­de Gi­tar­ren­har­mo­nien und ent­spannt vor soch hin rum­peln­den Ga­ra­gen­rock. Das al­les ver­schmilzt hier zu ei­nem ho­mo­ge­nen Gan­zen, das sich kein Fan von psy­che­de­lisch an­ge­hauch­tem, pun­ki­gem Krach ent­ge­hen las­sen soll­te.

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Foul Swoops - sgc002

fouls swoops
Le­cke­res Tape von ei­ner Band aus South Ar­ling­ton, Vir­gi­nia. Prall ge­füllt mit in­fek­tiö­sen Hooks so­wie ei­ner ge­lun­gen ei­gen­wil­li­gen und un­er­war­tet me­lo­diö­sen her­an­ge­hens­wei­se an ih­ren trei­ben­den und gleich­zei­tig doch sehr zu­rück­ge­lehnt vor sich hin schred­dern­den Garagen-(Post-)Punk.

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Piles - Piles

piles
Wow, das ist ja mal ein un­er­war­tet kom­pro­miss­los vor­wärts­ge­prü­gel­ter Bro­cken aus me­lo­disch-noi­si­gem Post-/Punk-/In­die­ge­döns. Was Pi­les (nicht mit den ges­tern hier ge­fea­tureten Pi­le ver­wech­seln) aus Mil­wau­kee hier ab­feu­ern ist ge­nau mei­ne Kra­gen­wei­te. Wer drin­gend auf Nach­schub an schnel­lem me­lo­di­schem Krach mit ge­wis­sen Ähn­lich­kei­ten zu Ma­le Bon­d­ing, Ja­pan­dro­ids, No Age, frü­hen Wav­ves oder Cloud Not­hings sucht, wird hier ga­ran­tiert sei­nen Spaß dran ha­ben. Da­zu kom­men noch leich­te Ga­ra­gen- Post­punk- und Shoe­ga­ze-Ele­men­te, De­ckel drauf und fer­tig ist die Saue­rei.
Und mein Rat­schlag: Nicht da­nach goog­len, es sei denn ihr wollt un­be­dingt mit ganz und gar un­äs­the­ti­schem Bild­ma­te­ri­al kon­fron­tiert wer­den. Ich tra­ge kei­ne Ver­ant­wor­tung für even­tu­el­le psy­chi­sche Schä­den.

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Dasher - Go Rambo 7"

dasher3
Die Noi­se­pun­ker aus At­lan­ta und ih­re De­büt-EP Yeah, I Know hat­te ich ja schon letz­tes Wo­chen­en­de im Pro­gramm. Jetzt gibt uns das Trio ein klei­nes Up­date in Form ei­ner neu­en Sie­ben­zoll­dreh­schei­be. Ent­hält ei­nen neu­en Song und ei­ne noch­mal deut­lich trei­ben­de­re Neu­auf­nah­me des schon auf der EP ent­hal­te­nen Time Flies.

*edit*
Die Plat­te ist wie­der von Band­camp ver­schwun­den. Mys­te­ri­ös, mys­te­ri­ös. Mal ab­war­ten ob sie ir­gend­wann wie­der auf­taucht…

Creative Adult - Psychic Mess

creative adult
Die schon seit ge­rau­mer Zeit um sich grei­fen­de Wel­le düs­te­ren und - mal mehr, mal we­ni­ger - kom­pro­miss­lo­sen Post­punks scheint sich ein­fach nicht tot zu lau­fen. Klar gibt's auch 'ne Men­ge un­in­spi­rier­ter Drecks­ver­öf­fent­li­chun­gen zu er­tra­gen, aber es ist doch er­staun­lich mit welch ho­her Fre­quenz der­zeit im­mer wie­der neue Bands auf­tau­chen, die das Gen­re wie­der um ei­ne oft sub­ti­le, aber sehr ei­ge­ne Ge­schmacks­no­te be­rei­chern.
Die Mit­glie­der von Crea­ti­ve Adult aus San Fran­cis­co kom­men ur­sprüng­lich eher aus der Hard­core-Ecke, auf ih­rem De­büt­al­bum ha­ben sie sich sound­mä­ßig aber größ­ten­teils da­von frei­ge­stram­pelt. Es ist oh­ne Fra­ge ei­ne der ei­gen­stän­digs­ten Plat­ten aus dem Gen­re-Um­feld, von ei­ner Band, die - sehr sym­pa­thisch - of­fen­sicht­lich zu kei­ner­lei Kom­pro­mis­sen be­reit ist. Die Plat­te ist schon ein ganz schö­ner Bro­cken mit ei­ner für sol­chen Lärm end­los er­schei­nen­den Spiel­zeit von über 40 Mi­nu­ten, aber un­ter der rau­hen Ober­flä­che ver­ber­gen sich ton­nen­wei­se klei­ne Hooks, Me­lo­dien und bö­se klei­ne Wi­der­ha­ken, die sich ir­gend­wo zwi­schen den Syn­ap­sen fest­set­zen und ei­nen da­zu ver­an­las­sen, dann doch auf re­peat zu drü­cken, um ei­ne wei­te­re Run­de mu­si­ka­li­schen Sa­dis­mus über sich er­ge­hen zu las­sen. Au­ßer­dem be­her­schen die Jungs das Spiel von Zu­cker­brot und Peit­sche (na ja, Peit­sche über­wiegt hier), streu­en auf Song- wie auf Al­bum­ebe­ne im­mer im rich­ti­gen Mo­ment die klei­nen me­lo­di­schen Licht­bli­cke ein, än­dern die Marsch­rich­tung ein we­nig oder dros­seln das Tem­po. Es tritt nie die Über­sät­ti­gung ein, die we­ni­ger aus­ge­reif­te Gen­re­bei­trä­ge oft aus­zeich­net.
Fans von Bands wie den Ko­pen­ha­ge­ner Lower und Iceage, den eta­blier­ten Noi­sero­ckern Pis­sed Jeans, The Men in ih­rer frü­hen Pha­se oder al­tem Am­Rep-Krem­pel wer­den sich hier schnell zu­hau­se füh­len. Manch­mal kingt's auch wie et­was we­ni­ger ab­ge­spa­ce­te De­st­ruc­tion Unit.


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Beast Fiend - Beast Fiend Rules

beast fiend
Be­ast Fiend aus San Fran­cis­co ru­len voll. Hab ich zu­min­dest ge­le­sen. Ha­ben sie freund­li­cher­wei­se auf's Plat­ten­co­ver drauf­ge­schrie­ben, da­mit ich's nicht selbst nach­prü­fen muss. Und was rult da denn so? Be­ast Fiend spie­len flot­ten Post­punk der ganz of­fen­sicht­lich auf den prä­gnan­ten Har­mo­nien der Wi­pers ba­siert, rei­chern das Gan­ze aber mit ge­wis­sen Post­core- und Noi­se-Ein­flüs­sen an. Ob das jetzt wirk­lich so al­les an­de­re weg­rult weiß ich nicht, mal auf ei­nen Lang­spie­ler war­ten. Aber sau­mä­ßig hö­rens­wert ist die Plat­te schon, je­den der schmut­zi­gen null Eu­ro wert, für die sie die Plat­te auf Band­camp ver­schleu­dern, oder was auch im­mer du be­reit bist da­für zu zah­len.

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The Loyalists - First of the Mohicans

loyalists
Loya­lists, ei­ne frisch ge­schlüpf­te Band aus dem ka­li­for­ni­schen Oak­land, zei­gen sich auf ih­rem ers­ten Al­bum schon er­staun­lich aus­ge­reift. Es gibt stark an­ge­blues­ten Noiserock/​Postpunk mit häu­fi­gem Cel­lo-Ein­satz zu be­stau­nen, der vor al­lem durch sei­ne Kon­se­quenz über­zeugt. Er­in­nert stel­len­wei­se an die al­ten aus­tra­li­schen Blues­pun­ker Feed­ti­me. Das ist nicht so sehr die häss­li­che Tritt-in-die-Fres­se-Ver­si­on des Gen­res, son­dern ei­ne et­was ein­la­den­de­re, mo­no­ton-groo­ven­de und grad­li­nig ro­cken­de Va­ri­an­te von dem Dreck. Im letz­ten Track ent­läd sich die Span­nung dann kon­se­quent in ei­ner aus­gie­bi­gen Dro­ne-Or­gie. Su­per De­büt von ei­ner Band mit hau­fen­wei­se Po­ten­zi­al, die kom­men auf mei­ne Be­ob­ach­t­ung­lis­te.

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Dasher - Yeah I Know

dasher
Mit ei­nem Jahr Ver­spä­tung sto­ße ich auf die­ses Trio aus At­lan­ta, Geor­gia. Schön er­bar­mungs­lo­ser Noi­se-/Post­punk, sim­pel und ef­fek­tiv, kurz und schmerz­haft. Zwi­schen­durch scheint aber auch mal die ei­ne oder an­de­re son­ni­ge Pi­xies-Me­lo­die durch.

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Radar Eyes - Community /​ Fall Into Place 7" & Positive Feedback 7"

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radar eyes 2
Ra­dar Eyes aus Chi­ca­go ha­ben gleich zwei neue 45er am Start. Ihr selbst­be­ti­tel­tes Al­bum von 2012 ist mir noch gut in Er­in­ne­rung, da­mals be­weg­te sich die Band noch et­was un­ge­lenk im Span­nungs­feld von Ga­ra­gen­rock, Post­punk und auch et­was Dream­pop & C86-Ge­döns.
Seit­dem hat sich in der Be­set­zung ein we­nig was ge­dreht und mit neu­en Leu­ten kam auch et­was Be­we­gung in ih­re Mu­sik. Ich bin mehr als nur an­ge­tan von der Ent­wick­lung hin zu ei­nem deut­lich ge­reif­ten, er­wach­se­ne­ren Sound, den sie auf den bei­den Kurz­spie­lern prä­sen­tie­ren. Vier star­ke, aus­ge­reif­te Songs, die sich gar nicht mehr hin­ter ei­ner Wand aus Krach ver­ste­cken müs­sen, er­strah­len hier in ei­nem deut­lich ent­schlack­ten, nichts des­to trotz trei­ben­den und rau­hen Klang­ge­wand.
Die in Ei­gen­re­gie ver­öf­fent­lich­te Com­mu­ni­ty /​ Fall In­to Place 7" zeigt die Band da­bei von ih­rer et­was me­lan­cho­lisch-me­lo­di­sche­ren Sei­te, et­wa wie ei­ne Ver­qui­ckung der Wi­pers mit den pop­pi­ge­ren Num­mern von Mis­si­on of Bur­ma.
Die auf Ho­zac er­schie­ne­ne Po­si­ti­ve Feed­back 7" gibt sich dann wie­der et­was lär­men­der, zwi­schen­tö­ne á la Saints oder spä­te­re Gun Club mei­ne ich hier her­aus zu hö­ren.
Für März ist ein neu­es Al­bum an­ge­kün­digt, ich bin schon sau­ge­spannt drauf.

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Never Young - Master Copy

never young
Die­ses Duo aus Oak­land über­rascht mit ei­ner sehr aus­ge­reif­ten De­büt-EP. Könn­te man ir­gend­wo zwi­schen den Eck­pfei­lern Post­core und -punk, Noi­se und et­was der­be­rem Shoe­ga­ze ein­ord­nen. Er­in­nert mich auch sehr po­si­tiv an die hier schon ge­fea­tureten Wild Mo­th. Es ist ge­nau die Art von Grat­wan­de­rung zwi­schen Krach und Me­lo­die, Ag­gres­si­on und Me­lan­cho­lie, die mich im­mer von neu­em an­fixt. Gut ge­macht.

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