Andy Human and the Reptoids – Refrigerator 7″ / Sarcastic 7″


Nicht nur haben die Punks aus Oakland eine neue 7″ auf Total Punk raus. Auch ein weiterer Kurzspieler, der letztes Jahr auf Goodbye Boozy Records erschien, ist jetzt endlich via Bandcamp digital zu bekommen. Und zwar beide zu ziemlichen Schweinepreisen. Das muss so einfach mal gesagt werden. Nicht das erste mal in letzter Zeit. Wird das jetzt normal auf Bandcamp?
Naja, jedenfalls liefern sie hier die gewohnt hohe Qualität ab mit ihrem straighten Rock’n’Roll, der konstant auf der Schwelle zwischen Garage- und Postpunk balanciert und auch etwas 77er Spirit versprüht.


Sick Horse – Good Body Feeling

Das Debütalbum dieser Berliner Band zieht mich sofort auf seine Seite mit unverschämt abgehendem Garage Punk und einem gelegentlich etwas postpunkigen Unterton. Das ganze erinnert mich an Bands wie Uranium Club, Ausmuteants, Ex-Cult oder The UV Race.



Album-Stream →

Noseholes – Noseholes

Die Debüt-EP der Hamburger Band kommt mit recht krudem, No Wave-infiziertem Postpunk daher. Der ist sich scheinbar noch etwas unsicher, was er mal werden will, wenn er groß ist. Das tut dem verschrobenen Charme dieser Platte aber keinen Abbruch, die zuerst vergleichsweise quirlig groovende Vibes versprüht, dann in zunehmend experimentelle Gewässer abdriftet. Besonders letzteres gefällt mir ausgesprochen gut.


Album-Stream →

Tawings – Listerine / Dad Cry

Auf der Debüt-7″ dieser Band aus Tokyo setzt es zwei mal fluffigen, maximal glücklich machenden Postpunk, dem selbst das grummelige Kellerkind in mir keinen effektiven Widerstand entgegensetzen kann.

Tunic – Boss

Auch auf EP Nummer zwei weiß die Band aus dem kanadischen Winnipeg sehr gekonnt Ärsche zu versohlen. Ein wahres Vergnügen, wie ihr abermals verfeinerter Sound aus Noiserock, Postpunk und Postcore in seiner gebündelten Wucht den Putz von den Wänden kratzt.


Album-Stream →

Cheap Meat – Demo II

Mit Ultra-LoFi-mäßigem, extra-schrulligem Postpunk und Anklängen an altes New Yorker No Wave-Gedöns wird man auf diesem Tape von Cheap Meat aus Los Angeles abgespeist. Passend zum Namen ist das schön billig, riecht schon etwas verdächtig und macht dennoch Spaß.

Album-Stream →

Giggly Boys – Falling Down / Big City Trippin’

Auf ihrer aktuellen digitalen Single legen die New Yorker zwei neue Songs vor, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Falling Down ist schummrig-atmosphärischer Postpunk, wie er auch auf ihrem bisher einzigen Album Bastards Of Young nicht fehl am Platz wäre. Der quirlige Rock’n’Roll von Big City Trippin’ entfaltet dagegen einen geradezu beschwingten Vibe.

Blü Shorts – Blü Wave Music

…und noch mal ordentlicher Postpunk, diesmal von einer Band aus dem Calgary, Kanada. Wie schon bei den gestern vorgestellten Weeping Icon klingt hier einiges noch etwas unausgegoren. Blunt BLVD und Line Giver sind die klaren Highlights, die gespannt auf die weitere Entwicklung der Band machen.


Album-Stream →

Weeping Icon – Eyeball Under

Ein netter Compagnon zum aktuellen Dasher Album ist die erste EP dieser New Yorker Band mit Postpunk, der sich nicht unbedingt durch technische Finesse oder nennenswertes Songmaterial auszeichnet, dafür umso mehr durch einen starken Willen und rohe Energie.


Album-Stream →

Teenanger – Teenager

Hab mich schon gefragt, was mit denen passiert ist. Die Ex-Garagenband aus Toronto ist zurück mit dem verwirrendsten Albumtitel des Jahres und einem etwas unerwarteten Sound. Aber auch nicht ganz unlogisch, waren Teenanger doch irgendwie schon immer eine Postpunk-Band im Garagenpelz. Und das neue Album ist genau was man erwarten würde, wenn man den bisherigen Sound der Band von jeglichem Garagencrunch befreit. Übrig bleibt bis auf die Knochen entschlackter, leicht angewavter und sehr diszipliniert vorgetragener Postpunk. Oh, und sauguten Synthpop kann die Platte außerdem auch. Ich bin jedenfalls durchaus angetan von Teenanger Mark II.



Album-Stream →