Paro - They Want Your Heart

Paro - They Want Your Heart
Groß­ar­ti­ger Post­punk aus Ber­lin, ganz ohne die viel zu übli­chen Joy Divi­sion-Ver­satz­stü­cke und auch ohne die bei deut­schen Bands meis­tens anzu­tref­fen­den Gothic-Ele­mente. Sehr erfri­schend. Statt­des­sen gibt's hier trei­bend-groo­vende Beats, Dub-Ein­flüsse und noi­sig-dis­so­nante Gitar­ren­at­ta­cken. Her­kömm­li­che Song­struk­tu­ren: Fehl­an­zeige. Wenn ich 'nen Ver­gleich zu irgend­et­was gegen­wär­ti­gen zu zie­hen ver­su­che, schei­nen mir diverse Pro­jekte von Mike Pat­ton halb­wegs nahe­lie­gend. Aber das hier ist abso­lut eigen­stän­dig und hat sol­che Ver­glei­che gar nicht nötig.
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Guerilla Toss - Gay Disco

Guerilla Toss - Gay DiscoHüb­sche Saue­rei, was die Bostoner Gue­rilla Toss da auf ihrer neuen EP ver­an­stal­ten. Auch wenn gerade kein wirk­li­cher Man­gel an Bands herrscht, die mit Pos­tunk-, New- und No Wave-Ver­satz­stü­cken arbei­ten, das meiste davon klingt doch eher nach einer aus­ge­lutsch­ten The Pop Group- oder Gang Of Four-Gedenk­ver­an­stal­tung. Gue­rilla Toss brin­gen nun einen unge­ahn­ten Spaß­fak­tor zurück in das sonst so bier­ernste Genre. Und sie Rocken. Und Groo­ven. Der ganze Wahn­sinn, der Noise und die Schrill- und Schräg­hei­ten die­nen dazu den Groove zu kon­tern, nicht ihn zu zer­stö­ren. Und anders als viele ähn­li­che Bands klingt das über­haupt nicht nach Retro-Mucke son­dern wirkt durch und durch in der Gegen­wart ver­an­kert. Kurz gesagt: Die erste Post­punk-Ver­öf­fent­li­chung seit lan­gem, die nicht irgend­wie ein biss­chen über­flüs­sig wirkt, und die dem etwas tot­ge­spiel­ten Genre wie­der etwas Leben ein­zu­hau­chen ver­mag. Über­haut nicht schwul, das.
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Teenanger - Singles Don't $ell

Teenanger - Singles Don't $ell
Die Gara­gen­punk-Explo­sio­nen ihres letzt­jäh­ri­gen Frights haben sich wohl für immer in mei­nem Gehör­gang fest­ge­setzt und ihre neue Platte (ähm…) hat jetzt auch end­lich einen digi­ta­len Release bekom­men. Ent­täuscht nicht, das Teil. Tempo ist jetzt etwas gedros­selt, dafür wur­den Song­wri­ting und Arran­ge­ments ver­fei­nert und die Post­punk-Ele­mente drän­gen mehr in den Vor­der­grund. Ein gelun­ge­ner Bas­tard etwa aus Radio Bird­man und alten Wire Plat­ten.
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Longings - Demo

Longings - Demo

Strai­gh­tes, trei­ben­des Noise-/(Post)Punk-Gedöns aus Mas­sa­chu­setts. Das Rad wird hier nicht neu erfun­den, aber dafür auf so hohem Level gein­dierockt, dass selbst so träge Spa­cken wie ich vor lau­ter Endor­phin­aus­schüt­tung wie'n Flummi durchs Zim­mer sprin­gen. Naja, wenn gerade kei­ner dabei zuschaut. Denke ich zumin­dest drü­ber nach das zu tun. Wenn's nur nicht so viel Anstren­gung bedeu­ten würde…

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Autobahn - Autobahn 1 12"

Autobahn - Autobahn 1  12"
Wir fahr'n fahr'n fahr'n… Ein­sei­tig bespielte 12" (soll ja Leute geben die immer noch so was kau­fen…) der Post­punk-Band aus Leeds. Düs­te­res Post­punk­ge­döns scheint gerade ja (mal wie­der) ziem­lich en vogue zu sein auf der insel und irgend­wie hör ich schon den nächs­ten UK-Hype nach Sava­ges um die Ecke bie­gen. Deren Platte war auch deut­lich weni­ger ori­gi­nell als es uns die Presse glau­ben machen wollte. Hörens­wert war sie trotz­dem.
Das glei­che hier. Nur dies­mal wer­den sicher wie­der alle schrei­ben dass das ganz schön nach Joy Divi­sion klingt, wie unge­fähr jede andere Band die im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt im Indie-/Al­ter­na­tive-Bereich etwas geris­sen hat. Ablen­ken las­sen sollte man sich davon nicht. Etwas Albe­kann­tes in rich­tig gut und kom­pro­miss­los ist mir doch tau­send­mal lie­ber als etli­che ach so inno­va­tive IndiePop-Sen­sa­tio­nen, die es in Sachen eigene Per­sön­lich­keit nicht mit mei­nem Piss­strahl auf­neh­men kön­nen.
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Volar Records Compilations

Volar Records Compilations
Volar Records haben gleich drei inter­es­sante Com­pi­la­ti­ons im Pro­gramm. Die bei­den Comps "Strange Muta­ti­ons" Vol. 1+2 ver­sam­meln eini­ger der auf dem Label aus San Diego erschie­ne­nen 7"s in digi­ta­ler Form. "6x2x12" ent­hält dann sechs wei­tere exklu­sive Tracks, unter ande­rem diese uner­war­tet geile Cover­ver­sion des abge­fuck­ten King of Schlock.

Sti­lis­tisch setzt es über­wie­gend Post­punk der mehr oder weni­ger gara­gig-kru­den Art, aber auch ein paar melo­di­schere Momente von Auda­city und Big Eyes kom­men vor. Diese Stil­mi­schung ist wie gemacht für Kurz­wei­lige 7"s und EPs, auf Alb­um­länge mit den übli­chen Fül­lern ist mir das dann doch meis­tens etwas zu viel. Gerade des­halb ist das für mich hier so eine wil­kom­mene Ver­öf­fent­li­chung, in der ver­dich­te­ten Form von Com­pi­la­ti­ons. (mehr …)

Cousins - Bathhouse

Cousins - Bathhouse

Die Platte ist schon vor ein paar Mona­ten erschie­nen, bin aber erst jetzt dar­auf gesto­ßen. Groß­ar­tige Band aus Mil­wau­kee. Spie­len eine Mischung aus Noi­se­rock und Shoegaze, mit genü­gend Dreck unter den Fin­ger­nä­geln um nicht in die gefäl­lige Seich­tig­keit zu ver­fal­len die mir in letz­ter Zeit den Spaß an gen­re­mä­ßig ver­wand­ten Bands doch sehr ver­dirbt. So macht's wie­der Laune!

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Psychic Blood - Nightmare Beaches

Psychic Blood - Nightmare BeachesDiese junge Noi­se­punk-Band aus Holyoke hat bereits ein paar EP- und Tape releases auf'm Buckel, so rich­tig auf­merk­sam wurde ich aber erst mit ihrer neu­es­ten EP. Das ist noi­si­ger Post­punk in Best­form. Schön druck­voll und dre­ckig, bewe­gen sich die fünf Songs immer gekonnt im Span­nungs­feld aus Melo­die und Dis­so­nanz.

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Tiger! Shit! Tiger! Tiger! - Forever Young

Tiger! Shit! Tiger! Tiger! - Forever Young

*PLOPP* Es werde Blog.
Und den Auf­takt macht mal eine Band aus Ita­lien, die noi­sig-melo­di­schen Post­punk spielt, mit ein­deu­ti­gem Surf- und Shoegaze ein­schlag und ange­nehm dre­ckig pro­du­ziert. Zuge­ge­ben, nicht gerade die ori­gi­nells­ten Ein­flüsse im Jahr 2013, aber inner­halb des Gen­res gehört's zum bes­ten was ich in letz­ter Zeit gehört hab und ist gar nicht zu ver­glei­chen mit dem gan­zen halb­ga­ren Schmod­der der sonst aus die­ser Ecke so durch die Blogs gejagt wird.

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