Exit Group – Live In Lichtenberg

Das Tape dieser Berliner Band hat mich spontan mal so ziemlich weggeblasen und natürlich neugierig gemacht, wer denn hinter dieser Combo steckt, die für Menschen außerhalb der Berliner Szene scheinbar aus dem nichts aufgetaucht ist – mit einem bereits vollständig ausgeformten Sound aus dissonantem Post Punk, den man etwa in der Nähe von Rank/Xerox oder Negative Space verorten kann. Es stellt sich heraus: Hier sind Mitglieder von so einigen Bands am Werk, die im 12XU-Mikroversum gar keine unbekannten sind. Useless Eaters, P.U.F.F., Beekeepers und Life Fucker wären da unter anderem zu nennen.


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Flesh World – Into The Shroud

Flesh World aus San Francisco haben vor gut zwei Jahren so einige Leute überrascht und bezaubert mit ihrem Debütalbum und einer reichlich exzentrischen Spielart von Postpunk, den sie mit Stilelementen aus der alten C86-Schule, Dream- und Jangle Pop sowie einem leichten Goth-Vibe zu einem atmosphärisch dichten Erlebnis vermengten. Auf Album Nummer zwei präsentieren sie jetzt einen gereiften, druckvolleren Sound und ein geschicktes Händchen für ausgesprochen griffige Songs, ohne dabei ihre eigene Identität und den eigenwilligen Charme des Debüts einzubüßen. In anderen Worten: Mit der neuen Platte ist ihnen erneut ein lupenreiner Volltreffer gelungen!



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Fornet – Fornet

Ein sehr schönes Debüt-Tape hat die Band aus dem belgischen Städtchen Breee da rausgehauen. Wandlungsfähiger Krach, der sich ganz schön selbstbewusst irgendwo zwischen den Eckpunkten von kräftig zubeißendem Post Punk und Noise Rock, kantigem Indierock und einem gelegentlichem Hauch von Psychedelia austobt.


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Ex-Diel – Dem-Master

Die Debüt-EP dieser Band aus Leipzig wartet mit wunderbar ungeschliffenem Dark-/Postpunk auf und zieht mich dabei mit einem sehr charmanten, rohen DIY-Vibe auf ihre Seite.


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Nick Normal – Tour Tape

Hui, das aktuelle Kurzspieltape von Nick Normal aus Portland kann richtig was. Die dreieinhalb Songs darauf wechseln sich im Handumdrehen zwischen Garage Punk, Powerpop mit 77er Feel und stark New-Wavigem Postpunk ab, regelmäßig fühle ich mich dabei an Andy Human and the Reptoids erinnert.


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Xertz – Demo

Das Demo von Xertz aus Winnipeg punktet mit melodisch-melancholischem (Post-)Punk und Anklängen an Wipers, Naked Raygun, Hüsker Dü in der Zen Arcade-Phase und diverses Zeug aus dem frühen DC-Postcore der mittleren bis späten Achtziger. Unbedingt im Auge behalten, diese Band.

Konvoi – Secretary

Eine sehr schöne digitale Single hat die Band aus Asheville, North Carolina da als Vorboten für ein kommendes Album veröffentlicht, die beiden Songs darauf sind ein ziemlich radikaler Stilbruch im Vergleich zu ihrem ersten Langspieler. Statt Gitarren gibt es her Synths und der eher dreckige Postpunk des Vorgängers weicht hier einer schillernden, stark Wave-infizierten Variante davon.

Pardans – Heaven, Treason, Women

Ich muss gestehen, dass ich diese bereits letzten Herbst erschienene Platte bisher gänzlich übersehen habe. Die Kopenhagener Band gehört ganz klar zu den Nachwirkungen dessen, was die (über-)lokalen Szenegrößen Lower, Iceage und Marching Church dort hinterlassen haben und was aktuell von Bands wie Hand Of Dust weitergeführt wird: Epischer Postpunk mit einem Hang zum ganz großen Drama. Pardans verpassen dem Ganzen aber noch einen eigenen Spin mit Streichern und Bläsern, folkigen Einflüssen und regelmäßig durchscheinenden Spuren von No Wave. Ein keineswegs perfektes, mit seiner großen Ambition aber dennoch beeindruckendes Debüt einer Band mit jeder Menge Potenzial.



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Hygiene – Hypocrite

Dieses schicke zweite Kurzspieltape einer Band aus Vancouver gefällt mit seinem simplem aber dennoch angenehm chaotischem Garage- und Postpunk der rauen, exzentrischen Machart.

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The Blinds – The Blinds

Wow. Das ist einfach sehr, sehr geiles Zeig was die Band aus Melbourne da auf ihrem Debüt-Tape fabriziert. Intelligenter und für ein Debüt erstaunlich ausgereifter Lärm aus dem Spektrum von Garage-, Post- und Proto Punk. Aus der alten Schule treffen hier die Welten von Wire, frühen The Fall (Prime Example für beides: Separation Street) und etwas Sonic Youth-Dissonanz aufeinander. Und in der Gegenwart kann man unter anderem Ähnlichkeiten zu The UV Race, frühen Wireheads und – gerade wegen der starken Wire-Einflüsse – den B-Boys sehen.



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