Crumb – Community Service

Crumb aus Vancouver wussten mir schon auf ihrem Demo vor 'ner ganzen Weile ganz gut zu gefallen und auch ihre aktuelle EP ist eine schön kurzewilige Angelegenheit in ihrer Mischung aus oldschooligem Hardcore, Post Punk und -core, bei dem Freunde z.B. von Acrylics oder Bad Breeding ruhig mal ein Ohr riskieren dürfen.

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Constant Mongrel – Living In Excellence

Ich hatte diese Band schon fast wieder vergessen, gute sechs Jahre nach ihrem Debüt und auch schon fünf seit ihrem zweiten Langspieler. Jetzt sind die jedenfalls wieder da und haben ein saustarkes Album Nummer drei am Start. Dessen Sound bewegt sich irgendwo zwischen dem aktuellen Postpunk-Geschehen á la Institute und einem satten Rundumschlag der vergangenen Garagepunk-Jahre; insbesondere hat sich das die eine oder andere Scheibe bei UV Race, Ex-Cult, Useless Eaters, Ausmuteants und Sauna Youth abgeschnitten. Nicht zuletzt scheint auch immer wieder ein leiser Hauch von Wire durch. Die Frage wie ich zu letzterem stehe sollte sich eigentlich ja erübrigen.

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Digital Fun – Love / Park Town / What Did He Or She Do? / Tell Her To Look At Me

Zwei digitale Singles von einem Typen aus London. Dessen Lärm irgendwo zwischen Noiserock, Elektro-, Garage- und Post Punk erinnert etwas an eine Variante der ebenfalls aus London stammenden Powerplant, der irgendwer eine kleine Dosis Big Black ins Bier gekippt hat.

Commander Keen – Dying In The South

Wenn ich mir jede Woche meinen Weg durch das Dickicht an Musikeinreichungen schlage, fühlt sich das meistens mehr nach unbezahlter Arbeit an als nach Spaß. Am Ende lohnt es sich aber doch, wenn mir ab und an eine solche Perle unterkommt wie der zweite Langspieler von Commander Keen aus dem Städtchen Cookeville, Tennessee. Unterschätze nie die Kleinstadtpunks!
Nicht nur sind die Typen nach einem Helden meiner Kindheit benannt, auch in musikalischer Hinsicht liegen wir absolut auf einer Wellenlänge. So viel liebgewonnenes aus der jüngeren wie auch uralten Vergangenheit spült meine Assoziationsmaschine da an die Oberfläche. Beginnend mit dem energischen Postcore von Drive Like Jehu, dem Fuzz Punk von California X oder Happy Diving, Noisepop á la No Age, Playlounge oder den unvermeidlichen Japandroids. Ihre Songs pendeln außerdem zwischen der hymnischen Euphorie etwa von Beach Slang oder Needles//Pins und der Melancholie von Milk Music. Haben die Qualitäten des arschtretend-melodischen Postpunks von Piles oder Die! Die! Die! und gelegentlich scheint sogar eine leise Ahnung von Quicksand oder Leatherface durch.
Das alles wurde hochkompakt in zehn über jeden Zweifel erhabenen Songs verkapselt, deren Gehalt an hartnäckigen Hooks und Melodien weit oberhalb der empfohlenen Tagesdosis liegt. Davon wird mir aber keineswegs schlecht, ich bekomme nur noch mehr Hunger auf einen zweiten Nachtisch. So. Verdammt. Gut.

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Puss – Antimatter

Was für'n geiler Scheiß ist das denn bitte? Auf der aktuellen EP dieser New Yorker Formation begegnet einem kaputter Lärm zwischen Elektropunk, Noise und einer Spur von No Wave. Am Mikro dann eine Art Damo Suzuki auf einem sehr bösen Höllentrip, der ihrem schrägen Sound den letzten Schubser in Richtung Wahnsinn verpasst. Auch wenn mir da Vergleiche z.B. zu Primitive Calculators oder Holiday Inn einfallen - das Zeug ist ziemlich weit draußen.

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Bleakness – Disquietude

Hochwertiger Nachschub von der Band aus Nantes, Frankreich und ihrem düsteren Post Punk mit viel Wumms und starkem Songfundament, irgendwo zwischen Criminal Code, The Estranged sowie auch einem leichten Hauch von Telecult oder Red Dons.

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Life After Football – Goanna Eggs

Eine sehr hübsche EP kommt da schon wieder von einer Band aus Sydney, deren überwiegend melodiöser Post Punk und Indie Rock stellenweise etwas nach einer verstärkt das Tanzbein schwingenden Variante der Gotobeds klingt. Dazu ein Sänger der - wenn er erstmal in Fahrt kommt - eine unwahrscheinliche Mischung etwa aus Andy Falkous und Idles' Joe Talbot channelt. Sehr vielversprechend, das.

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Marbled Eye – Leisure

Bisher wussten Marbled Eye aus Oakland ja schon mit zwei ausgezeichneten EPs zu begeistern. Nun ist der erste Langspieler der Band erschienen und wie schon der letzte Tonträger an der ersten Theke zu bekommen. Darauf dreht die Band gar nicht übermäßig an der Soundschraube, viel mehr klingt das alles nach sehr gewissenhaftem Feintuning. Die Arrangements sind etwas entschlackt, das Tempo geringfügig gedrosselt. An die Stelle der einstmals etwas willkürlichen Strukturen treten jetzt voll ausformulierte Songs, fokussiert und kompakt auf den Punkt gebracht.
Nach wie vor werden da z.B. Freunde von Institute und Rank Xerox einigen Gefallen dran finden, neuerdings würde ich ihnen aber auch eine gewisse Nähe zu Teenanger oder Video unterstellen. Wie dem auch sei, hier haben Marbled Eye ein sehr, sehr starkes Langspieldebüt abgeliefert.

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Xtr Human – Reflections

Nach einem Langspieler und einer EP, die für meinen Geschmack noch etwas zu generisch daherplärren, hört man auf der neuesten EP von XTR Human aus Berlin ein sehr offensichtliches Wachstum und eine Band, die letztendlich zu sich selbst gefunden hat. Auf der Basis von eingängigem Post Punk, der sich auch sehr gut in das Genre-Revival zur Jahrtausendwende eingefügt hätte, verkleiden sie die neuen, ebenfalls deutlich gereiften Songs in schillernde Shoegaze-Texturen und kulminieren meist in einem opulenten Chorus von dieser speziellen Art, wie sie uns im letzten Jahrzehnt weitgehend verschütt gegangen ist. In eben diesen melodischen Momenten fühle ich mich öfter mal an das spätere Werk von Parts & Labor erinnert, in anderen an die an die Shoegaze-/Psychedelic Noise-Klassiker von Bailterspace und - um mal etwas aktuellere Vergleiche zu bemühen - an britische Vertreter wie Autobahn oder Eagulls.

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Anybodys – Necessity of Contrast

Post Punk/Noise Rock aus Vancouver mit deutlichen Anklängen an Sonic Youth, Live Skull und diverse Acts der nein-welligen Vergangenheit. Geht klar, kann was, nehm ich mit.

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