Hash Redactor – Drecksound

Eine Band aus Memphis, bei der Leute von Nots und Ex-Cult mit am Werk sind. Was kann da noch groß schief gehen? Soundmäßig bewegt sich das ziemlich genau in der Mitte zwischen Garagen- und Post Punk und klingt eigentlich kein bisschen nach Nots, dafür durchaus nach Ex Cult. Außerdem werden Freunde von Sauna Youth, Constant Mongrel und frühen Teenanger exzellentes neues Futter in Platte finden.

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Control Top – Covert Contracts

Energischen, straight nach vorne gehenden fuzzy Post Punk gibt's auf dem ersten Langspieler von Control Top zu hören, der einerseits mit beachtlicher Catchiness und häufiger Tanzbarkeit besticht, andererseits aber durchgängig von einer bedrohlich blubbernden Wut durchzogen ist, die sich letztendlich und unvermeidlich in gewaltigen Krach-Eruptionen entlädt. Zeitweise erinnert mich das an einen Mix aus Special Interest und Lié.

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Negative Space – Cruelty

Das Langspieldebüt der Londoner Postpunk-Formation liegt doch tatsächlich erst anderthalb Jahr zurück. Seltsam... es kommt mir locker doppelt so lange vor. Was wohl nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass in der Zwischenzeit eine ganz schöne Masse an ähnlich gelagerten Bands auf den Plan getreten, die Umschreibung Angular Post Punk in weiten Teilen der Musikpresse schon länger zum Modebegriff geworden ist. Umso überraschender, wie gut sich der Sound von Negative Space auch auf ihrer aktuellen EP in diesem dicht bevölkerten Umfeld zu behaupten weiß, ohne dass sie sich dafür neu erfinden müssten. Was ihre Musik besonders macht ist nicht etwa Innovation, sondern eine glasklare Vision sowie die eiskalte Disziplin und Effizienz, mit der Negative Space ihr Material so perfekt auf den Punkt bringen, akribisch über jedes verbrauchte Geräusch Buch führen. Keine Note darf hier verschwendet werden.

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Oranges – Hey Zeus

Diese saustarke Ausgrabung hab ich mal wieder dem guten RRRiecher der Mannheim-Connection zu verdanken. Das schnell und dreckig aufgenommene Debütalbum der Oranges aus Dublin überzeugt mit einem wunderbar ungeschliffenen, abstrakt-minimalistischen Postpunk-Sound und einem fuzzigen Garagenfaktor. Da kann man sich hin und wieder an The Fall, frühe Swell Maps oder 80er Half Japanese erinnert fühlen, noch mehr aber an gegenwärtige Vertreter wie Tyvek, Italia 90, City Yelps oder ganz frühe Protomartyr. Runde Sache.

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Conditioner Disco Group – CDGLP

Nach einer schon durchaus appetitanregenden Teaser-EP vor geraumer Zeit gefällt mir das Langspieldebüt von Conditioner Disco Group aus Portland noch ein ganzes Stück besser als ich es eigentlich erwartet hätte. Irgendwie trifft er die richtige Mischung aus dreckigem Charme und infektiösen Grooves - ihr tanzflächengerechter Post Punk, der einerseits rüber kommt wie eine etwas raubeinigere Variante der Dancepunk-Welle um die Jahrtausendwende, ebenso aber auch den Bogen schlägt zu gegenwärtigen Vertretern des Spektrums wie etwa D.U.D.S. oder N0V3L.

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Warm Red – The Way It Feels

Launiges Zeug auf der ersten EP einer Band aus Atlanta. Das verschmilzt unter anderem an Sauna Youth oder Vintage Crop erinnernden Garage Punk mit einer guten Dosis Noise und leicht angeschrägtem Post Punk, wie er mir in jüngerer Zeit auch von so Bands wie Drool, Rolex, Patti und Labor begegnet ist.

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Gym Tonic – Good Job

Ein astreines Langspieldebüt hat hier eine Berliner Band hingelegt. Hochinfekziösen Garagepunk mit Synth-Zusatz gibt's darauf zu hören, der in etwa nach einer Schnittmenge aus Spotting, Ausmuteants und Puff! - mit denen sie sich auch schon eine Splitsingle geteilt haben - klingt; außerdem erinnern mich insbesondere das Schlagzeugspiel und vereinzelte Schlenker in Richtung Post Punk (Hiroshima ist einfach ein Hammersong) öfter mal an den sehr speziellen Drive von Nots.

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Public Body – Public Body

Sauguter Postpunk mal wieder, in Form des ersten Tapes von Public Body aus Brighton. Man bewegt sich hier auf der verwinkelt-verschwurbelten Seite des Genres, welche derzeit ja von zahlreichen Bands beschritten wird. Unter anderem hat's was von Patti und Exit Group. Dennoch bringt die Band ein paar eigene Marotten ins Spiel und hält die Sache spannend. Besonders fällt da der Rauswerfer Hard To Concentrate auf, der - ungewöhnlich in diesem Subgenre - erstaunlich melodische Parts integriert, ohne dabei bemüht zu klingen.

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Witching Waves – Persistence

Das Londoner Trio Witching Waves hat bei mir in der Vergangenheit schon mit ihren bisherigen zwei Alben einen exzellenten Eindruck hinterlassen, transportieren mit ihrem neuesten Langspieler aber einen weitaus höheren Dringlichkeitslevel. Passend dazu ist auch die Produktionsweise der Platte. Ohne Schnörkel und überflüssigen Feinschliff innerhalb von zwei Tagen aufgenommen, klingen sie deutlich roher, energischer als zuvor; auch die Songs und Arrangements sind aufs wesentliche reduziert, qualitativ jedoch über jeden Zweifel erhaben. Hab ich die Musik des letzten Albums noch als Indie Rock mit Spuren von Post Punk bezeichnet, verhält sich die Sache nun eher umgekehrt. Straighter, kräftig rockender Post Punk ist das, der ein bisschen was von Daylight Robbery inne hat, vielleicht auch eine leise Ahnung von The Estranged und Sauna Youth. Dabei klingen sie unter'm Strich aber absolut eigenständig in der gegenwärtigen Musiklandschaft.

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Haunted Horses – Severed Circle

Auch die neuese EP des Duos Haunted Horses aus Seattle ist mal wieder ein kompromissloser Brocken geworden: ein Albtraum aus pechschwarzem Postpunk, experimentellem Noise und industriellen Soundscapes, der unter Bewunderern von Bands wie etwa Exhaustion, Narrow Lands, Spray Paint oder Housewives für ganz ausgezeichnet schlechte Laune sorgen wird.

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