Sarcasm – Creeping Life

Ist schon ein paar Jahre her, seit ich zuletzt von den Londonern gehört hab. Auf ihrer neuesten und – so scheint es – letzten EP klingt ihr minimalistischer Post Punk mit Spuren von Crass und neueren Bands wie Marbled Eye, Rank/Xerox oder Labor fast als wäre seitdem keine Minute verstrichen. Geht für mich voll in Ordnung so. Gut möglich sogar, dass die Aufnahmen noch aus der gleichen Zeit stammen wie die 2017 erschienene Malarial Bog EP.

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Big Jar of Mayo – Big Jar of Mayo

Wieder mal Qualitätsware aus dem Hause Deluxe Bias. Diese Cassingle von absurd kurzer Laufzeit zwischen KBD-getränktem Weirdcore, Garage- und Post Punk wird klar für erfreuliche Zustände bei denjenigen sorgen, die bereits eine gesunde Erektion für Bands wie Mystic Inane, Rolex oder Fried E/M aufgebaut haben.

Nag – Observer

Nach dem geringfügig ausgefeilteren Debütalbum der Dark-/Post Punk-Combo aus Atlanta im letzten Jahr fühlt sich dessen Nachfolger wieder mehr nach den früheren EPs an – und das meine ich nur im besten Sinne. Diese Songs sind roh wie Trockenfutter, die Arrangements bis auf die Knochen reduziert, gerade so weit wie sich das Genre halt noch dehnen lässt, bevor die fragile Konstruktion in sich zusammen fällt. Warum einen Roman schreiben, wenn du nur einen absolut dringlichen Satz loswerden must?

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Poison Ruïn – Poison Ruïn II

Das erste Tape der Band aus Philadelphia gefiel mir ja schon nicht schlecht, aber auf dem Nachfolger legt ihr Mix aus Garage-, Post- und Dungeon Punk die Messlatte noch mal ein ganzes Stück höher an und schreckt dabei weiterhin nicht davor zurück, auf eine gute Dosis des altgedienten „Heavy“ Metal zurückzugreifen – was auf den Film gleichermaßen zutrifft wie auf das Musikgenre.

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Collate – Medicine / Genesis Fatigue

Es hat ’ne Handvoll Releases gedauert um dahin zu kommen, aber auf ihrer neuesten 7″ trifft das Trio aus Portland für mich genau die richtigen Nerven mit ihrem No Wave-infizierten, Gang Of Four-inspirierten Post Punk, der mich in diesem Fall ganz besonders an die britische Kapelle Austerity erinnert.

Expert – Phylaxis

Exzellenten Post Punk der moderat düsteren Machart mit leichten Spuren von Postcore, Math- und Noise Rock setzt uns die erste EP dieser Australier vor. Ein bisschen wie eine Kreuzung aus B-Boys, Girls In Synthesis und Rank/Xeros… aber ebenfalls nicht ganz unähnlich zu Bands wie Video, Public Eye, Tunic oder The Estranged.

ISS – Spikes

Mal wieder eine astreine EP des Electro-/Sample-/Mashup Punk Duos ISS auf der sie neben ihrem vertrauten Sound auch mal in astreinen Hardcorepunk (in Facemask) abstechen. Ich glaube das gab’s von ihnen bisher noch nicht und es funktioniert ganz vorzüglich hier.

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Night Miasma – Night Miasma

Night Miasma kommen aus Chemnitz und es sind Mitglieder von L’appel Du Vide mit am Werk, welche euch vermutlich schon ein Begriff sind wenn ihr auf so Zeug steht. Auf ihrer Debüt-EP fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, mit einer Variante von Dark Punk / Death Rock-beeinflustem Post Punk, der dem Genre zwar nichts neues hinzufügt, aber grundsätzlich alles richtig macht in diesen vier sauber konstruierten Songs.

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Pedigree – Connected?

Ihr 2019er Langspieldebüt New Freak war ja schon eine mehr als ordentliche Kanone, aber auf der neuesten EP der Belgier greifen die beweglichen Teile noch mal deutlich besser ineinander, während ihr recht polierter aber keineswegs weichgespülter Garage Punk-Sound noch etwas am bereits vorhandenen Post Punk-Vibe gewonnen hat. In verschiedenen Momenten fühle ich mich an Bands wie (frühe) Teenanger, Video, Flat Worms, Sauna Youth, Ex-Cult erinnert oder an französische Acts wie Nightwatchers und Telecult.

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Mystic Inane – Natural Beauty

Mann, das ist ja mal mindestens ein halbes Jahrzehnt her seit ich zum letzten mal von dieser Band aus New Orleans gehört habe. So unerwartet wie ihre neue 7″ jetzt daher kommt, so frisch und energisch klingt aber auch immer noch ihre Symbiose aus Garage- & Post Punk, Hard- & Postcore, die auch unter jüngeren Bands á la Launcher, Liquid Assets oder Fried E/M eine gute Figur macht.

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