Flexï – Nothing

Die zweite EP dieser New Yorker liefert 'nen dringend nötigen Nachschub an wuchtiger Post Punk-Glückseligkeit, die es unter anderem Bewunderern von Bands wie Rank/Xerox, Marbled Eye, Nag, Negative Space, Knowso oder frühen Institute bestimmt gut warm werden lässt unter'm Arsch. Obendrein ist dann noch eine leichte Noiserock-Kante mit am Start, die mich ein wenig an Brandy oder Cutie erinnert.

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Fen Fen – 3 Songs

Die ersten paar lärmenden Artefakte dieser Band aus Detroit - eine etwas lieblos auf ihre Bandcamp-Seite geklatschte Sammlung einzelner Tracks, die zusammen eine verdammt arschtretende EP ergeben würden - spannt einen Bogen um einige der besten Referenzen an der Schnittstelle von Garage Punk und Postcore, angefangen mit eher geradlinigem Garage R'n'R á la Sick Thoughts, frühen Video & Teenanger - hin zu den explosiven Genre-Bastarden von Crisis Man, Ascot Stabber oder Flowers of Evil und nicht zuletzt auch einem durchgehenden Hot Snakes-Vibe.

Famous Logs in History – Fancy!

Auf der jüngsten Kassette dieser New Yorker springt der Funke sofort über anlässlich schrulliger Powerpop-Klänge, die anmuten wie eine etwas new-wavig angehauchte Melange aus frühem, melodischem, überwiegend britischem Post Punk irgendwo in der erweiterten Nachbarschaft von so altem Krempel wie Desperate Bicycles. Mekons, Television Personalities und Swell Maps.

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Lamictal – Doctor’s Orders

Wo wir gerade schon dran sind mit Eiern zu werfen… hier ist noch eine handvoll kurzer spaßiger Smasher im Dunstkreis des gelegentlich auch mal leicht Hardcore-verunreinigten Garage- und Post Punk, welcher an der einen oder anderen Stelle z.B. mal an Big Bopper, Feed/Zhoop/Djinn, S.B.F., Patti oder Landowner erinnern mag.

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Prison Affair – Demo III

Ein neues Tape von Barcelona's bester Hausnummer für geradezu verstörend gutlaunigen Garage Punk liefert wieder ultrakompakten Brennstoff, der sich irgendwo zwischen niedriger Fidelität und hohem Eierkopf-Faktor ordentlich verkantet. Das sitzt dann so fest, dass kein Bandrauschen der Welt diese hochinfektiösen Pophooks aus ihrer Verankerung zu spülen vermag. Ich unterstelle dem ganzen wie gehabt eine gewisse Ähnlichkeit zu Bands wie R.M.F.C., Nuts, Set-Top Box, Dee Bee Rich und Erik Nervous.

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The Blinds – Endless Fascination

Die 2017er Debüt-EP dieser Band aus Melbourne hat sich in meine Synapsen eingebrannt als eines der beeindruckendsten Artefakte aus den Garage-/Post-/Art Punk-Sphären ihrer Zeit. Schlappe fünf Jahre später gibt es jetzt einen Nachfolger zu begutachten und es findet sich darauf erwartungsgemäß ein etwas geordneteres Klangbild, aber immer noch voller Ambition und Überraschungen. Wie gehabt scheint das reichlich Inspiration von Wire's Chairs Missing und Pink Floyd der frühen Syd Barret-Ära zu schöpfen, verlagert diesmal aber das Gewicht deutlich in Richtung Post Punk, was manchmal auch etwas von einer nerdigeren Variante der B-Boys oder Gotobeds hat. Elswhere, der geradlinigste und einladendste Moment der EP, ist hingegen eine melodisch lärmende oldschool Indierock-Hymne wie sie einem heute viel zu selten begegnet.

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Pressure Pin – Superficial Feature

Die ruhelose Szene von Montreal hat mal wieder etwas verstörendes auf Lager für den anspruchsvollen Genießer von kaputtem Garage-/Post-/Egg-/ADHS-Punk und meine liebe Fresse, ist das mal wieder eine wundervolle, wild in alle Richtungen ausfransende Schweinerei, zusammengeplündert von all den richtigen Auswüchsen jüngerer Punk-Kuriositäten im groben Umfeld etwa von Print Head, Reality Group, Patty, Slimex, Big Bopper oder Skull Cult.

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Peace De Résistance – Bits and Pieces

Als die verzaubernde 2020er Debüt-EP dieses New Yorker Typen gelandet war, hatte ich noch keinen blassen Schimmer, wer hinter diesen entrückten Klängen stecken könnte. Stellt sich heraus: Es ist niemand geringeres als Moses Brown, anderweitig bekannt als die Frontsau von Institute. Macht irgendwie Sinn, rückblickend… keine Ahnung warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Auf dem ersten Langspieler entfaltet sich jetzt ein etwas vollkörniger, aber nach wie vor ziemlich minimalistischer Sound in voller Bandbesetzung, der einfach wunderbar fehl am Platz wirkt - eine nebulöse Zeitkapsel falscher Erinnerungen, die frühe Stränge des Proto-, Art- und Post Punk zu einem plausibel wirkenden Mandela-Effekt verwebt.

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Straw Man Army – SOS

Der zweite Langspieler (abgesehen vom letztes Jahr erschienenen Her Majesty's Ship OST) dieses New Yorker Duos mit Verbindungen zu der guten Hardcore-Hausnummer Kaleidoscope schlägt soundmäßig eine etwas dunklere, sperrigere Richtung ein, die vom Hörer ein bisschen Geduld einfordert, aber auch ordentlich belohnt. In der aktuellen Landschaft gibt es einfach keine andere Band wie Straw Man Army und die beiden sind weiterhin eine der wenigen Bands, die den Postcore/Art Punk/Post Punk-Komplex etwas weiterdenken, basierend auch auf einem umfassenden Verständnis seiner Vergangenheit. Letzeres beschert dann unter anderem auch das meines Erachtens definitive Highlight des Albums - einen langsamen Schwelbrand namens Beware, der in etwa so klingt als hätte man diverse Genre-Ecksteine vom Kaliber Chairs Missing und The Argument auf ihre absolute Essenz heruntergekocht.

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Red Gaze – Healing Games

Wieder ein exzellentes Klangartefakt von dieser Band aus Graz, die aber irgendwie mehr nach Berlin klingt und in der auch Leute von irgendwelchen anderen Bands mitspielen von denen du schon gehört hast… ich erinnere mich gerade nicht mehr welche und außerdem ist Feiertag und ich gerade zu Faul um nachzuschauen. Also Post Punk mit diesmal eher unterschwelligen Spuren von Death Rock. Ja, Berlinsound, erwähnte ich bereits… denkt dabei etwa an Diät, Pigeon und Clock Of Time, aber auch ein bisschen an US-Hausnummern á la Rank Xerox oder Institute. Kommt ungefähr hin, glaube ich.

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