Silver Screams – Creep Joint Scratch

silver screams
Schön eingängig vor sich hinriffender Punkrock aus Boston, der auf der musikalischen Landkarte irgendwo in der Nähe von Radio Birdman oder Wipers platziert und gelegentlich auch noch Platz hat für leicht Fugazi-eske Figuren und an Hüsker Dü erinnernde Harmonien. Drückt bei mir genau die richtigen Knöpfe.

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Jesuslesfilles – Le grain d’or

jesuslesfilles
Saumäßig Randale machen Jesuslesfilles aus Montreal mit ihrem supereingängigen Garagen-Post-Punk, aufgelockert durch gelegentliche Spuren von Surfrock. Ist mir eigentlich scheißegal worüber die singen (ich verstehe vielleicht fünf Worte Französisch). Wenn jemand derart gekonnt den Putz von der Decke haut bin ich sofort angenehm betäubt, dank der universellen Sprache des Rock’n’Roll.


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Champion Lover – Champion Lover

champion lover
Diese Noisepunk-Combo aus Toronto lärmt ein bisschen so als hätten die Nachbarn von METZ ihre atonalen Bestrafungsriffs durch eine gute Dosis doomigen Rock’n’Roll á la Destruction Unit ersetzt. Geht nach vorne wie Sau, ist dabei aber eben auch durchaus eigängig und unter der rauhen Oberfläche verbirgt sich so die eine oder andere Melodie, die einem nicht mehr aus dem Kopf will. Auch Sonic Youth-artige Harmonien und Noiseattacken sind mit an Bord, angereichert um subtile Psych-Einflüsse. Die derzeitige Welle düsterer Postpunk-Kapellen wie etwa Lower wären auch kein ganz falscher Vergleich.


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The Elsinores – Dreams Of Youth

elsinores
Postpunk-Trio aus Lexington, Kentucky. Musikalish irgendwo zwischen sägendem aber melodischem Punkrock und der etwas derberen Seite des Shoegaze-Kosmos zu verorten. Stell dir ’ne Mischung aus Swervedriver und Hüsker Dü vor, das käm dem schon halbwegs nahe. Aber auch der düstere Postpunk/-core von aktuellen Bands wie Criminal Code oder The Estranged ist nicht so weit ab davon.


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Gustave Tiger – At The Idyll’s End

gustave tiger
Die letztes Jahr erschienene EP Mitanni Mares dieser Kapelle aus Budapest ließ ja schon gespannt aufhorchen, aber jenes kleine Beben konnte mich in keinster Weise vorbereiten auf diesen Erdrutsch von einem atmosphärisch dichten Album. Ohne Scheiß, beim ersten Hördurchgang fiel mir von den ersten Takten an die Kinnlade mal sowas von auf den Boden. Und ich bin wirklich nicht mehr so leicht zu beeindrucken.

Es ist ein Album der scheinbaren Widersprüche. Semi-sinfonische Chorgesänge und new-agiges Geschwurbel treffen auf Blastbeats, Noiseattacken und selbst für einen überraschenden Bläsereinsatz ist hier Platz. Über weite Strecken zieht sich ein gewisser Gothic-Vibe durch die Songs, aber auch ein Psychedelisches Bluesriff kann da mal als Songfundament herhalten. An jeder Ecke passiert hier irgend etwas spannendes, aber nicht nur das. Am Ende hat das auf Albumlänge alles Hand und Fuß. Selbst in den konventionelleren Momenten können sie mit drückendem Postcore überzeugen, der stellenweise etwas an White Lung erinnert. Außerdem durchzieht das ganze Album eine unglaublich traurige wie auch epische Atmosphäre, eine surreale Andersweltlichkeit wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe, erst recht nicht auf einer Art Punkalbum.

Gustave Tiger haben hier ein ziemlich unvergleichliches Stück Musik erschaffen und man kann nur hoffen, dass sie damit auch außerhalb der ungarischen Landesgrenzen die Beachtung bekommen, die sie sich redlich verdient haben. Ich bin da mal verhalten optimistisch.

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Furrow – Dear Hunter

furrow
Schöne Vorabsingle mit zwei Songs vom für August angekündigten Langspieler dieser höchst eigenwilligen Band aus San Diego. Könnte man zur Not als psychedelisch-angekrauteten Postpunk einordnen. Die krude aber dennoch hymnische A-Seite erweckt erfreuliche Assoziationen zu den Australiern Blank Realm.

The Two Koreas – LP Winner EP

The Two Koreas
The Two Koreas aus Toronto hauen eine sehr stimmige EP raus, die im besten Sinnne an Indierock-, Noise und Postpunk/-core Klassiker der späten 80er/frühen 90er erinnert, in den ersten drei Songs vor allem an Sonic Youth und The Fall, aber auch an Les Savy Fav oder die britischen Artpunker Ikara Colt. Der Rausschmeißer klingt dann eher so als hätte man die relaxte Melodieseligkeit von Pavement mit den ungestümen Krachattacken früher Dinosaur Jr. in einen Topf geworfen.

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